Bild Information: Die Mannschaft des Stuttgarter GC Solitude bei der European Men's Club Trophy. (Foto: Stuttgarter GC Solitude)

Stuttgarter GC Solitude holt Bronzemedaille

European Men's Club Trophy
 

Erfolgreicher Saisonabschluss bei der European Men's Club Trophy.

Le Pian-Médoc, Frankreich - Die Herren des Stuttgarter GC Solitude haben bei der European Men's Club Trophy in Frankreich die Saison mit einer Bronzemedaille beendet. Die deutschen Mannschaftsmeister sicherten sich bei der durch Wetterkapriolen verkürzten Club-EM mit einer starken ersten Runde und ausgeprägter Nervenstärke im Endspurt den dritten Platz - hinter dem siegreichen Team des City of Newcastle GC aus England und dem des GKG Golf von Island.

Auf den Regen folgt die deutsche Führung

Heftiger Regen und ein unbespielbarer Platz im Golf du Médoc Resort, machte den Teilnehmern am ersten Turniertag einen Strich durch die Rechnung. Früh fiel die unausweichliche Entscheidung, die EM der Club-Mannschaften in diesem Jahr auf zwei Tage und 36 Löcher zu verkürzen.

Nach der unplanmäßigen Ruhepause waren die 25 Teams dann umso heißer darauf, endlich auf den 6.441 Meter langen Par-71 Chateaux Course gelassen zu werden. Und da zeigten die deutschen Mannschaftsmeister des Stuttgarter GC Solitude direkt, dass im Rennen um die Medaillen und vielleicht sogar den Sieg mit ihnen zu rechnen sein muss.

Michael Hirmer, Benedikt Thalmayr und Maximilian Holzwarth landeten gemeinsam bei sechs unter Par und an der Spitze des Leaderboards. Hirmer überzeugte dabei mit einem bogeyfreien Durchgang, insgesamt fünf Birdies und einer unterschriebenen 66. "Das hat uns schon ein bisschen überrascht", gab der Trainer der Stuttgarter Peter Wolfenstetter hinterher ehrlich zu. "Es hat uns schon gefreut, überhaupt dabei zu sein. So etwas erlebt man nicht jeden Tag."

Einzig die Konkurrenz aus dem Gastgeberland - hier waren zwei Teams startberechtigt, da Frankreich im vergangenen Jahr den Titel gewonnen hatte - vermochte es, dem deutschen Meister auf den Fersen zu bleiben. Trotzdem ging es mit vier Schlägen Vorsprung für die Schwaben in den Finaltag.

Gute Grüns mit schweren Fahnenpositionen

Doch die Bälle wollten zu Beginn der zweiten Runde nicht so leicht fallen, wie noch am Tag zuvor. Schlagverluste auf den ersten Löchern bei allen drei Spielern der Stuttgarter waren die Folge und die Konkurrenz - allen voran aus England - drehte nach und nach gewaltig auf. Bei Abschluss der Front Nine war es Maximilian Holzwarth, der mit einer starken Runde dafür sorgte, dass weiter alles möglich war und bekam vom Trainer ("Maximilian war so gut wie noch nie.") ein besonderes Lob. Doch der Vorsprung war bereits aufgebraucht.

"Wir sind einfach nicht in Tritt gekommen", gab Peter Wolfenstetter bezogen auf das Teamergebnis am Finaltag zu Protokoll. "Es ging nicht wirklich vorwärts. Die Grüns waren gut, die Fahnen standen aber weiter hinten und es war schwer, den Spin zu kontrolieren." Am ersten Tag hätten seine Spieler alles gut im Griff gehabt, auch wenn durchaus noch mehr drin gewesen wäre. "Als es hintenraus eng wurde haben wir aber gut gekämpft." 

Nervenstark stemmte sich das Trio dagegen, nach der souveränen Vorstellung vom Vortag am Ende die Medaillen möglicherweise gänzlich zu verpassen. Soweit sollte es aber nicht kommen. Es entwickelte sich ein Dreikampf um die Silber- und Bronzemedaille, nachdem die Mannschaft aus Newscastle mit -6 auf den ersten Platz gesprungen war und die Isländer im Clubhaus mit einem Gesamtscore von zwei unter Par zu den Deutschen und schlaggleichen Titelverteidigern aus Frankreich aufgeschlossen hatten - die allerdings beide noch ein paar Löcher vor sich hatten.

Große Freude über eine tolle Saison

Und auf diesen fiel dann die denkbar knappe Entscheidung. Silber ging nach Island, nach einem weiteren Schlagverlust landeten die Stuttgarter und Franzosen einen Schlag dahinter. Das bessere Ergebnis der beiden gestrichenen Scores sprach dann für den deutschen Mannschaftsmeister. Bronze und ein toller Abschluss einer erfolgreichen Saison. So sah es auch Wolfenstetter: "Die Stimmung war gut und wir hatten einen coolen Teamspirit. Wir dachten schon, nur Vierter zu werden - also überwiegt die Freude. Es war ein tolles Jahr!"

Neben der Mannschaftsmeisterschaft in Baden-Württemberg holten sie 2019 auch den Sieg bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft und wurden nun Dritte bei der European Men's Club Trophy.

Endergebnis European Men's Club Trophy 2019

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