Bild Information: Ohne Bogey zur 66: Luisa Vogt (Foto: DGV/stebl)

Ein bisschen Normalität

SLR Academy Invitational
 

Der GC St. Leon-Rot ist Gastgeber des SLR Academy Invitational. Mit diesem international stark besetzten Turnier soll den Athleten ein kleines Stück Normalität geboten werden.

St. Leon-Rot  – Unmittelbar nachdem die strikten Corona-Verbote gelockert worden waren, gab es drei große Clubs, die für deutsche und internationale Gäste einen Vergleich unter echten Wettkampfbedingungen ermöglichen wollten. Den Auftakt machte der GC München Valley, gefolgt von dem medial sehr stark beachteten Turnier im Berliner GC Stolper Heide und nun, unmittelbar im Anschluss das SLR Academy Invitational.
Natürlich lassen sich nicht alle Einschränkungen zur Seite schieben. So hat der gastgebende GC St. Leon-Rot schweren Herzens auf die sonst übliche Players Night verzichtet und die Gäste aus sieben Nationen lediglich in einer kurzen, aber nicht minder herzlichen Begrüßung in der Abendsonne vor dem Leaderboard willkommen geheißen.
Sportlich lief der erste Wettkampftag auf dem erwartet hohen Niveau. Das Sommerwetter blieb gnädig und so kühlte ein teils frischer und böiger Wind die Hitze etwas herunter.

Hier geht es zur Galerie mit Luftbilder aller Bahnen des Platzes „Rot“

Die Damen hatten am ersten Wettkampftag die frühen Startzeiten. Ab 8.00 Uhr ging es von Tee 1 und Tee 10 auf die Runde. Am Abend stehen zwei Namen an der Spitze des Leaderboards und beide Athletinnen haben phantastisch gespielt.
Ihre erste Wettkampfrunde ohne ein einziges Bogey brachte Luisa Vogt nach Hause. Die Spielerin des GC Hubbelrath war solide mit vier Bahnen in Even Par gestartet, zündete dann aber den Turbo. Noch auf ihrer Frontnine, der eigentlichen Backnine des Platzes, brachte Vogt vier Birdies unter, davon drei in Serie.
Die Scorekarte der Co-Leaderin bleib weiterhin blitzsauber und mit zwei weiteren Birdies drückte Luisa Vogt ihren Score noch auf 68 (-6) Schläge.


Beeindruckend war die Sicherheit, mit der das Talent aus NRW das lange Spiel meisterte. Der Lohn waren 18 Grüntreffer, davon zwei unter Regulation. Da auch der Putter seinen Dienst treu versah, fielen einige Bälle.

66 mit zwei Bogeys

Satte acht Birdies durfte Christin Eisenbeiß notieren. Das Nordlicht vom Hamburger GC war von Tee 1 gestartet und kreuzte nach einer blitzsauberen Frontnine ebenfalls mit -4 auf die zweiten neun Bahnen. Nach Birdies auf den Bahnen 11, 14 und 15 stand die Falkensteinerin sogar mit -7 im Livescoring, kassierte dann aber zwei Bogeys. Stark, wie die ehemalige Jugendnationalspielerin mit einem Birdie auf der 18 konterte und so ebenfalls eine 68 (-6) in den Büchern hat.
Auf Platz drei folgt Jana Melichova. Die Tschechin hat nur einen Schlag mehr notiert und neben sechs Birdies nur einen Bogey gespielt.

Eine sehr solide Runde brachte Sophie Witt in die Wertung. Nur ein Bogey musste die Hubbelratherin aus dem Junior Team Germany notieren, packte aber fünf Birdies daneben, so dass am Ende eine starke 70 (-4) stand.


Lucie Malchirand, die Nummer 13 des World Amateur Golf Ranking und Siegerin des GTGA Invitational vor wenigen Tagen in Berlin, startete verhalten. Mit einer 74 liegt die Französin, die für Europa 2019 im Junior Solheim Cup gespielt hatte, vor der zweiten Runde auf Rang 28.

Wind lebte kräftig auf

War es für die Damen am Morgen noch eher eine willkommene Abkühlung, kam am Nachmittag auf dem Platz „Rot“ der Wind mehr und mehr ins Spiel. Teils heftige Böen wollten nun in den Ballflug einkalkuliert werden, was es für die 67 Herren des Feldes nicht leichter machte, den Score beisammen zu halten. Die Herren spielen diesen Platz als Par 72, während die Damen mit 74 Schlägen Even Par ins Clubhaus kommen.

Spitzentrio

Mit sechs Birdies bei zwei Bogeys hat sich Philipp Katich vom gastgebenden GC  St. Leon-Rot den Spitzenplatz erkämpft. Für den Athleten aus dem Kader von Bundestrainer Ulli Eckhardt war der Putter ein Schlüssel für den guten Score: „Ich habe bei diesem starken Wind den Ball gut ins Spiel gebracht und habe viele gute Putts gemacht, die teils auch zum Par waren.“
Mit seinem Score von 68 (-4) Schlägen liegt Katich nicht alleine an der Spitze, denn auch Cedric Otten und Marcel Rauch hatten dieses Ergebnis in den Büchern.

Schnellstart

Der Hubbelrather legte mit einem Eagle und zwei frühen Birdies los, als wolle er den Platz nach allen Regeln der Kunst zerlegen. Und auch der Berliner aus dem BGC Stolper Heide erwischte mit drei Birdies in Serie einen famosen Start.
Cedric Otten kassierte seinen ersten Bogey auf Bahn 6, hielt seinen Score danach aber lange sauber und kam mit -6 auf das 17. Tee. Auf dieser Bahn unterlief dem ehemaligen Jugend-Nationalspieler ein Doppelbogey, so dass er sich letztlich doch mit vier unter Par begnügen musste.
„Heute war es mit dem ständig wechselnden Wind gar nicht so einfach, aber ich habe mein Spiel gut zusammen gehalten und die Par-5-Bahnen gut genutzt. Ich hatte einen sehr guten Start und habe mich gut gefühlt. Es war noch mehr drin und das Doppelbogey auf der 17 war ärgerlich. Ich bin aber mit der Runde heute sehr zufrieden“, fällt das Fazit von Cedric Otten differenziert aus.

Finales Birdie

Marcel Rauch hatte auf Bahn 5 seinen ersten Bogey notiert, glich diesen mit einem Birdie auf dem elften Loch wieder aus und verbesserte sich mit einem weiteren Birdie auf der 16. Mit Bogey 17 und als cooler Reaktion einem Birdie auf der 18 sicherte sich Rauch ebenfalls den Platz an der Sonne.
Etwas ungläubig, dass er bei einem so gut besetzten Turnier Leader im Clubhaus war, fiel das Fazit des Tages bei dem Berliner sehr positiv aus: „Ich hatte heute eine echt entspannte Runde. Ich habe sehr gut gedrivet und mich immer in gute Positionen gebracht. Dazu sind auch noch ein paar Putts gefallen. Ich freue mich auf die nächsten Tage.“

Am Mittwoch starten die Herren ab 8.00 Uhr in ihre zweite Runde. Die Damen gehen ab 13.00 Uhr raus. Gestartet wird wieder von den Tees 1 und 10.

 

Livescoring Herren Livescoring Damen

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