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So war es im vergangenen Jahr

DM Jungsenioren 2013
 

Dramatische Entscheidung im Dauerregen von Hamburg: Tatjana Pietsch vom Hamburger GC hat sich erst im Stechen gegen ihre Clubkameradin Nina Hauptfleisch den Titel bei der Deutschen Meisterschaft der Jungseniorinnen gesichert. Bei der Männern setzte sich mit Marc Mazur einer der Favoriten durch. 

Tatjana Pietsch hatte es sich mit einer Portion Pasta und einem alkoholhaltigen Getränk auf der Clubterrasse gemütlich gemacht. Nach ihrer starken 75er Runde im Dauerregen auf der Wendlohe rechnete sie sich Chancen auf einen Platz auf dem Podest aus und ärgerte sich noch ein wenig über die beiden Bogeys auf den Bahnen 17 und 18. Dass sie kurz später noch einmal auf den Platz musste, um mit der Führenden nach der ersten Runde, Nina Hauptfleisch, ins Stechen um die Meisterschaft zu gehen, daran verschwendete sie zu diesem Zeitpunkt keinen Gedanken. „Ich habe mir einfach nicht vorstellen können, dass Nina ihren Vorsprung noch einbüßen könnte. Als dann feststand, dass wir wirklich ins Play-off müssen, habe ich erstmal einen halben Liter Wasser getrunken“, berichtete Pietsch später lachend. „Zum Glück hatte ich aber noch nicht viel vom meinem Getränk getrunken.“

Im Stechen erwischte Pietsch den schlechteren Start. Während Titelverteidigerin Hauptfleich sicher mit dem zweiten Schlag auf dem Grün lag, wurde ihr flacher zweiter Schlag vom nassen Platz so stark abgebremst, dass er im Vorgrün liegen blieb. Doch mit einem fantastischen Chip direkt ans Loch legte sie den Grundstein für ihren zweiten Titel nach ihrem Sieg an selber Stelle vor zwei Jahren. „Ich kann es immer noch nicht so ganz glauben“, sagte Pietsch, die nach ihren 78 Schlägen in der ersten Runde mit fünf Schlägen Rückstand auf Hauptfleisch in den zweiten Tag gestartet war. „Wir haben es uns beide gegenseitig gegönnt, aber natürlich freue ich mich jetzt sehr über die Meisterschaft.“ Ein besonderes Dankeschön ließ Pietsch ihrem Caddie in Person von Freundin Dr. Alexandra Sittel zukommen: „Sie war mir eine sehr große Hilfe.“

Die Bronzemedaille sicherte sich Sylvia Wilms vom G&LC Schmitzhof.

Mazur vor Birkholz
Bei den Männern war die Entscheidung nicht ganz so spannend wie bei den Damen. Marc Mazur vom Stuttgarter GC Solitude kam mit dem 18 Löcher andauernden, von starken Böen begleiteten Dauerregen von Hamburg am besten zurecht. Seiner 71 am ersten Tag ließ er eine 75 folgen und sicherte sich damit letztlich recht deutlich mit fünf Schlägen Vorsprung den Titel vor Seriensieger Martin Birkholz vom G&LC Schmitzhof.

Kurz nach dem Start, auf Bahn 2, hatte Lokalmatador Kai Witte für ein Highlight gesorgt. Sein Eagle brachte ihm nicht nur die Anerkennung von Mazur und dem Führenden nach Tag eins, Alexander Negelein, ein, sondern sorgte auch dafür, dass damit zu diesem Zeitpunkt drei Spieler gleichauf an der Spitze lagen. Doch nur Mazur konnte das hohe Niveau bei diesen schweren Bedingungen über 18 Löcher halten. Negelein verteidigte mit seiner 82er Runde gerade noch die Bronzemedaille vor Felix Bazhaf vom Frankfurter GC, der mit seiner 73 das beste Tagesergebnis reinbrachte. Martin Birkholz schob sich mit einer 75 noch auf Platz 2 vor.

„Das war heute unglaublich. In den vielen Jahren, in denen ich jetzt Golf spiele, habe ich es noch nicht erlebt, dass es so viel und so dauerhaft während einer Runde regnet. Normalerweise wäre das Turnier wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgebrochen worden. Doch der Platz auf der Wendlohe war in einem so hervorragenden Zustand, dass er das viele Wasser geschluckt hat“, sagte Mazur. Der Stuttgarter, der als Handicap stärkster Spieler angetreten war, spielte auch am Sonntag konstant gut und brachte die Führung, die er nach fünf Löchern übernommen hatte, sicher ins Clubhaus. „Ich hatte mir natürlich Chancen ausgerechnet, auch wenn es klar war, dass es bei so vielen guten Konkurrenten und vor allem einem Martin Birkholz sehr schwer werden würde. Ich habe insgesamt sehr gut gespielt und letztlich einfach das glücklichere Ende auf meiner Seite gehabt. Ich freue mich sehr über den Titel.“

-cg-
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