Bild Information: Das Junior Team Germany siegt erneut beim European Young Masters. (Foto: EGA/ Lindell Valokuvaajat)

Zwei Titel, drei Medaillen

European Young Masters
 

Beim European Young Masters im finnischen Vierumäki Golf Club gelingt dem deutschen Team die zweifache Titelverteidigung. Sowohl die Mädchenwertung als auch die Mannschaftswertung konnte das Junior Team Germany für sich entscheiden. In der Jungenwertung holte Tim Wiedemeyer Silber.

Von Anfang bis zum Ende durchregiert - so könnte man den souveränen deutschen Auftritt bei der U16-Europameisterschaft in Kürze beschreiben. Denn zu keinem Zeitpunkt hat die Mannschaft um Bundestrainer Sebastian Rühl Zweifel über die Ernsthaftigkeit ihrer Ambitionen aufkommen lassen. Nachdem die jungen Deutschen die beiden ersten Turniertagen mit 208 (-8) und 211 (-5) Schlägen absolvierten, legten sie an diesem entscheidenden Finaltag ein weiteres starkes Team-Ergebnis von 211 Schlägen (-5) hin.

Damit erspielt das Junior Team Germany nun bereits zum dritten Mal in Folge den Sieg in der Mannschaftswertung. Mit insgesamt 630 Zählern (-18) liegen die Deutschen am Ende sieben Schläge vor den zweitplatzierten Spaniern, die das Turnier mit 637 Zählern (-11) abschliessen. Die Bronzemedaille erkämpft sich das französische Team, das zwei Tage in Folge das niedrigste Teamergebnis abgeben konnte. Mit seinen 638 Schlägen (-10) verpasst Frankreich eine bessere Platzierung nur knapp.

Briem mit beeindruckender Finalrunde

Neben dem prestigeträchtigen Titel der Mannschaftswertung konnte die Junioren-Nationalmannschaft auch die Mädchenwertung erfolgreich verteidigen. Helen Briem (Stuttgarter GC Solitude) gelang an diesem Finaltag eine unfassbare 65er Runde (-7), die sie passender Weise mit Eagle begann und beendete. Ihre kumulierten 205 Schläge (-11) reichten, um die am ersten Turniertag erklommene Spitze zurückzuerobern.

Die führende Tschechin Denisa Vodickova konnte in der Finalrunde nicht ganz an die starken Leistungen der Vortage anknüpfen und muss neben Briem auch noch Savannah de Bock aus Belgien passieren lassen. Vodickova und de Bock beenden das Turnier zwar schlaggleich bei 207 Schlägen (-9). Aufgrund der besseren Finalrunde geht Silber allerdings an de Bock.

Philipa Gollan (Lübeck-Travemünder GK) beendet das Turnier mit 219 Schlägen (+3) in den Top Ten. Nach einer stabilen Front Nine musste die Norddeutsche auf den zweiten Neun ihrer Finalrunde ein paar Schlagverluste notieren und kam mit 76 Zählern (+4) vom Platz. Am Ende erreicht sie mit dem geteilten neunten Rang ein mehr als respektables Ergebnis.

Alle in den Top Ten

Wenn es einen Wermutstropfen gibt, dann ist dieser wohl in der Einzelwertung der Jungen zu finden. Nachdem Tim Wiedemeyer (Münchener GC) die Tabelle über zwei Turniertage anführte, musste er auf den Back Nine der Finalrunde empfindliche Rückschläge verdauen. Seinen sechs Schlagverlusten konnte der talentierte Süddeutsche nur ein Birdie entgegensetzen. Genug Chance für den starken Jorge Siyuan Hao (Spanien), um die Top-Platzierung zu übernehmen.

Am Ende steht Siyuan Hao mit einer doch recht deutlichen Führung auf dem Siegerpodest. Er holt Gold mit 207 Schlägen (-9). Wiedemeyer sichert sich und seinem Team Silber mit 212 Zählern (-4). Bronze geht an den Türken Can Gurdenli mit 213 Schlägen (-3). Einen erfolgreichen Tag konnte zudem Peer Wernicke (GC Hubbelrath) verzeichnen. Mit den Top Ten als Zielsetzung ist er gestartet. Am Ende schaffte es der Rheinländer sogar auf den geteilten vierten Rang. Mit einer starken Abschlussrunde von 70 Schlägen (-2) beendet er das Turnier bei 216 Schlägen (Even Par).

Nach den gewonnenen Mannschafts-Europameisterschaften der Jungen ist der Sieg hier in Finnland nun schon der zweite internationale Mannschafts-Titel des Junior Team Germany innerhalb von nur zwei Wochen. Bemerkenswert ist dabei die durchgängig hohe Leistungsdichte der Mannschaft: alle vier Athletinnen und Athleten haben das Turnier in den Top Ten abgeschlossen.

Nur ein Meilenstein auf dem Weg

Coach Sebastian Rühl resümiert: „Dreimal das European Young Masters gewonnen - das ist etwas, was uns alle sehr glücklich macht. Wir hatten diese Woche eine wahnsinnig gute Teamleistung. Wir haben alles rausgeholt, was ging. Jeder hat sein Ergebnis beigesteuert und das hat bei uns auch den Vibe ausgemacht. Es hätte nicht besser laufen können. Helens Sieg im Einzel ist zudem sensationell - und vor allem auch, wie sie es gewonnen hat.

Die drei Führenden waren alle gemeinsam am Abschlag der 18 bei minus neun Schlägen. Ein langes Par 5. Und dann schlägt Helen Holz drei und Eisen acht - und liegt damit Pin high auf dem Grün. Unerreichbar für die anderen. Das war wirklich ein absolutes „winning in style“. Für Tim war es heute schade. Er ist ein sensationeller Typ. Der Spanier hat einfach stark gespielt und bei Tim lief es im richtigen Moment nicht. Aber bei all den Leistungen, die Tim in dieser Saison schon gezeigt hat, kann es eben auch mal so sein.

Insgesamt sind hier aber alle vier gut gelaunt und hoch erhoben Hauptes. Und vor allem haben wir gesagt: dieses Ergebnis ist zwar ein Zeichen, dass jetzt gerade einiges richtig läuft. Aber es ist nichts, worauf wir uns ausruhen wollen oder werden. Für die Vier ist es ein wichtiges Zwischenziel in ihrer Karriere als Golfer - und von hier an geht es weiter.“

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