Bild Information: Ale Bekannte: Wie schon Durchgang 3 werden die Französinnen Lucie Malchirand und Pauline Roussin-Bouchard (v.l.) auch die Finalrunde des GTGA Invitational gemeinsam mit der Deutschen Alexandra Försterling (r.) bestreiten. Foto: GTGA

Moving Day: Alexandra Försterling übernimmt Führung in Stolpe

GTGA Invitational 2020
 

Zwei deutsche Damen haben am dritten Tag des GTGA Invitational 2020 presented by Allianz F200 für Furore gesorgt: Alexandra Försterling vom GLC Berlin-Wannsee spielte eine 68er-Runde und führt die Konkurrenz nun mit gesamt 12 unter Par und fünf Schlägen Vorsprung an. Paula Schulz-Hanßen gelang mit 67 Schlägen das beste Resultat des Tages und der Sprung auf Rang 4. Bei den Herren übernahm der Niederländer Kiet van der Weele den obersten Platz des Leaderboards. Frederik Schott teilt Rang 2.

Zwölf unter Par: Das ist das Maß der Dinge nach drei Runden der GTGA International 2020, bei der sich in dieser Woche Spitzen-Amateure aus ganz Europa mit dem Westplatz des Berliner Golfclub Stolper Heide messen. Als Par 72 ist der von Bernhard Langer designte Parcours ausgewiesen, und er erweist sich als fairer und zugleich anspruchsvoller Leistungstest nach dem internationalen Corona-Lockdown. „Es ist schön, dass wir einen solchen Vergleich haben, aber es wäre sehr wichtig zu sehen, wie die anderen Nationen so aufgestellt sind“, hatte Damen-Bundestrainer Stephan Morales vor vier Wochen im bayerischen Valley gesagt, als dort ein stark besetztes Amateur-Turnier mit aber vor allem nationaler Beteiligung das Ende der Corona-bedingten Zwangspause im Turniergolf eingeläutet hatte. Dieser Vergleich mit anderen Nationen ist nun in Stolpe möglich, wo wie in Valley spielstarke Damen und Herren am Start sind, aber eben aus vielen verschiedenen Nationen.

Und so wie es aussieht, müssen sich die deutschen Damen aktuell keineswegs verstecken. Von Beginn an hatte zum Beispiel die Berlinerin Alexandra Försterling ihren Namen weit oben auf dem Leaderboard platziert, wenngleich zunächst insbesondere die Französinnen das Feld dominierten und am ersten Tag eine Dreifach-Spitze stellten. Nach 54 Löchern hat sich das Bild gewandelt. Alexandra Försterling, Spielerin des National Team Germany, brachte bisher Runden von 70, 66 und 68 Schlägen ins Clubhaus, gesamt 12 unter Par. Damit hat die 20-Jährige vor der Finalrunde am Samstag komfortable fünf Schläge Vorsprung vor der Weltranglisten-Ersten Pauline Roussin-Bouchard aus Frankreich, die bis dato 67, 69 und 73 Schläge benötigte. Rang 3 hat deren Landsfrau Lucie Malchirand inne, die 67, 68 und 76 Schläge notierte, gesamt 5 unter Par, womit sie nach dem dritten Durchgang die Führung abgeben musste – auch wegen eines Triple-Bogeys an Loch 13.

„Ich bin extrem zufrieden damit, wie es im Moment läuft. Ich versuche, Tag für Tag zu nehmen, Schlag für Schlag. Der Platz mit seinen kurzen Par 5-Löchern liegt mir. Dort habe ich meine Chancen in den letzten Tagen gut nutzen können, und auch sonst ist es mir gelungen, mein Bestes zu geben und Spaß zu haben“, sagt Alexandra Försterling. Am Freitag lochte sie sechsmal zum Birdie und einmal sogar zum Eagle ein, an Bahn 13, einem 430 Meter langen Par 5.

High Noon vor den Toren von Berlin

Am Samstag schlägt die Berlinerin um exakt 12 Uhr an Tee 1 des Westplatzes des Berliner Golfclub Stolper Heide ab, und sicher ist, dass sich dann und dort die größte Zuschauermenge über den Platz bewegen wird – anders als in anderen Bundesländern sind beim Turnier in Stolpe Besucher erlaubt; der Platz liegt auf Brandenburger Flur, grenzt unmittelbar an Berlin. „Es ist schön, dass so viele Leute rauskommen und mit mir mitfiebern und mich anfeuern“, genießt Alexandra Försterling die Aufmerksamkeit. „Ein internationales Turnier in der Heimatstadt zu spielen, ist wirklich etwas ganz Besonderes.“

Besonders unter Druck setzt sie sich die Longhitterin deshalb aber nicht: „Klar: Ich habe jetzt fünf Schläge Vorsprung, aber ich werde morgen einfach Spaß haben auf dem Platz und mein Bestes geben, und wenn am Ende der Sieg dabei rauskommt, wäre es natürlich umso schöner. Ich versuche aber, es gelassen zu nehmen und freue mich einfach, noch eine Runde zu spielen.“

Noch eine Runde spielen darf unter anderem auch Paula Schulz-Hanßen, und auch sie hat am Samstag die Chance auf ein absolutes Spitzenresultat aus deutscher Sicht. Die Spielerin des GC St. Leon-Rot, Mitglied des Junior Team Germany, überzeugte im dritten Durchgang mit der Tages-Bestleistung von 67 Schlägen, bei der sie sieben Birdies bei nur zwei Bogeys notierte. Mit nun gesamt 4 unter Par (72, 73, 67) teilt die Deutsche Rang 4 mit der Dänin Smilla Tarning Sönderby (69, 70, 73) und kann auf einen Podestplatz hoffen. Insgesamt überstanden 25 Spielrinnen den Cut (+5), darunter zwölf deutsche Damen.

Frederik Schott teilt Platz 2

Zwölf unter Par, das ist auch bei den Herren der Maßstab nach dem dritten Durchgang. Nach Runden von 70, 68 und 66 Schlägen hat sich der Niederländer Kiet van der Weele mit diesem Zwischenresultat an die Spitze des Leaderboards gearbeitet. Er hat nach 54 Löchern allerdings nur einen Schlag Vorsprung vor drei Verfolgern: Frederik Schott vom Düsseldorfer GC, Frederik Kjettrup aus Dänemark und Jerry Ji, ein weiterer Niederländer, teilen Platz 2 mit 11 unter Par. Zweitbester Deutscher ist Leon Breimer vom GC Am Habsberg, der bisher Runden von 65, 74 und 68 Schlägen unterschrieb und damit den 6. Platz mit dem Dänen August Thor Höst teilt (72, 69, 66). Fünfter ist Nordin van Tilburg, ein weiterer Spieler aus den Niederlanden. Tiger Christensen vom Hamburger GC und Lokalmatador David Rauch, beide nach 36 Löchern noch Co-Leader, wurden am Moving Day auf die Plätze 23 beziehungsweise 28 durchgereicht.     

Frederik Schott überzeugte bisher mit Runden von 66, 69 und 70 Schlägen und hat nun beste Chancen, sich am Samstag den Titel des GTGA Invitational 2020 zu holen. Mit seinem exzellenten langen Spiel kann sich der Düsseldorfer auf dem Westplatz von Stolpe zahlreiche Birdiechancen erarbeiten; wenn dann noch der Putter heiß läuft, steht einem deutschen Doppelsieg bei dieser von PGA Golfprofessional Gregor Tilch ins Leben gerufenen Turnier-Premiere nichts mehr im Wege.

Ab 10:45 Uhr: Die Finalrunde LIVE auf SPORT 1

Insgesamt überstanden exakt 40 Spieler den Cut (-1), sie dürfen damit am Samstag zur Finalrunde antreten. Die erste Herren-Gruppe schlägt um 9 Uhr ab, die Führenden starten um 12:20 Uhr. Für die Damen geht es um 8:40 Uhr los, Alexandra Försterling und ihre Spielpartnerinnen aus Frankreich teen um 12:00 Uhr auf. SPORT1 ist ab 10:45 Uhr per Live-Stream dabei.

Offizielle Website des GTGA Invitational 2020 Ergebnisse Herren Ergebnisse Damen Zum LIVE-STREAM auf SPORT 1

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