Bild Information: Jeremy (i.) und Yannik Paul einträchtig an der Spitze (Foto: privat)

Jeremy Paul siegt mit einer 61  

Golf Team Germany
 

Jeremy Paul setzt sich mit einer phantastischen Finalrunde in Arizona bei einem Turnier der Swing Thought Tour gegen seinen Bruder Yannik durch.  

Boulder City/USA – Eine halbe Autostunde vor den Toren von Las Vegas haben es die Paul-Zwillinge vom Bundesligisten GC Mannheim-Viernheim richtig krachen lassen.
Kurz nach seinem Sieg auf der Outlaw Tour stellte Yannik Paul beim ST18, einem Turnier der Swing Thought Tour, erneut unter Beweis, dass er gerade richtig gut drauf ist. Bei seinen beiden Runden mit jeweils 64 (-8) Schlägen hielt der Viernheimer seine Scorekarten jeweils blitzsauber und durfte sich am Ende über Rang zwei und mehr als 4.000 US-Dollar Preisgeld freuen.
Dass es nicht zum Sieg reichte, wird Yannik Paul gut verschmerzen können, denn Bruder Jeremy hatte auf der Finalrunde einen echten Lauf und durfte am Ende einen Fabelscore mit nur 61 (-11) Schlägen unterschreiben.

Platzrekord eingestellt

Dies war nicht nur gleichbedeutend mit der Einstellung des Platzrekords im Boulder City GC, sondern auch mit einem Happy End für Jere Paul.
Mit einer 66 (-6) hatte der Mannheimer das zweitägige Turnier solide begonnen, allerdings lagen Alejandro Tosti und Taylor Montgomery mit je 62 Schlägen noch deutlich in Führung.
Die 61 war am Finaltag aber die mit Abstand beste Runde des Feldes und so durfte Jeremy Paul am Ende jubeln. „Nachdem ich einige Schläge Rückstand vor der Finalrunde hatte, habe ich mir nur noch Außenseiter-Chancen auf den Sieg ausgerechnet. Die Scores war schon am ersten Tag so tief“, ging Jeremy Paul recht entspannt in den Finaltag.

Famoser Start in die Finalrunde

Der Start geriet dann aber mit Eagle-Birdie schon sehr vielversprechend. Nach der Frontnine stand der Score schon bei fünf unter Par. Zum Start der Backnine ging es mit zwei Birdies und einem Eagle noch kräftig runter.
„Bei neun unter Par nach zwölf Bahnen habe ich dann doch gedacht, dass vielleicht noch was geht“, beschrieb der Turniersieger nach seine Gefühlswelt, ohne dass er auf der Runde einen Blick auf das Leaderboard geworfen hatte.
„Ich habe einfach versucht, so viele Birdies wie möglich zu machen. Das es gereicht hat, noch zwei Birdies nachzulegen, war umso schöner, weil mein Bruder noch Zweiter geworden ist. Es ist immer eine coole Sache, wenn wir bei einem Turnier die Plätze eins und zwei belegen“, strahlte Jeremy Paul glücklich.

Gute Chancen

Der Platz bietet viele Chancen, weil die Par-5-Bahnen mit dem zweiten Schlag meist gut erreichbar sind. So erklären sich auch die insgesamt recht niedrigen Scores.
„Ich konnte die Chancen nutzen, die ich hatte. Ich habe meine Wedges gut an die Fahne gehauen und die Putts aus rund drei Metern Umkreis zum Loch fielen fast alle. Daher ist diese coole Finalrunde mit 11 herausgekommen", sagte Paul, der stolz sein durfte, in zwei Runden 17 unter Par rein gebracht zu haben und dafür mit mehr als 14.000 US-Dollar Preisgeld belohnt wurde.

Dritter Profi-Sieg

Jeremy Paul feierte seinen dritten Profi-Sieg und hat in zehn der letzten elf Turniere jeweils ein Top-Ten-Ergebnis eingefahren.
Nach Ende seines Studiums an der University of Colorado ist der 61-Schütze, der auch in den Kadern des Golf Team Germany gefördert wurde, seit 2017 Profi.
Die Paul-Zwillinge werden demnächst wieder auf der Swing Thought Tour aufteen und über Monday-Qualifier versuchen, in Turniere der Korn Ferry Tour zu rutschen.
„Selbst hier in den USA ist es relativ schwierig, zu planen. Wir haben jetzt immer nur die nächsten zwei bis drei Wochen im Blick, weil man nicht weiß, was stattfinden wird. Wir planen aber weiterhin, im Sommer die Mackenzie Tour zu spielen. Aber da gibt es noch keine Neuigkeiten, ob diese in diesem Jahr überhaupt stattfindet. Es gäbe aber auch noch weitere Optionen“, blicken Jeremy Paul und auch Bruder Yannik relativ entspannt in den weiteren Saisonverlauf.

Leaderboard

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