Bild Information: 67! Sophie Witt übernimmt die Führung (Foto: DGV/stebl)

Viele Premieren für Witt

SLR Academy Invitational
 

Sophie Witt vom GC Hubbelrath spielt ihre bislang beste Runde überhaupt und übernimmt damit die Führung in der Damen-Konkurrenz des SLR Academy Invitational. Petr Hruby, 19-jähriger Tscheche, der seit diesem Jahr unter der Fahne des GC St. Leon-Rot antritt, stellt am zweiten Tag des Turniers bei strahlendem Sonnenschein den Platzrekord auf „Rot“ ein.

St. Leon-Rot  – Was für ein famoser Tag, nicht nur für Sophie Witt und Petr Hruby! Der junge Tscheche, der vor wenigen Tagen im Berliner GC Stolper Heide noch um einen Schlag am Cut gescheitert war, zeigte am zweiten Tag in St. Leon-Rot, was in ihm steckt.
Der aus Pilsen stammende Athlet, der im Greensgate GC aufgewachsen ist, knallte nicht weniger als acht Birdies auf den 6.587 Meter langen Par 72 Course. Ein Bogey auf Bahn 15 verhinderte, dass der neue Spieler des Bundesligisten einen neuen Platzrekord aufstellte. So musste sich Petr Hruby damit zufrieden geben, ab jetzt in der Hall of fame seines neuen Heimatclubs in einem Atemzug mit Nick Price und Florian Fritsch genannt zu werden. Price hatte die 65 bei der Deutsche Bank SAP Open 1999 gespielt, Florian Fritsch gelang dieses grandiose Ergebnis 2009 an einem Men´s Day.

Hier geht es zur Galerie mit Luftbilder aller Bahnen des Platzes „Rot“

Zufall ist dieser tiefe Score keineswegs, denn Hruby hatte bei früheren Turnieren auch schon Scorekarten mit 63 und 64 Schlägen eingereicht.
„Ich bin froh, hier mitspielen zu können. Es ist ein Vorteil für mich, den Platz gut zu kennen. Wegen des Corona-Virus sind bisher noch nicht viele Turniere gespielt worden. Hier ist ein gutes Feld beisammen, das Setup des Turniers ist großartig und alles ist hier hervorragend organisiert“, strahlte Petr Hruby unmittelbar, nachdem er seine Scorekarte abgegeben hatte. Mit 70 und 65 Schlägen geht Petr Hruby bei einem Gesamtscore von -9 als Leader in den Finaltag.

Knapper Vorsprung

In die Finalrunde am Donnerstag wird Petr Hruby mit zwei Zählern Vorsprung starten. Erster Verfolger ist Cedric Gugler. Der Schweizer war ebenfalls mit einer 70 gestartet und brachte am zweiten Tag eine starke 67 (-5) nach Hause. Ein Eagle auf Bahn 16 half kräftig dabei, den Score so weit zu drücken.


Platz drei teilen sich zwei Spieler, die gleichauf drei Schläge Rückstand auf den Leader haben. Nicola Gerhardsen aus der Schweiz steigerte sich nach einer 71 auf nun 67 Schläge, während Nicklas Blyth bei seinem Heimspiel konstant gut unterwegs ist und an beiden Tagen eine 69 (-3) in den Büchern hatte.
An beiden Tagen gelangen Blyth jeweils vier Birdies und nur ein Bogey fand den Weg auf die Scorekarte des Kurpfälzers.

Der Tag der Premieren

Die Damen gingen in der brütenden Mittagshitze in ihre zweite Runde. Dies machte den Athletinnen aber nur wenig zu schaffen, denn es kamen etliche famose Scores in die Wertung. Allen voran: Sophie Witt! Die 17-Jährige aus dem Junior Team Germany lieferte eine absolut fehlerfreie Leistung ab und beschenkte sich selbst nicht nur mit dem für sie bislang niedrigsten Score überhaupt. Es war auch die erste Turnierrunde ohne Bogey und als Folge ihrer beiden guten Runden mit 70 und 67 Schlägen liegt die Hubbelratherin mit gesamt -11 alleine in Führung. Somit schlägt Sophie Witt zum ersten Mal als Leaderin am Finaltag ab.

Vier Birdies in Serie

Nachdem es zuvor schon gut lief, kam es für die Rheinländerin zu einem großen Schlussspurt. Auf den Bahnen 14 bis 17 gelangen Witt vier Birdies in Serie und nach einem guten Schlag ins 18. Grün bestand sogar noch die Chance, mit einem weiteren Birdie den Platzrekord einzustellen. Der Putt fiel zwar nicht, aber dies tat der Freunde keinen Abbruch.

„Ich habe heute ganz glatt gespielt und praktisch immer das Fairway getroffen.    Momentan kann ich noch gar nicht fassen, was hier heute passiert ist. Ich werde aber gut schlafen, denn wir sind nun schon seit 13 Tagen unterwegs und ich bin ziemlich fertig. Da St. Leon-Rot der Bundesstützpunkt ist und wir hier viele Lehrgänge haben, ist es fast wie mein Heimatplatz. Ich kenne hier jeden Baum und jeden Busch. Meine Mutter wird morgen dabei sein und ich werde versuchen, zu gewinnen“, war Sophie Witt nach der Runde sichtlich geschafft, strahlte aber dennoch sehr viel Zuversicht aus.

Gedränge an der Spitze

Die 67 (-7) war die tiefste Runde des Tages, aber es gab noch etliche weitere, gute Scores und so geht Sophie Witt lediglich mit einen hauchdünnen Vorsprung in die Finalrunde. Einen Schlag mehr im Zwischenklassement hat Jana Melichova. Die Tschechin brachte ihre zweite 69 (-5) ins Clubhaus und geht mit gesamt -10 in den finalen Akt dieses großen Turniers.
Einen weiteren Zähler mehr in der Wertung hat Christin Eisenbeiß, die ihre Führung vom Vortag erst auf der Backnine ihrer zweiten Runde verspielte. Zunächst lief es für die Hanseatin prächtig. Zwei Birdies zum Auftakt und nach der Frontnine einen Zwischenstand von -4 ließen die 19-Jährige, die im GC Escheburg mit dem Golfspiel begonnen hatte, auf dem Leaderboard weiter ganz oben stehen. Mit drei Bogeys auf der Backnine fiel Christin Eisenbeiß etwas zurück, aber im Stile einer Großen behielt das Nordlicht die Nerven und verbesserte sich mit einem Birdie auf dem 18. Grün auf 71 (-3) Schläge. Dies reichte, um im Klassement vor der Finalrunde auf Platz drei zu stehen.

Beachtlich

Luisa Vogt, die sich nach der ersten Runde die Führung mit Christin Eisenbeiß geteilt hatte, spielte solide und kam mit einer 72 (-2) ins Clubhaus. Damit hat die Hubbelratherin mit gesamt -8 nur einen Zähler Rückstand auf das Führungstrio.
Einen guten Tag erwischte Franca Siebeneck vom GC Brückhausen. Die Westfälin machte ihre Scorekarte bunt und durfte sogar einen Eagle notieren. Am Ende stand eine ganz starke 69 (-5).
Noch einen Schlag weniger brauchte Lucie Malchirand. Die Französin, immerhin Nummer 13 im World Amateur Golf Ranking, kletterte damit bis auf Platz fünf und pirscht sich an die Spitze heran.

Startzeiten der Finalrunde

Der Leaderflight der Herren mit dem Tschechen Petr Hruby sowie den beiden Eidgenossen Cedric Gugler und Nicola Gerhardsen startet am Donnerstag um 14.10 Uhr von Tee 1 auf Kurs „Rot“.
Zeitgleich starten auf Tee 10 die führenden Damen. Mit Sophie Witt gehen Jana  Melichova und Christin Eisenbeiß auf die Finalrunde.
Da es keinen Cut gibt, wird bereits ab 7.30 Uhr auf dem Platz Rot gespielt. Die zweite Startgruppe, in der die Athleten starten, die die besseren Ergebnisse gespielt haben, wird ab 12.30 Uhr rausgehen.

Livescoring Herren Livescoring Damen So lief es an Tag 1

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