Bild Information: Matthias Schmid bei der U.S. Amateurs Championship (Foto: privat)

Zwei Deutsche bei U.S. Amateurs

Golf Team Germany
 

Bei der 119. U.S. Amateur Championship sind zwei Deutsche im Feld und treffen auf Pinehurst 2 und Pinehurst 4 auf das größtmögliche Feld an Konkurrenten aus aller Welt.

Village of Pinehurst/USA – Pinehurst, ein Name wie Donnerhall. Martin Kaymer hat dort seinen größten Sieg errungen, als er 2014 die U.S. Open gewann. Pinehurst No.2 ist als Monster bekannt, das Karrieren knicken, aber auch Helden schaffen kann.
Im Pinehurst RCC (Courses No. 2 and 4) wurde zum dritten Mal nach 1962 und 2008 die Meisterschaft ausgetragen, bei der sich mehr als 350, meist hoffnungsvolle Talente, treffen, um einen großen Schritt in Richtung Profikarriere zu machen.
2019 waren zwei Deutsche im Feld: Michael Hirmer hatte sich aufgrund seiner guten Platzierung im World Amateur Golf Ranking qualifiziert und Matthias Schmid hatte mit seinem überragenden Sieg bei der Europameisterschaft sein Ticket nach North Carolina gelöst.
In der Zählspielqualifikation hatte Michael Hirmer mit einer 68 ganz stark begonnen, verpasste den Sprung in die Top 64 aber mit einer einer 79 auf No.2. Die Grüns waren mit mehr als 14 Stimp noch schneller und damit noch gnadenloser als bei der U.S. Open 2014.
„Der erste Tag lief gut, da habe ich die Wedges sehr gut getroffen. Ich hatte aber leider nicht die nötige Kontrolle über die Eisen, die man auf diesem Platz braucht“, wusste der Spieler des Stuttgarter GC Solitude, woran er weiter arbeiten muss.

Schmid im Cut

Mattias Schmid überstand den Parforceritt auf der Rasierklinge besser. Mit einer 70 und einer 73 kam der Spieler des GC Herzogenaurach auf Platz 28 in die Matchplays.
„Vom Tee verzeiht der Platz manchmal einen Fehler, aber die Grüns sind wahnsinnig hart und extrem schnell. Zudem fallen alle Grüns seitlich ab, so dass man sehr präzise mit den Eisen sein und auch sehr gut putten muss, um hier bestehen zu können. Das ist ein wirklicher Test und es macht richtig Bock, hier zu spielen“, war Schmid mit seinen Scores vom Zählspiel rundum zufrieden.

Matchplay

In der Runde der besten 64 hatte der Europameister ein ganz grandioses Match zu bestehen. Der Japaner Takumi Kanaya blieb auf diesem so selektiven  Course No.2 von Pinehurst frei von jeglichem Bogey. Matthias Schmid selbst leistete sich zum Auftakt einen Bogey und hielt danach ebenfalls seine Scorekarte blitzsauber.
Der Japaner war somit auf der Frontnine immer hauchdünn in Führung, aber der Herzogenauracher drehte mit zwei Birdies zum Beginn der Backnine das Bild und hielt seine Führung bis zum 18. Grün.
Der Putt zum Par war sechs Meter lang. Schmid meisterte diese Herausforderung und lochte den schweren Schlag. Der Japaner lag rund vier Meter vor der Dose, allerdings zum Birdie. Nachdem dieser Birdieputt gefallen war, ging es ins Stechen, weil Kanaya mit seinem erst zweiten Birdie eiskalt den Spielstand wieder auf all square brachte.
Auf dem ersten Extraloch legte der Asiate sogleich noch ein Birdie nach und entschied damit das Match für sich.
Eine famose Leistung des Bundesadlers aus dem Kader von Bundestrainer Uli Eckhardt wurde somit nicht belohnt, aber die Enttäuschung hielt sich beim Athleten in Grenzen: „Es war eine megageile Erfahrung, ein Turnier auf einem so schweren Platz zu spielen. Im Matchplay habe ich sehr gut gespielt. Nach dem Bogey auf Bahn eins habe ich Weltklassegolf gespielt. Drei Birdies sind auf diesem Platz sehr selten. Mein Gegner hat kaum ein Fairway oder Grün verfehlt und hat kein Bogey gemacht, was auf diesem Platz wirklich unglaublich ist. Alles in allem habe ich in dieser Woche gezeigt, dass ich auf so schweren Plätzen performen kann, was für meine Zukunft wichtig ist. Es war ein gutes Turnier, ich nehme aber auch einige Dinge mit, an denen ich noch arbeiten kann.“

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