Bild Information: Aline Krauter vom Stuttgarter GC holt den Pokal (Foto: R&A)

Krauter gewinnt The Women´s Amateur Championship

Golf Team Germany
 

Das deutsche Damengolf ist aktuell weltweit im Blickpunkt. Nach dem faszinierenden Sieg von Sophia Popov vor einer Woche holt sich Aline Krauter bei der 117. The Women´s Amateur Championship in beeindruckender Art und Weise den Titel.

Liverpool/England – 2018 war es Leonie Harm, die als erste Deutsche den größten Titel gewinnen konnte, den es im Welt-Amateurdamengolf zu gewinnen gibt: The Women´s Amateur Championhsip.
Nur zwei Jahre später folgt nun Aline Krauter und wird ab jetzt mit diesem so prestigeträchtigen Titel immer in Verbindung gebracht werden. Auf den britischen Inseln wird die Spielerin des Stuttgarter GC Solitude zukünftig immer im Blickpunkt stehen, wo auch immer sie antreten wird.

Halbfinale

Im Halbfinale hatte Aline Krauter keine Geringere als die Titelverteidigerin ausgeschaltet. Emily Toys zeigte auch in diesem Jahr, dass sie im Matchplay zu  den Großen zählt. Am Morgen des Finaltags musste sie nur ein einziges Bogey notieren, so dass Aline Krauter schon sehr viele Birdies unterbringen musste, um das eine oder andere Bogey nicht nur wieder auszugleichen, sondern auch eine Führung zu kreieren. Auf den ersten sechs Bahnen gelang der Stuttgarterin dies hervorragend. Das Bogey zum Auftakt konnte durch drei Birdies mehr als kompensiert werden und so führte nach einem Drittel der Runde die Deutsche mit 2auf.
Die Engländerin kam aber schnell zurück und so ging es all square auf die Backnine.
Die beiden Birdies auf den Löchern 15 und 16 brachte die Entscheidung, so dass die Spielerin des National Team Germany völlig verdient am Ende mit 2&1 den Einzug ins Finale feiern durfte.

Finale

Im Finale traf Aline Krauter auf Annabell Fuller, die in ihrem Halbfinale Emilie Paltrinieri aus Italien nach einer fehlerfreien Leistung glatt mit 5&4 ausgeschaltet hatte. Die Engländerin hat in diesem Jahr schon sehr überzeugende Ergebnisse abgeliefert, zuletzt mit dem Sieg bei der English Women's Open Amateur Stroke Play Championship und dem zweiten Platz bei der Swiss International Ladies Championship.
Entsprechend selbstbewusst ging die Engländerin ins Match, traf aber auf eine Athletin, die sich ihrer eigenen Stärke sehr bewusst ist und auch noch durch die Sieg von Sophia Popov vor einer Woche beflügelt wurde.
Dennoch erwischte Fuller den besseren Start und lag nach vier Bahnen schon 3auf. Dann aber zündete die Stanford-Studentin aus dem Schwabenland den Turbo und knallte mit zwei Birdies in Folge ein Statement auf den Platz. Mit ihrem dritten Birdie ging Aline Krauter schon auf der Frontnine erstmals in Führung und baute diese nach Loch 12 auf 3auf aus.
3auf, dormi, hieß es auch noch, als nur noch drei Bahnen zu gehen waren. Aber noch war Annabell Fuller nicht bezwungen, denn die Britin holte sich die Bahnen 16 und 17, so dass plötzlich ein Stechen in Reichweite kam. Auf der finalen Bahn der regulären 18 Löcher behielt die 20-Jährige vom Stuttgarter GC aber die Nerven und brachte mit einem sicheren Par den Titel nach Hause.

Überwältigt

Die Siegerin war nach dem größten Erfolg ihrer bisherigen Karriere völlig überwältigt: „Dieser Titel bedeutet mir so viel, ich kann es noch gar nicht fassen! Ich freue mich, so ein großes Turnier mit dieser langen Geschichte gewonnen zu haben. Ganz besonders freue ich mich auf die Startberechtigungen, die ich mit diesem Sieg bekomme.“
Als Siegerin dieses Turniers darf Aline Krauter im nächsten Jahr bei den Women´s Open, der Evian Championship und der Augusta National Women's Amateur Championship antreten und kann dort besonders wertvolle Erfahrungen sammeln, um vielleicht eines Tages einer Sophia Popov nachzufolgen und auch ein Major zu gewinnen.

Festtage gehen weiter

Damen-Bundestrainer Stephan Morales bekommt das Dauergrinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. „Die Festtage gehen weiter! Der Sieg von Aline Krauter ist echt ein Ding. Und dass so kurz nach dem großen Triumph von Sophia Popov. Einfach nur großartig! Aline war sicher nicht als Favoritin ins Turnier gestartet, aber sie hat viel Erfahrung gesammelt und hat sich strategisch verbessert. Wenn sie einen Platz verstanden hat, wird es schwer, sie zu schlagen, denn Aline ist vom Tee richtig lang und spielt absolut furchtlos. Die zieht einfach immer durch und das ist beeindruckend. Ich denke, dass wir derzeit im Momentum der Sogwirkung des Major-Sieges von Sophia Popov sind. Das war eine Nachricht an alle im Team: „Wir können alle Turniere der Welt gewinnen!“ Damit wurden Grenzen eingerissen und es passieren jetzt Dinge im Kopf, die den Glauben bestärken, nach den Sternen greifen zu können. Das hat letztes Jahr schon mit diesen viele großartigen Ergebnissen auf der LET angefangen und reicht bis zum heutigen Doppelsieg der deutschen Mädchen bei den European Young Masters. Man sieht, was andere erreichen und es setzt sich fest, dass die Athletinnen Teil eines starken Teams, einer starken Nation im Damengolf sind“, sieht der Bundestrainer gute Chancen, dass weitere Erfolge in den kommenden Jahren folgen werden.

Neumann stolz

Marcus Neumann, Vorstand Sport im DGV, hatte einen unruhigen Tag verbracht und ständig das Livescoring verfolgt. Die Spannung aus Liverpool schwappte mit einer Woge des Erfolges bis nach Deutschland und sorgte für Euphorie. Vor einer Woche der Sieg von Sophia Popov und nun dieser große Titel für Aline Krauter, ließen den ehemaligen Damen-Bundestrainer schwelgen: „Unglaublich, wie spannend das wieder war. Dieser Sieg von Aline Krauter ist phänomenal. Die Sogwirkung des Major-Titels von Sophia Popov ist derzeit überall im Team spürbar und wird uns weiter Ansporn sein, alles zu tun, um Kinder und Jugendliche für den Golfsport zu begeistern. Im Vergleich zu anderen Nationen wird aus relativ wenigen jungen Golfern sehr viel an Klasse auf die Plätze der Welt gebracht. Bei uns läuft in der Jugendförderung auf allen Ebenen, vom Club über die Landesverbände bis hin zum Golf Team Germany offenbar sehr vieles sehr richtig. Mit diesen Erfolgen sollten wir versuchen, die Anstrengungen in der Jugendförderung noch zu erhöhen, denn es macht riesig viel Spaß, die Früchte der Arbeit zu ernten und zu sehen, wie unsere Athleten sich behaupten und weltweit für Aufsehen sorgen. Ich bin unendlich stolz auf das Golf Team Germany!“

 

Livescoring Matchplay So lief Tag 4

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