Bild Information: Birdieserien: Max Schmitt (Foto: DGV/stebl)

Schmitt mit Birdieserien

Turnier GTG
 

Bei der GTG Challenge Schwanhof übernimmt Max Schmitt mit einer bemerkenswerten 63 (-9) am zweiten Wettkampftag die Führung und löst Matthias Schmid auf dem Platz an der Sonne ab.

Luhe-Wildenau – Kurios ist das Bild der Scorekarte, die Max Schmitt unterschrieben hat. Der Athlet des GC Rheinhessen startete gleich mal mit vier Birdies, notierte auf Bahn 5 seinen ersten und einzigen Bogey und legte am sechsten Loch sofort mit einem Birdie wieder nach. Auch am Ende der Runde knallte Schmitt Birdies in Serie auf den Platz des GC Schwanhof. Fünf unter Par auf den letzten sechs Bahnen sorgten dafür, dass der Score richtig tief ging.
Die beeindruckende Birdieserie zum Auftakt war bei weitem nicht der beste Start in eine Runde, den Schmitt je abgeliefert hat. Von Tee 1 weg hatte er auch schon einmal sieben Birdies hintereinander notiert, während einer Runde sogar auch schon einmal die überaus beeindruckende Reihe mit neun Birdies hintereinander untergebracht.
Mit gesamt -15 hat der Profi vor der Finalrunde einen Schlag weniger in den Büchern als der erste Verfolger. Vor allem auf den sehr guten Grüns hatte sich Schmitt diese tolle Ausgangslage erkämpft: „Ich habe sehr viele Putts gelocht. Mein Ballstriking war heute nicht atemberaubend, aber hier ist es auch wichtiger, die Grüns gut zu lesen. Es war heute eine sehr solide Performance und da hat es geholfen, mit vier Birdies zu starten. Ich freue mich auf die Finalrunde mit Matthias Schmid und hoffe, dass wir uns gegenseitig besonders pushen werden.“

Erste Bogeys

Matthias Schmid, der am ersten Abend in Front lag, begann auch die zweite Runde wieder souverän. Nach vier Birdies auf den Bahnen 2 bis 5 musste der Europameister zum Beginn der Backnine das erste Bogey dieses Turniers hinnehmen. Auf dem Rückweg ins Clubhaus sammelte der Spieler des GC Herzogenaurach zwar auch wieder vier Birdies, notierte auf der 16. Bahn aber noch einen zweiten Bogey. Die 66 (-6) reichte, um sich mit gesamt -14 den alleinigen zweiten Rang zu sichern.
Thomas Rosenmüller, der sich mit Matthias Schmid nach Runde eins die Spitze geteilt hatte, war kurzfristig abgereist, da er bei einem kleinen Profiturnier in Crans-sur-Sierre ins Feld gerückt ist und dort in der Höhenluft der Schweiz die Chance hat, sich für die Omega Swiss Masters zu qualifizieren.

65 für Herrmann

Den zweitbesten Score des Tages lieferte Alexander Herrmann ab. Der Athlet, der in der KRAMSKI Deutschen Golf Liga presented by Audi für den Stuttgarter GC Solitude antritt, hielt seine Scorekarte blitzsauber und drapierte neben fünf Birdies auch einen Eagle, so dass am Ende eine starke 65 (-7) den Gesamtscore auf -9 sinken ließ.


„Ich habe keine Fehler gemacht und die richtigen Entscheidungen getroffen. Der Platz gibt viele Chancen her. Ich war immer dann aggressiv, wenn ich es sein konnte und habe daher keine Bogeys gemacht. Wenn ich die Chance hatte, habe ich präzise Wedges geschlagen, mit denen ich mich in gute Situationen gebracht habe“, freute Alex Herrmann sich. Direkt nach seinem Eagle machte er zwei sehr wertvolle Up-and-downs, nachdem er sich vom Tee zweimal in Schwierigkeiten gebracht hatte. „Da bin ich geduldig geblieben und habe nichts Riskantes probiert. Ich habe dann zweimal aus rund zweieinhalb Metern zum Par lochen können. Ich bin zufrieden“, bilanziert der Spieler, der nun von Rang sechs in die Finalrunde starten wird.

Hausmann beste Lady

Vor dem Bayern im Schwabendress haben sich noch Nicolai von Dellingshausen, Marcel Schneider und Sophie Hausmann in gute Positionen gebracht. NvD brachte es trotz zwei Bogeys auf 68 (-4) Schläge und liegt mit gesamt -11 vier Zähler hinter Max Schmitt alleine auf Rang drei.
Platz vier teilen sich Marcel Schneider (66/68) und Sophie Hausmann (67/67). Damit ist die Spielerin des GC Hubbelrath die beste Lady im Feld, nicht zuletzt, weil sie es am Schwanhof schafft, die Par-5-Bahnen gut zu nutzen. „Ich gebe mir teilweise gute Eaglechancen, konnte diese allerdings noch nicht nutzen. Die Birdies nehme ich dann gut mit“, ist Hausmann mit diesem Teil des Spiels sehr zufrieden. An beiden Tagen rutschte nur je ein Bogey auf die Karte der Westdeutschen.
„Der Driver geht gut vom Tee weg. Das ist dann natürlich hilfreich und gibt mir viel Vertrauen. Die Eisen sind hier und da zwar noch ein bisschen wackelig, aber es wird. Damit kann ich bislang sehr gut arbeiten. Auf den Grüns habe ich heute zwei längere Putts gelocht, dafür habe ich mich mit den kürzeren Putts etwas schwergetan. Insgesamt ist mein Spiel konstant. Die beiden vorneweg spielen extrem gutes Golf, deswegen ist für die Finalrunde noch einiges an Arbeit zu machen“, zollt Sophie Hausmann Schmitt und Schmid angemessen Respekt.

Deutliche Verbesserungen

Einige Athleten haben sich am zweiten Tag im Vergleich zum Auftakt deutlich verbessert. So lag Olivia Cowan nach elf Bahnen fünf unter Par, brachte am Ende eine 69 (-3) nach Hause, nachdem sie am ersten Tag noch 76 Schläge notiert hatte.


Ebenfalls 69 Schläge brauchte Michael Hirmer, hatte sich damit sogar um elf Zähler verbessert. Das Dutzend voll machte Felix Katzy. Der Pro des GLC Berlin-Wansee hatte am ersten Tag vom Tee einige Bälle verloren und war auch am zweiten Tag nicht wirklich mit seinen Drives zufrieden, aber immerhin lief es mit einer 72 soviel besser, dass er sich um zwölf Schläge verbesserte.

Weiter ohne Zuschauer

Auch am Finaltag werden die Top-Athleten auf dem bestens gepflegten Platz des GC Schwanhof voraussichtlich eine Birdieflut und etliche Eagles produzieren. Zuschauer sind aufgrund der Corona-Verordnungen aber weiterhin nicht zugelassen. Ziel des Wettspiellehrgangs des Golf Team Germany ist aber ohnehin, neben intensivem Training an Technik, Taktik, Athletik und im mentalen Bereich, endlich wieder echte Wettkampfpraxis zu sammeln. Der Restart der Saison auf den Touren steht auch in Europa zeitnah an und somit ist dieser Teil der Tage in der Oberpfalz von größter Bedeutung.

Livescoring So lief Tag 1

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