Bild Information: Sylvia Wilms und Albert Türklitz sind die neuen Deutschen Meister der AK 35! (Foto: C&V Promotion)

Sylvia Wilms und Albert Türklitz sind die Regenmeister!

DM AK 35 2016
 

In einer wahren Regenflut mussten die Deutschen Meisterschaften der AK 35 auf nur eine Runde gekürzt werden. Lediglich die für den ersten Spieltag angesetzte Runde konnte voll ausgespielt werden. Hier setzte sich Sylvia Wilms vom Münchener GC durch. Die Meisterschaft der Herren wurde im Stechen entschieden. Hier siegte Albert Türklitz (G&LC Berlin-Wannsee) vor Patrick Prazak (GC Augsburg). 

„Und jährlich grüßt das Murmeltier.“ So oder so ähnlich fühlen sich die Teilnehmer der diesjährigen Deutschen Meisterschaften der AK 35. Wie schon im vergangenen Jahr, fanden die Deutschen Meisterschaften inmitten einer wahren Regenflut statt. Während der erste Turniertag zwar bei schwierigen und teilweise stürmischen Bedingungen regulär ausgespielt werden konnte, musste an Tag 2 gegen 14:00 Uhr wegen eines nahenden Gewitters unterbrochen werden. Der darauf einsetzende Starkregen sollte dafür sorgen, dass diese zweite Runde nicht weiter geführt werden konnte. In weniger als 30 Minuten fielen mehr als 18 Liter Regen pro Quadratmeter. 

Meisterschaft…weggeschwemmt.

Eine solche Wasserflut ist selbst für die stärkste Drainage eine wahre Herausforderung. Für den Meisterschaftsplatz des GC Schloss Egmating waren diese Wassermaßen einfach zu viel.  Spielleiterin Caroline Grünbaum sagte dazu: „Bereits in den Vortagen hat die Anlage eine hohe Niederschlagsmenge aufnehmen müssen. Der Platz war vollgesogen wie ein nasser Schwamm.“ Der Spielleitung blieb keine Alternative. Der spätere Deutsche Meister Albert Türklitz resümierte: „Am zweiten Tag waren die Wetterbedingungen eigentlich gut. Wir hatten weniger Wind und das Spiel lief bei mir bis zur Bahn 14 recht gut. Dann kam allerdings eine Gewitterfront und ein Regen wie aus Kübeln. Danach stand der Platz völlig unter Wasser, wir hatten Flüsse und Bäche auf der Anlage. Daraufhin konnte es nur die Entscheidung des Abbruchs geben.“ Dabei hatten die letzten Spielgruppen der Herren noch fünf Bahnen zu spielen. Die Damen allerdings begannen ihre Runde erst am Nachmittag. Sie mussten bereits nach den ersten gespielten Bahnen zurück ins Clubhaus.

Nachdem schnell klar war, dass am Samstag kein Golfspiel mehr möglich ist, lag das Hauptaugenmerk der Spielleitung darauf, die zweite Wertungsrunde ab dem Sonntagmorgen fortzusetzen. Aber auch an diesem Tag ließen die regenschwangeren Wolken über dem Münchener Südosten keinen Zweifel aufkommen. Ab 5:00 Uhr morgens ergossen sich abermals Wassermaßen über den Championship Platz und ertränkten jegliche Gedanken an eine Fortsetzung des Spiels im Ansatz.

Wilms wollte mehr

Für die Meisterschaftsteilnehmer bedeuteten die Regenfluten eine drastische Abkürzung des auf drei Wertungsrunden angesetzten Turniers. Die Münchenerin Sylvia Wilms, die das Teilnehmerfeld nach Abschluss der ersten Runde anführte, ist mit einem Score von 76 Schlägen (3 über Par) Deutsche Meisterin. Kleine Randnotiz: Die Anlage spielte sich für die Damen als Par-73-Platz. In die Freude über den Turniersieg mischen sich bei der KRAMSKI-DGL-Bundesligaspielerin aber auch wehmütige Gefühle: „Die Wettersituation und die Kürzung der Runden sind so schade für das ganze Turnier. Der Platz ist so wunderschön und so gut hergerichtet. Die Greenkeeper geben sich so viele Mühe. Alle hier in Egmating sind so begeistert und interessiert. Wir haben uns sportliches Wettkampfgolf über drei Runden gewünscht. Denn mit nur einer Turnierrunde ist man stark abhängig von der eigenen Tagesform.“

Dabei ist Sylvia Wilms mit hohen Ansprüchen an sich selbst in das Turnier gegangen: „Ich bin mit dem Ziel hergefahren, die Podiumsplätze zu erreichen und wollte mal schauen was dann rauskommt. Für die erste Runde hatten wir schwierige Bedingungen - es war sehr windig. Das sieht man auch an den Scores. Aber dafür habe ich solide gespielt und solide geputtet. Und am Ende sollte die eigentlich nur zwischenzeitige Führung den Meistertitel bedeuten.“

Für Wilms war das Turnier im GC Schloss Egmating beinahe ein Heimspiel. Und es ist eine kleine und doch umso bedeutendere Steigerung zu ihrem Vorjahresergebnis, wo sie nur einen Schlag hinter Nina Hauptfleisch und schlaggleich mit Club-Kollegin Tanja Morant auf Rang 3 landete. Ebenjene Tanja Morant (77, +4) durfte sich übrigens auch in diesem Jahr über den Titel der Vizemeisterin freuen. Sie trennte lediglich ein Schlag von Wilms. Auf Platz 3 spielte sich Anette Kugelmüller-Pugh vom GC Feldafing, die das Treppchen gegen die schlaggleich auf Platz 4 liegende Katrin Graf (G&LC Kronberg; 81 Schläge, +8) eroberte.  

Türklitz macht kurzen Prozess!

Auch die Herren mussten ihren Meister nach nur einer Runde ausmachen. Da der Berliner Albert Türklitz und der Augsburger Patrick Prazak jedoch mit 74 Schlägen (+2) schlaggleich lagen, wurde hier ein Stechen nötig. Die Wahl fiel aufgrund der überfluteten Fairways auf das am besten bespielbare Par-3-Loch, welches sich zudem - dem Umständen entsprechend - gut anfahren ließ. Die Spielleitung entschied sich für Bahn 4. Und wie schon das Turnier, so sollte auch das Stechen eine recht kurze Angelegenheit werden. Die Fahne stand auf diesem Grün weit links. Türklitz, der als Erster schlug, spielte seinen Ball auf Fahnenhöhe links neben das Grün ins Semirough. Prazak wählte die rechte Seite und landete auf dem Grün. Dann kam Prazaks Putt, den er zirka anderthalb Meter an die Fahne spielte. Was Prazak nicht wissen sollte: Dieser Putt war bereits der vorletzte Schlag des Turniers. Denn Türklitz machte kurzen Prozess und kegelte Prazak mit einem Chip In aus dem Titelrennen. Auf Platz 3 spielte sich Thomas Fili vom GC Bensheim mit einem Score von 75 Schlägen (+3).

So kam das Turnierwochenende in Egmating - wie auch im Vorjahr - zu einem zwar spannenden, aber dennoch frühen und viel zu nassen Ende. Dem großartigen Engagement des GC Schloss Egmating wird diese abermalige Regenschlacht alles andere als gerecht. 

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