Bild Information: Ondrej Lieser aus Tschechien übernimmt die Führung (Foto: DGV/stebl)

Führungswechsel in Neuburg

German Challenge
 

Am zweiten Tag wechselt bei der Big Green Egg German Challenge powered by VcG die Führung. Matthias Schmid kommt nach vier Birdies und vier Pars mit Even Par vom Platz und macht die Spitze für Ondrej Lieser frei. Der Tscheche liegt nach Runden mit 66 und 67 Schlägen vor dem Moving Day um einen Zähler vor drei Spielern, die alle acht unter Par liegen.

Neuburg/Donau – Auch der zweite Wettkampftag der Big Green Egg German Challenge powered by VcG konnte bei herrlichem Spätsommerwetter beendet werden. Die ursprünglich angekündigten Gewitter blieben bis in die Abendstunden aus.
Dadurch hatten alle 154 Spieler, die noch zur zweiten Runde angetreten waren, sehr faire und überaus gute Bedingungen.
Ob der Moving Day am Samstag auch so sonnig wird, ist aber mehr als fraglich. Dafür sind für den Finaltag am Sonntag die Aussichten wieder hervorragend.

65 tief

Am Vormittag des zweiten Tages gingen die Spieler raus, die in der Auftaktrunde am Nachmittag unterwegs waren.
Ganz stark präsentierte sich Craig Ross. Der Schotte brachte sieben Birdies unter und musste nur einen Bogey notieren. Mit seiner 65, sechs unter Par, zieht der 28-Jährige mit Matthias Schmid gleich und geht von Platz zwei in die dritte Runde.
Schmid selbst hatte auf seiner Frontnine vier Birdies untergebracht, ehe auf der Backnine der Putter zusehends kälter wurde. Mit nur einem Zähler Rückstand auf den neuen Leader bleibt die Ausgangslage für den Rest des Turniers aus deutscher Sicht aber weiter sehr gut.


Auch ein Österreicher steht auf T2. Lukas Nemecz, der aus Klagenfurt stammt und für den GC Murhof antritt, hat in den beiden Runden von Eagle bis Doppelbogey alles auf seine Karten gebracht, kam aber an beiden Tagen mit jeweils 67 (-4) Schlägen vom Platz.

Leader

Als Führender geht Ondrej Lieser in den Moving Day. Der Tscheche hat insgesamt schon elf Birdies bei nur zwei Bogeys notiert. 66 und 67 Schläge sorgen dafür, dass der 30-Jährige, der bisher schon zwei Turniere der Challenge Tour gewonnen hat, mit einem Gesamtscore von -9 an der Spitze liegt.
Hinter Matthias Schmid ist Max Schmitt auf Platz sechs der zweitbeste Deutsche. Der Athlet, der vom GC Rheinhessen kommt, verbesserte sich kräftig und hielt seine Scorekarte blitzsauber. Mit Schmitt im Flight war auch Matteo Manassero. Der Italiener, dem viele eine ganz große Zukunft zugetraut hatten, findet mehr und mehr zu seinem Spiel zurück und lieferte heute ebenfalls eine bogeyfreie 67 ab.


Max Schmitt war am Abend nach der Runde vom Platz des Wittelsbacher GC geradezu hingerissen, wobei es keine Liebe auf den ersten Blick war: „Dass der Platz mich noch so catched, hätte ich nach den Proberunden und dem Pro-Am nicht gedacht. Am Anfang war ich etwas skeptisch, aber jetzt muss ich ehrlich sagen, dass es ein echt sehr schöner Platz ist. Vor allem, weil man über jede Entscheidung nachdenken muss. Es ist immer irgendwas. Das ist atemberaubend. Du hast auf jedem Tee hier den Druck, den Ball auf die Bahn hauen zu müssen. Einzig auf Tee 12 kann man mal ein bisschen entspannen. Die Grüns sind so klein, dass man auch mit den Eisen sehr genau sein muss. Und wenn man die Grüns verfehlt, muss es auf der richtigen Seite sein. Es ist nicht gewöhnlich, in Deutschland einen Platz vorzufinden, der einem alles abfordert. Das hier ist ein super Golfplatz!“
Seinen Tag analysierte der Spieler des National Team Germany sachlich: „Es war heute ein sehr guter Tag und es hat richtig Spaß gemacht, hier zu spielen. Bogeyfrei diesen Platz zu spielen, das passiert nicht häufig. Ich habe den Ball heute noch besser ins Spiel gebracht und habe fast alle Fairways getroffen. Ich hatte viele gute Schläge vom Tee und in die Grüns. Im Vergleich zu gestern war ich in jedem Bereich des Spiels etwas schärfer. Aus schwierigen Situationen habe ich auch die Up-and-downs gemacht. Ich bin mit der Runde sehr zufrieden.“

Zweimal Helden von Hilversum auf Rang 16

Durch zwei sehr soliden Runden mit 69 und 70 Schlägen hat sich Jannik de Bruyn auf Rang 16 gespielt. Kurz vor Ende seiner zweiten Runde lag der Sportsoldat vom GC Hösel noch bei zwei unter für das Turnier, legte aber auf Grün 17 noch ein Birdie nach, um so zum zweiten Mal unter Par zu bleiben.
Ganz spät, bei schwindendem Tageslicht, sprang auch noch Nick Bachem auf den 16. Platz. Der Marienburger war mit einer 72 (+1) noch verhalten ins Turnier gestartet, legte nun aber eine starke 67 (-4) nach. Von seiner Frontnine war Bachem noch mit Even Par gekommen, knallte dann aber auf den Bahnen 1, 3, 7 und 9 noch Birdies auf den Platz.

Rottluff bunt unterwegs

Max Rottluff vom National Team Germany war mit einer 68 (-3) mehr als solide in das Turnier gestartet. Fünf Birdies und zwei Bogeys hatte der Hubbelrather, der seinen Lebensmittelpunkt inzwischen in den USA hat, in der ersten Runde auf der Karte.
Am zweiten Tag machte der 28-Jährige, der 2013 die German International Amateur Championship gewonnen hatte, seine Karte richtig bunt. Satte sechs Birdies reichten wegen drei Bogeys und zwei Doublebogeys, um mit einer 72 (+1) sehr souverän den Cut zu machen.
Vom Turnier ist Max Rottluff bisher sehr angetan: „Der Platz ist absolute Klasse, einer der tollsten Plätze in Deutschland. Hier zu spielen, ist ein super Test in allen Facetten des Spiels, allerdings auch sehr rewarding bei guten Schlägen. Ich freue mich sehr auf das Wochenende, besonders mit meiner kleinen Tochter unter den Zuschauern.“
Schlaggleich mit gesamt zwei unter Par stehen Philipp Mejow (GLC Berlin-Wannsee) und Philipp Katich vom GC St. Leon-Rot auf Rang 24. Der Youngster aus der Kurpfalz ist mit dieser starken Leistung einziger Amateur im Cut. Nach 15 Bahnen war die Karte von Katich mit drei Birdies noch sauber. Nach dem Bogey auf der 16. Bahn blieb es bei 69 (-2) Schlägen.

Rosenmüller verbessert

Mit einer deutlichen Leistungssteigerung hat sich Thomas Rosenmüller in den Cut gespielt. Zum Auftakt hatte der Münchener eine 73 (+2) notiert, lieferte am zweiten Tag aber eine starke 68 (-3) ab.
Der Schlüssel zum Erfolg waren die besseren Teeshots, denn durch mehr getroffene Fairways wird bei dem dichten Rough die weitere Spielweise massiv beeinflusst. „Das macht einen riesigen Unterschied, ob man aggressiv gehen kann oder doch eher vorsichtig spielen muss“, erklärt der Athlet des GC München Eichenried die Differenz an Schlägen.
„Mir gefällt alles auf dem Platz. Vom Tee ist es anspruchsvoll, man muss aufpassen, wenn man aggressiver spielt. Die Grüns sind schnell, klein und durch Bunker oder das dichte Rough gut verteidigt“, beschreibt Rosenmüller sehr angetan seine Eindrücke.

Der Cut

Selten gab es um die magische Linie, den Cut, eine derartige Massierung einer Nationalflagge. Schwarz-Rot-Gold taucht auf Rang 66 direkt unter der Linie nicht weniger als zehn Mal auf. Zehn Deutsche verpassen somit den Sprung in die Finalrunde um einen einzigen Schlag. Einige Spieler mussten die bittere Pille schlucken und die Erfahrung machen, dass selbst eine richtig gute Runde vor dem Cut nicht zwingend reicht, um ins Wochenende aufzusteigen.
Dennoch sind am Wochenende elf Deutsche weiter im Spiel.

Zwischenfazit des Bundestrainers

Bundestrainer Ulli Eckhardt hatte an den beiden ersten Tagen des Turniers sehr viel Licht gesehen, war aber darüber, dass zehn Deutsche so hauchdünn den Cut verpasst hatten, nicht glücklich: „Der erste Tag war für uns sehr, sehr gut. Fünf Deutsche in der Top Ten mit Matti nach seiner brillanten Leistung an der Spitze. Seine 63, acht unter Par, war auf diesem Golfplatz eine ganz ausgezeichnete Runde. Der Platz ist selektiv und anspruchsvoll. Am zweiten Tag lief es nicht ganz so herausragend. Ein bisschen schade ist es, dass wir zehn Deutsche haben, die den Cut um einen Schlag verpasst haben. Das ist wahrscheinlich ein neuer Rekord. Das ist einerseits sehr ärgerlich, zeigt aber auch, wie hoch das Niveau ist. Alle sind nah dran. Für viele war es auch das erste Mal, dass sie auf der Challenge Tour gespielt haben. Viele haben sich sehr wacker geschlagen. Timo Vahlenkamp hat bei seinem ersten Turnier den Cut gemacht. Jannik de Bruyn und Nick Bachem haben bei ihrem Debüt auf dieser Tour den Cut auf dem 16. Platz gemacht. Das ist sehr gut. Alle Neu-Profis haben sich sehr gut geschlagen. Matthias Schmid sowieso, liegt an zweiter Stelle und hat eine gute Chance, das Ding zu gewinnen. Ich bin mit den Tagen bisher sehr zufrieden, auch wenn ich mir natürlich gewünscht hätte, dass von den zehn Leuten unter der Linie wenigsten die Hälfte auch noch den Cut gemacht hätten. Wir haben bei diesem Turnier mit hohem Niveau auf einem tollen Platz aber elf Spieler im Cut. Ich freue mich auf das Wochenende und hoffe, dass wir einen heißen Titelkampf sehen werden.“

Hole-in-one

Matias Honkala hat kurz nach seinem Start in die zweite Runde den Schlag des Tages gemacht. Der Finne war auf Tee 10 gestartet und lochte auf Loch 11 mit dem ersten Schlag ein. Die Bahn spielte sich mit 173 Metern. Am Grün drohen auf drei Seiten Ausgrenzen, aber diese spielten für Honkala keine Rolle, denn er lochte mit einem Eisen 6 direkt ein. Es war sein erstes Hole-in-one. Nach neun gespielten Löchern lag Honkala bei vier unter Par, verbesserte sich später noch auf 66 (-5). Nachdem er zum Auftakt mit einer 73 (+2) vom Platz gekommen war, zeigte sich der 22-Jährige deutlich verbessert und springt auf den 16. Platz.

Livescoring So lief es an Tag 1

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