Bild Information: Timo Vahlenkamp lässt es krachen (Foto: DGV/stebl)

Vahlenkamp mit spektakulärer Auftaktrunde

GTG Challenge Refrath
 

Auf geschichtsträchtigem Boden treffen sich Athelten von Elite- und National Team Germany, um bei der GTG Challenge Refrath weitere Spielpraxis unter Turnierbedingungen zu sammeln

Bergisch Gladbach – Auf dem traditionsreichen Platz des Golf- und Landclub Köln wurden so manche großen Turniere der Profis ausgetragen. Zwar liegt der letzte Event der Tour schon einige Zeit zurück, aber die Anlage vor den Toren Kölns hat nichts von seiner Attraktivität eingebüßt.
Die Geschichte des gastgebenden Golf- und Landclub Köln reicht bis ins Jahr 1906 zurück. Damit gehört der GLC zu den ältesten zwölf Clubs in Deutschland.

Geschichte

Der Bau des Platzes in Bergisch Gladbach, Ortsteil Refrath, wurde in den 30er-Jahren begonnen, aber durch die Zerstörungen des Kriegs erst 1955 beendet.
Zuvor hatte der Club, der unter dem Namen Kölner GC gegründet worden war,  neun Bahnen in der Mitte der Pferderennbahn. Als Vereinshaus fungierte seinerzeit das Savoy-Hotel.
Der erste 18-Loch-Platz im Kölner Süden wurde Mitte der 30er Jahre zum Teil Opfer der Autobahn. Heute ist an der Stelle der Marienburger GC auf neun Bahnen zu Hause.

Bernhard von Limburger

Die neue Anlage, die nach Plänen von Bernhard von Limburger erstellt wurde, wurde 1952 in Anwesenheit von Bundespräsident Theodor Heuss eröffnet. Zunächst neun Bahnen und das Clubhaus, drei Jahre später auch die übrigen neun Bahnen.
Schnell machte sich dieser Platz durch hochkarätige Turniere einen Namen, denn bereits 1957 wurde die German Open erstmals in Refrath ausgetragen. Insgesamt sechs mal war die European Tour auf diesem beeindruckenden Platz zu Gast. 1978 setzte sich Seve Ballesteros durch und 1983 sicherte sich Corey Pavin den Titel.

Sportgeschichte

Weitere Sportgeschichte wurde geschrieben, als die Ladies European Tour von 1991 bis 1997 den Hennessy Cup zu den Füßen des Bergischen Landes austrug. Helen Alfredsson, Liselotte Neumann, Annika Sörenstam und Laura Davis teilten sich die Titel.
Die letzten beiden Profi-Turniere wurden 2011 und 2013 beim GLC Köln ausgetragen. Die Sieger der Berenberg Bank Masters, einem Turnier der European Senior Tour hießen Ian Woosnam und Steen Tinning.
1975 durfte sich auch Bernhard Langer in die Siegerliste eines großen Turniers eintragen. Damals wurde die Nationale Offene Meisterschaft vom GLC Köln ausgerichtet und der Anhausener stand mit 17 Jahren noch ganz am Anfang seiner bis heute einzigartigen Karriere.

Hohe Bäume

Der Charakter des Platzes wird durch den wahrlich imposanten Baumbestand bestimmt und dies schon vom ersten Tag an, denn -heute völlig unvorstellbar- die Bahnen wurden 1939 in einen Wald hineingeschlagen. Die gewaltigen Eichen und Buchen prägen auch heute noch das Bild der Spielbahnen, die strategisch gespielt werden wollen, damit man auf den überwiegend relativ kleinen Grüns letztlich Par oder Birdie notieren darf.

GTG in Vorbereitung

Da durch die Corona-Beschränkungen zahlreiche Turniere abgesagt wurden, wird die GTG Challenge Refrath von den Athleten des Elite- und National Team Germany gerne genutzt, um unter Wettkampfbedingungen die Form zu überprüfen.
Neben den Bundestrainern Uli Eckhardt und Stephan Morales ist auch wieder ein großer Stab an Betreuern für Fitness, Physio- und Mentalcoaching vor Ort.

Timo Vahlenkamp lässt es krachen

Sportsoldat Timo Vahlenkamp hat es am ersten Tag des Turniers richtig krachen lassen. Sieben Birdies und einem Eagle stehen nur zwei Bogeys gegenüber, so dass der Score sich auf fabelhafte 65 (-7) Schläge aufsummierte. Damit übernimmt der Spieler, der im GC Teutoburger Wald mit dem Golfsport begonnen hat, die Führung des Turniers.


„Heute lief es auf den Grüns besonders gut. Daran habe ich gestern noch mit Uli Eckhardt gearbeitet, weil ich noch kein besonders gutes Gefühl hatte. Dadurch habe ich heute sehr viele gute Putts gemacht und auch gelocht“, war der Westfale, der seine sportliche Heimat in der Talentschmiede von Gregor Tilch im Berlinger GC Stolper Heide hat, dankbar. Auch vom Tee lief es richtig gut für Vahlenkamp.
„Den Platz finde ich super. Das ist einer der schönsten Plätze Deutschlands. Gerade um die Grüns herum hat man einige tricky Lagen“, ist der 22-Jährige begeistert.

Bachem folgt dichtauf

Nur einen Schlag mehr als der Leader hat mit Nick Bachem ein weiterer Sportsoldat. Der Marienburger, für den dieses Turnier fast schon ein Heimspiel ist, startete mit einem Bogey, hielt danach seine Scorekarte aber blitzsauber.
Zwischen den Bahnen 6 und 14 zündete der Spieler des National Team Germany den Turbo und knallte einen Eagle und fünf Birdies auf den Platz, davon vier in Serie.
„Ich habe heute gut geputtet und einfach sehr solide gespielt. Dadurch habe ich mir viele Chancen erarbeitet und Spaß gehabt. Der Platz ist mega, einer meiner liebsten in Deutschland“, bilanziert der Kölner den ersten Tag dieses Turniers, das über drei Runden geht.

LET-Proetten überzeugen

Hinter den beiden Soldaten haben sich zwei Profis von der Ladies European Tour eingereiht und teilen sich Platz drei: Esther Henseleit und Karolin Lampert kamen jeweils mit 67 (-5) Schlägen ins Clubhaus und waren danach auch sehr vom Platz angetan.
Karo Lampert befand: „Der Platz ist sehr schön und idyllisch. Ich fühle mich hier wohl. Die Grüns sind in einem Top-Zustand und da ich die letzten Wochen vermehrt am Putten gearbeitet habe, konnte ich das heute in viele gute Putts umsetzen.“
Die Siegerin der LET-Order of Merit 2019, gleichzeitig Rookie of the year, kam fast fehlerfrei über die 18 anspruchsvollen Bahnen. Dem einzigen Bogey setzte Esther Henseleit (Hamburger GC) sechs Birdies entgegen. „Heute waren die kurzen Eisen und Wedges gut, wodurch ich mir viele gute Chancen erarbeiten konnte. Auch mein Driver war solide“, fiel das Fazit des Tages sehr positiv aus.

Bildergalerie

Am zweiten Tag werden die Athleten ab 8.30 Uhr starten. Die Leader gehen um 10.10 Uhr in die zweite Runde.

Livescoring

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