Bild Information: Paula Kirner mit Caddie in Augusta (Foto: privat)

Dauergrinsen inklusive

Golf Team Germany
 

Für Paula Schulz-Hanßen und Paula Kirner endet das Abenteuer Augusta schon vor der Finalrunde. Dennoch gibt es keine traurigen Gesichter.  

Augusta/USA – Dass eine Athletin beinahe euphorisch wird und das Dauergrinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht bekommt, obwohl sie den Cut verpasst hat, ist mehr als ungewöhnlich. Aber der Ort des Geschehens ist auch ein echter Sehnsuchtsort für die allermeisten Golfer der Welt.

Augusta – dieser Name klingt wie Donnerhall und ist Mythos pur, wie kaum ein anderer Ort auf der Weltkarte des Golfsports.
Paula Kirner hatte in den beiden ersten Zählspielrunden des Augusta National Women´s Amateur nicht tief spielen können. Immerhin gab es am Ende der zweiten Runde mit drei Birdies auf Champions Retreat einen versöhnlichen Abschluss, ehe es für die Athletinnen zur Trainingsrunde auf Augusta National ging. „Auf der zweiten Runde drei unter auf den letzten vier Bahnen zu spielen, war eine ziemlich geile Erfahrung und hat ein gutes Gefühl gegeben, auf das 18. Grün zu kommen“, war die Spielerin des Frankfurter GC mit ihrem Finish sehr zufrieden.
Nur die besten 30 des erlesenen Teilnehmerfeldes waren für die Finalrunde zugelassen, aber alle durften am Tag vor der Finalrunde den Platz spielen, auf dem in einer Woche die Weltstars der Herren den Masters Champion 2021 ausspielen werden.
Paula Kirner, die als Teilnehmerin der Youth Olympics schon ganz großes Turniergeschehen kennenlernen konnte, war nach Runden mit 79 und 76 Schlägen bei gesamt elf über Par am Cut gescheitert, genoß die Runde auf Augusta National und auch die Side-Events des Turniers in vollen Zügen, Dauergrinsen inklusive.
„Das Turnier war von vorne bis hinten perfekt durchgeplant. Meine beiden Runden auf Champions Retreat waren vom Score nicht so gut, aber für meine langfristige Entwicklung war es nicht schlecht, denn ich habe in den letzten Wochen vor allem an meiner Up-and-down-Quote gearbeitet. Die war hier höher, was mich sehr gefreut hat, denn um die Grüns herum sind oft schwere Aufgaben zu lösen. Und dann Augusta National zu spielen, war bombastisch. Ich habe das Lachen gar nicht mehr aus dem Gesicht heraus bekommen. Unfassbar, so ein krasses Gefühl! Ich konnte an nichts anderes mehr denken, als an die vielen Situationen, die ich beim Masters im Fernsehen gesehen habe und wo ich immer gedacht habe, „loch den Putt doch, das sieht doch nicht so schwer aus.“ Was ich dann hier gesehen habe, gibt mit ein viel besseres Gefühl, einen besseren Bezug zu diesem Platz“, spricht die Spielerin des National Team Germany aus, was die allermeisten Golfer der Welt niemals selbst erfahren werden.

Caddie zur Seite

Den Athletinnen stand über die ganze Zeit jeweils ein Caddie zur Seite. „Mein Caddie war sehr cool, hat mich eingewiesen und viele Storys erzählt. Alles in allem war das hier in Augusta eine mega krasse Erfahrung, die ich nie mehr in meinem Leben verlieren werde. Darüber freue ich mich. Jetzt heißt es, weiter zu arbeiten und weiter zu trainieren“, hofft Paula Kirner auf einen Schub in ihrer sportlichen Entwicklung.
Die Athletinnen hatten auch abseits der Plätze noch sehr exklusive Einblicke. Das Champions Dinner und auch der Abend im Berckman´s Place waren sehr beeindruckend, zumal der Personenkreis, der in diese Einrichtung von Augusta National Zutritt hat, sehr klein ist. „Es war unbeschreiblich“, strahlte die 19-jähirge College-Studentin, bevor sie auf den Platz von Augusta National raus ging, um bei der Finalrunde zuzuschauen.

PSH zurück im Turniergolf

Auch Paula Schulz-Hanßen war trotz verpassten Cuts anzumerken, wie beeindruckt sie war. Die Europameisterin vom GC St. Leon-Rot hatte Runden mit 78 und 75 Schlägen gespielt. In der Auftaktrunde fehlten die Birdies auf der Scorekarte, am zweiten Tag brachte PSH dafür drei Birdies unter, kassierte aber auch vier Bogeys und einen Doppelbogey.
„Das Turnier ist vom Ergebnis her nicht optimal ausgegangen, trotzdem nehme ich aus dieser Woche sehr viel mit! Nach so vielen Monaten mal wieder ein Turnier zu spielen, war sehr wichtig und schön. Vor allem in meinem Spiel ist es noch ein großer Unterschied zwischen Training und Turnier. Auf einem solchen Platz zu spielen, hat mir gezeigt, in welchen Bereichen ich noch arbeiten muss. Allgemein hat es sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich jetzt auf die Saison“, hielt sich auch bei der ehrgeizigen Athletin aus der Kurpfalz die Enttäuschung über das Aus vor der Finalrunde in Grenzen. Dafür war die 17-Jährige voller Demut über die Ehre, auf dem Platz des Masters zu spielen: „Augusta National war absolut überwältigend. Ich habe jeden Schlag und jeden Schritt sehr genossen und bin unfassbar dankbar, die Möglichkeit bekommen zu haben, dort zu spielen.“

Leaderboard Vor dem Start

Anhänge

Anzeige
Anzeige
Tiger Woods (Photo by Newsday LLC / GettyImages) Tiger Woods (Photo by Newsday LLC / GettyImages)

Masters

Historischer Zuschauerschwund

Das 85. Masters erlebt ohne Tiger Woods einen historischen Absturz der TV-Zus...

weiterlesen
Sandra Gal (Photo by Donald Miralle/Getty Images) Sandra Gal (Photo by Donald Miralle/Getty Images)

Menschen

Gal nimmt weitere Auszeit

Nach einigen Auftritten auf der LPGA Tour legt Sandra Gal erneut eine Pause v...

weiterlesen
Sieg im Teamevent: Max Rottluff (re.) vom GC Hubbelrath (Foto: Pressgolf) Sieg im Teamevent: Max Rottluff (re.) vom GC Hubbelrath (Foto: Pressgolf)

Schwarz-Rot-Gold on Tour

Zwei Siege in den USA

Max Rottluff sichert sich bei einem erstmals ausgetragenen Team-Event ein bea...

weiterlesen
Hideki Matsuyama (Photo by Kevin C. Cox/Getty Images) Hideki Matsuyama (Photo by Kevin C. Cox/Getty Images)

Masters

Matsuyama setzt sich ab

Den Moving Day des Masters Tournament kann der Japaner Hideki Matsuyama perfe...

weiterlesen