Bild Information: Die besten Jungseniorinnen Europas (v.l.): Céline Manche, Maria Anetseder, Deborah Wehle (Foto: privat)

Gold, Silber und Bronze bei der Jungsenioren-EM

Jungsenioren 2021
 

Bei den Europameisterschaften der Mid-Amateure gibt es drei Medaillen für deutsche Spieler: Maria Anetseder holt im Stechen Gold. Deborah Wehle erreicht Silber. Der Frankfurter Stefan Wiedergrün holt bei den Herren Bronze.

Spannend war es bei den Europameisterschaften der Mid-Amateure bis zum letzten Schlag - und das sowohl bei den Damen als auch den Herren. Durchgängig sorgten Wind und Wetter für Turbulenzen. Am zweiten Turniertag musste das Turnier aufgrund eines Gewitters sogar für 90 Minuten unterbrochen werden. Und auch am Finaltag verzögerten starke Niederschläge das Spiel.

Unbeeindruckt von diesen Ablenkungen spielte Deborah Wehle (Hamburger GC Walddörfer) ihre Runden. Schon früh fand sie ihren Rhythmus und setzte sich an die Spitze des stark besetzten Damenfeldes. Beinahe hätte es für die Norddeutsche zu einem Start-Ziel-Sieg gereicht. Doch mit einer Abschlussrunde von 80 Schlägen und drei Schlagverlusten auf den letzten vier Bahnen ließ sie die Tür offen für eine konzentrierte Maria Anetseder (GC Valley).

Am Ende war es Wehle selbst, die sich an der letzten regulär zu spielenden Bahn noch in das Stechen zurückkämpfte, indem sie einen Putt über dreieinhalb Meter zum Par lochte. Am Ende der 54 Turnierbahnen lagen Deborah Wehle und Maria Anetseder mit 229 Schlägen (+13) gleich auf.

Anetseder ganz stark

Das Stechen selbst begann für die Walddörfer Spielerin mit einem Tiefpunkt: ihr Abschlag auf Bahn 18 - einem bergauf zu spielenden Par 3 - ging rechts raus in Richtung Driving Range. Anetseders Ball hingegen landete ein kurzes Stück hinter dem Grün. Nach einem Chip und zwei Putts konnte die Süddeutsche das Playoff mit Bogey gegen Doppelbogey für sich entscheiden. Für Debbie Wehle bleibt das Turnier trotz der dramatischen Schlussphase in guter Erinnerung:

„Das Turnier ist großartig gewesen und der Platz in einem sehr guten Zustand. Was das Turnier ausmacht, sind die Teilnehmer. Alle sind sehr sportlich, fair und genießen es, auf dem Golfplatz zu sein. Das Turnier war sehr anspruchsvoll - sowohl vom Platz her, als auch mit Blick auf die Konkurrenz. Dazu kam das Wetter: am Freitag hatten wir eine eineinhalbstündige Gewitterunterbrechung. Und am Samstag war es sehr stürmisch, was den Platz sehr tricky gemacht hat, da er wenig geschützt ist.“

Norddeutschland holt in dieser Europameisterschaft also Silber. Süddeutschland holt Gold. Danny Wilde, Coach des GC Valley und Trainer von Maria Anetseder ist glücklich über das Abschneiden seiner Spielerin: „Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg. Maria scheut diese großen Events normalerweise. Letztes Jahr hatte sie beispielsweise zum allerersten Mal eine Deutsche Meisterschaft mitgespielt. Sie ist eine echte Top-Spielerin, die schon vor Jahren locker auf der ein oder anderen Tour Geld verdient hätte. Ich bin begeistert.“

Den dritten Rang der Damenwertung nimmt die Belgierin Céline Manche mit. Sie beendete das Turnier mit 232 Schlägen (+16).

Wiedergrün macht es spannend

Im Wettbewerb der Herren war es der Schweizer Steven Rojas, der das Turnier gewann. Nach einer starken Auftaktrunde (68; -4) zeigte er am zweiten Turniertag Nerven (77; +5) und fiel auf den geteilten vierten Rang zurück. Seine Spitzenposition übernahm Stefan Wiedergrün (Frankfurter GC), der an den beiden ersten Turniertagen konstante Unter-Par-Runden (71; -1) unterschreiben konnte.

Am Finaltag stand Wiedergrün mit einer Führung von zwei Zählern am Abschlag. Mit ihm waren der Finne Joonas Hinkkanen und der bereits erwähnte Steven Rojas unterwegs. Es kam auch hier zu einem Wimpernschlag-Finale: auf den letzten drei Bahnen lagen die drei Spieler schlaggleich. Erst am 18. Grün stand die Entscheidung endlich an. Wiedergrün ließ seinen Abschlag zu kurz und spielte seinen Ball auf das untere Plateau des Grüns.

Sein anschließender Birdie-Putt war hingegen phänomenal gut und verfehlte das Loch nur um wenige Zentimeter. Doch Rojas ließ weder dem Frankfurter noch dem Finnen eine Chance und lochte zum Birdie ein. Der Schweizer gewinnt das Turnier mit insgesamt 218 Schlägen (+2). Den zweiten Platz nimmt Hinkkanen mit 219 Schlägen (+3) ein. Und Wiedergrün, der ein Stechen um den Sieg so knapp verfehlt hat, unterliegt nun auch noch dem schlaggleichen Finnen im Kartenstechen.

Zweite Plätze bei Ü40

Und doch: wenn man die Dramatik der Schlussphase überwunden hat, bleibt aus deutscher Sicht eine sehr positive Bilanz: nach zwei gewonnenen Vize-Titeln im Jahr 2020 ist die hier im Pula Golf Resort erkämpfte vollständige Medaillenpalette ein starker Erfolg. Und es gab noch weitere Achtungszeichen: in der neu eingeführten Wertung für Ü40-Spielerinnen holt Vorjahres-Vize Nina Birken (GC Hösel; 235; +19) den zweiten Platz, nachdem sie - auf Siegkurs liegend - an Bahn 18 ein ärgerliches Doppelbogey notieren musste. Platz eins ging dem entsprechend an Hélène Malvy (Frankreich; 218: +18). In der Ü40-Wertung der Herren holt Patrick Kosche (GC Bielefeld) den zweiten Platz mit 223 Schlägen (+7). Sieger dieser Wertung ist der Spanier Oscar Jubindo mit 220 Schlägen (+4).

Die Turnier-Ergebnisse

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