Bild Information: Auf der hervorragenden Anlage des Westfälischen GC Gütersloh spielten Damen und Herren um die DM-Titel 2018 der AK 30. Foto: DGV

Liehs und Westermann erstmals Deutsche Meister

DM AK 30
 

In der AK 30 gibt es zwei neue Deutsche Meister: Marie-Theres Liehs vom Golf-Club Neuhof und Philipp Westermann vom Hamburger GC sicherten sich im Westfälischen GC Gütersloh zum ersten Mal in ihrer Amateurkarriere die DM-Titel in der Konkurrenz der Ü30-Starter.

Während Marie-Theres Liehs einen unangefochtenen Start-Ziel-Sieg feierte und am Ende fünf Schläge Vorsprung vor der Zweitplatzierten Nina Birken hatte, der Titelverteidigerin vom GC Mühlheim an der Ruhr, machte es Philipp Westermann sehr lange spannend. Erst am 54. und letzten Loch des Turniers gelang dem ehemaligen DGV-Nationalspieler das entscheidende Birdie, mit dem er auf gesamt 3 über Par fürs Turnier stellte und damit Albert Türklitz vom Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee auf Rang zwei verwies.

Westermann, der am 3. September 2018 seinen 30. Geburtstag feiert und damit in diesem Jahr erstmals bei der AK30 mitspielen darf, startete mit einer 76er-Runde eher verhalten ins Turnier. Im ersten Durchgang sorgte vielmehr Alexander Koller vom GC München Eichenried für Furore, der die Meisterschaft mit einer starken 69er-Runde eröffnete und damit die Führung übernahm. Mit 75 Schlägen in Durchgang 2 hielt Koller auch nach 36 Löchern den Platz an der Spitze des Leaderboards, doch nun hatten sich die Verfolger bereits in Position gebracht: Westermann verbesserte sich mit 71 Schlägen auf den geteilten dritten Rang, lag mit 3 über Par nun drei Zähler hinter Koller. Und Albert Türklitz, Sieger der AK35-DM in der Saison 2016, hatte seiner enttäuschenden 78 vom ersten Tag im zweiten Durchgang eine sehr gute 70er-Runde hinzugefügt, was ihn auf 4 über Par und den geteilten 6. Rang brachte. Und Türklitz und Westermann waren es auch, die schließlich den Finaltag prägten: Denn während Koller eine 80 kassierte und damit letztlich auf Platz 8 zurück fiel, brachten die beiden Verfolger gute Par-Runden ins Clubhaus. Den Titel holte sich Westermann mit einem sensationellen Tap-in zum Birdie an Loch 18, wo er sogar den möglichen Eagle aus vier Metern nur knapp verpasste.

"Ich bin hierhergekommen, um zu gewinnen", so Philipp Westermann selbstbewusst im Interview, nachdem er die Glückwünsche für den Sieg und die DM-Trophäe entgegengenommen hatte. "Ich wusste nicht, was mich hier erwartet, den einen oder anderen Namen kannte ich zwar, aber natürlich war das alles neu für mich", so der gebürtige Pinneberger. Umso zufriedener zeigte er sich mit dem Turnierverlauf: "Am ersten Tag habe ich eigentlich nur etwas unglücklich gespielt und durch zwei schlechte Schläge zwei Doppelbogeys kassiert. Die zweite Runde war dann sehr glatt, sehr gut. Vom Score her war da sogar noch viel mehr drin", so der 29-Jährige zu seinen 71 Schlägen im zweiten Durchgang.

"Am Finaltag ging es dann darum dranzubleiben", so Westermann - und das gelang ihm in beeindruckender Weise: An Loch 9 spielte er Driver und Holz 3 und lochte aus der Distanz zum Eagle ein, an der 18 schließlich verwandelte er zum Birdie und zum Turniersieg. "Es war eine supergeile Woche, sehr entspannt", so der ehemalige DGV-Spitzenamateur, der 2010 die Internationale Deutsche Amateurmeisterschaft gewonnen hatte und heute für den Hamburger GC sowohl in der 1. Bundesliga der DGL als auch in der AK 30 Hamburg-Liga startet. "Ich bin sehr zufrieden, und ich freue mich schon jetzt auf weitere Turniere - im nächsten Jahr zum Beispiel auf die Europameisterschaft!" Dann nämlich darf der AK 30-Rookie auch auf internationaler Bühne bei den Jungesenioren starten, denn anders als beim DGV, wo der Jahrgang zählt, ist bei den Turnieren der European Golf Association (EGA) der exakte Geburtstag ausschlaggebend dafür, ab wann man in welcher Altersklasse auf dei Jagd nach auf Birdies und Trophäen gehen darf.       

Newcomerin triumphiert auch bei den Damen

Bei den Damen gelang Marie-Theres Liehs einen absolut souveräner Auftritt: Mit einem beeindruckenden Start-Ziel-Sieg holte sich die 34-Jährige bei ihrem ersten Start in der AK30-Konkurrenz die Siegertrophäe der Deutschen Meisterschaft der Damen. Nach Runden von 74, 72 und am Finaltag 77 Schlägen verwies die Frankfurterin, die für den Golf-Club Neuhof in der 2. Bundesliga Mitte der KRAMSKI Deutsche Golf Liga presented by Audi startet, ihre Kontrahentinnen klar auf die Plätze. Gesamt 7 über Par bedeuteten einen Vorsprung von fünf Schlägen auf Titelverteidigerin Nina Birken vom GC Mühlheim an der Ruhr, die mit 12 über Par ins Clubhaus kam (78, 71, 79). Rang 3 der AK DM 2018 geht an Dorothee Graff vom Hamburger Golf-Club (77+77+76/+14).

Bereits nach dem ersten Tag hatte sich Marie-Theres Liehs an die Spitze des Leaderboards gespielt, teilte den Platz an der Sonne da aber noch mit Sylvia Wilms vom Münchener GC. Drei Bogeys stand auf Liehs Scorekarte ein Birdie gegenüber. Mit einer Par-Runde vergrößerte Liehs am zweiten Spieltag ihren Vorsprung auf drei Schläge, erste Verfolgerin war nun Nina Birken. Die hatte nach einer eher schwachen 78er-Auftakt-Runde in Durchgang 2 eine umso  bessere 71 unterschrieben, als ihr vier Birdies gelangen und nur drei Bogeys unterliefen; diese Runde sollte das beste Ergebnis des gesamten Turniers bleiben.

Der Turniersieg aber ging an Marie-Theres Liehs, die den Titel am Finaltag souverän nach Hause spielte. "Ich habe fast jede Bahn und jedes Grün getroffen, es lief sehr gut für mich", so die Siegerin, die vor allem auch den "Top-Zustand des Platzes" lobte. Das Team des Westfälischen GC Gütersloh hatte den perfekten Rahmen für die Deutsche Meisterschaft 2018 der Jungseniorinnen und Jungsenioren geschaffen, mit rundum gelungener Organisation und vor allem einem bestens präparierten, anspruchsvollen Golfplatz, der es den Spielerinnen und Spielern erlaubte, ihr großes Können zu ziegen.

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