Bild Information: Starker Start: Paula Schulz-Hanßen. (Foto: DGV/stebl)

Nebel in Ljubljana

EM Damen
 

Der erste Wettkampftag der Europameisterschaft der Damen ist lange Zeit von dichtem Nebel beherrscht. Trotzdem werden tiefe Scores in die Wertung gebracht. Auch die Deutschen haben einen guten Start.

Ljubljana/Slowenien – Halbstündig kamen am Morgen die Ankündigungen der Spielleitung und immer wieder lautete die Nachricht: Wegen Nebels noch eine halbe Stunde Verzögerung.
So kam es, dass erst um 11.30 Uhr die ersten Spielerinnen auf den Platz gingen und als um 18.50 Uhr wegen Dunkelheit das Spiel unterbrochen wurden, waren noch 30 der 87 Athletinnen auf dem Platz.
Wenn nicht wieder Nebel den Start verzögert, werden diese 30 Spielerinnen am zweiten Tag ab 8.15 Uhr ihre erste Runde beenden und anschließend direkt die zweite Runde spielen.
Am besten mit diesen schweren Grundbedingungen kam Emma Spitz zurecht. Die Österreicherin zeigte mit acht Birdies, was auf dem Platz des CUBO Golf möglich ist. Mit einem Bogey kam die einzige Österreicherin im Feld auf 64 (-7) Schläge.

PSH konzentriert

Mit einem Eagle, vier Birdies und nur einem Bogey ist auch Paula Schulz-Hanßen ganz stark gestartet. Die Spielerin, die vor wenigen Tagen die Goldmedaille der Team-EM der Mädchen gewonnen hatte, steht damit im noch nicht ganz vollständigen Klassement von Runde eins auf Rang drei.
„Ich bin sieben mal aus dem Clubhaus rausgegangen, um mich einzuspielen, um danach wieder reinzugehen, weil nochmal 30 Minuten Verzögerung dazu kamen. Trotzdem bin ich konzentriert geblieben und habe einfach angenommen, was kam“, berichtete die Athletin des GC St. Leon-Rot von diesem ungewöhnlichen Tag.

Geschichtsträchtig

Mit zwei Birdies zum Start und drei Birdies in Serie auf der Backnine hat sich auch Sophie Witt einen guten Auftakt in die EM geschenkt. Auch die Hubbelratherin kommt mit dem frischen Selbstvertrauen aus der Slowakei nach Slowenien, den Titel bei der Team-EM der Mädchen gewonnen zu haben. Wie schon in Hruba Borsa, so nun auch in Ljubljana konnte sich die 17-Jährige voll auf ihre famoses langes Spiel verlassen. Die Drives und Eisen ins Grün waren auf ganz hohem Niveau und sehr sicher. Da dazu auch noch einige Putts fielen, geht Sophie Witt nach einer 67 (-4) von T5 in den zweiten Tag.
„Die Bedingungen waren nach der langen Nebenverzögerung sehr gut. Der Platz ist in einem guten Zustand. Die Sonne hat geschienen und es war angenehm warm. Der Platz ist wunderschön und an manchen Stellen tricky. Man kann an vielen Löchern Birdies spielen, muss aber aufpassen, dass an anderen Löchern kein Bogey rauskommt“, sieht Sophie Witt Chancen und Risiken auf dem Platz, auf dem Sophia Popov 2014 ihr letztes Turnier als Amateurin gespielt hatte, bevor sie ins Profilager wechselte. In diesem Jahr hat Popov ihr erstes Major gewonnen.
2012 hatte es in diesem Club, der damals noch Golf & Country Club Ljubljana hieß, ein einzigartiges Ergebnis gegeben. Fünf Deutsche standen in der Top Ten der EM, aber keine durfte eine Medaille mit nach Hause nehmen. Auf den Plätze vier bis sechs standen Karolin Lampert, Ann-Kathrin Lindner und Nina Holleder. Das seinerzeit großartige Abschneiden des deutschen Teams komplettierten Sophia Popov auf Platz acht und Quirine Eijkenboom auf Platz zehn. Bundestrainer war damals Marcus Neumann, der heutige Vorstand Sport im DGV.

Solider Start für Krauter

Aline Krauter hat in diesem Jahr den größten Titel, den es im Welt-Damen-Golf der Amateure zu gewinnen gibt, schon gewonnen. The Womens Amateur Championship ist für die Spielerin des Stuttgarter GC Solitude ein Türöffner für   die ganz große Bühne. In Ljubljana zeigte die Spielerin des National Team Germany eine solide Leistung und beendete ihre Auftaktrunde in diese Europameisterschaft nach fünf Birdies und drei Bogeys mit 69 (-2) Schlägen auf dem 17. Rang.
Einen Schlag mehr in der Wertung hat Chiara Horder vom GC München Valley. Die dritte Spielerin der Siegermannschaft von Hruba Borsa, die direkt aus der Slowakei weiter nach Slowenien gereist ist, geht nach drei von zwei Bogeys eingerahmten Birdies von Platz 25 in den zweiten Wettkampftag.

Einige Medaillen

In der Geschichte der Europameisterschaft der Damen gab es einige Erfolge deutscher Athletinnen. Bei der Premiere 1986 holte sich Martina Koch die Goldmedaille. Diesen Triumph wiederholte Koch 1990 im Zumikon GC. Weitere vier Jahre Später gewann Martina Fischer den Titel.
2001 standen sogar zwei Deutsche auf dem Siegertreppchen. Ganz oben Martina Eberl und auf Rang drei landete Pia Odefey.
Ebenfalls Bronze sicherte sich 2006 in Hamburg Falkenstein Stephanie Kirchmayr.
2010 hatte Sophie Popov ihren großen Auftritt in Tschechien, als sie als bislang letzte Deutsche Gold gewann. 2018 sicherte sich Esther Henseleit die Silbermedaille.
Neben den Namen der deutschen Medaillengewinner gibt es in der Siegerliste noch etliche Athletinnen, die später auf den Touren Golfgeschichte geschrieben haben, darunter Carolta Ciganda, Caroline Hedwall, Belen Mozo, Anna Nordqvist, Suzann Pettersen, Karine Icher und Helen Alfredsson.

 

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