Bild Information: Top Ten in Schottland: Paula Schulz-Hanßen vom GC St. Leon-Rot (Foto: DGV/stebl)

Schulz-Hanßen in Top Ten

Golf Team Germany
 

Paula Schulz-Hanßen schafft es bei „The Girls British Open Amateur Championship“ in die Top Ten und scheidet als letzte Deutsche bei der 100. Auflage im Achtelfinale des Turniers aus.

Carnoustie/Schottland – Paula Schulz-Hanßen vom GC St. Leon-Rot hat ihrer ohnehin schon beeindruckenden Saisonbilanz eine weitere, mehr als beachtliche Platzierung hinzugefügt. Bei der 100. Girls British Open Amateur Championship hat es die Jugend-Nationalspielerin in die Top Ten geschafft.
Die 16-Jährige hatte es auf Platz 21 in der Zählspielqualifikation souverän in den Cut der besten 64 Spielerinnen geschafft.
Erste Kontrahentin in den Matchplays war die Französin Zoe Allaux. Der Wind hatte mächtig zugelegt und machte es den Athletinnen alles andere als einfach, die Bälle zu kontrollieren.
Die Kurpfälzerin hatte zunächst einige Probleme, die Bälle vom Tee auf den Fairways zu halten, kam aber nach und nach immer besser mit den Anforderungen zurecht. Nach einer 3auf-Führung hatte die Französin zwischenzeitlich ausgleichen können, aber auf den Grüns war der junge Bundesadler dann im richtigen Moment hellwach und lochte die nötigen Putts, so dass mit einem 3&1 der Aufstieg in die Runde des besten 32 feststand.
Hier ging es gegen Kiera Floyd aus Südafrika. Das Match war eng, aber wieder zeigte Paula Schulz-Hanßen, dass sie derzeit in bestechende Form ist. 2&1 lautete das verdiente Endergebnis dieses Duells und die Spielerin aus dem Kader vom Mädchen-Bundestrainer Sebastian Rühl bilanzierte den Tag mit einem strahlenden Lächeln: „Ich bin sehr zufrieden, dass ich jetzt schon unter den besten 16 Spielerinnen stehe.“ Den Putt zum Sieg lochte die Athletin des Junior Team Germany im Stile einer Großen. Aus mehr als acht Metern lief der Ball wie auf Schienen mit gutem Tempo gegen die hintere Lochwand.
Am zweiten Matchplaytag traf die Siegerin der European Young Masters auf Mia Lussand. Die Norwegerin hatte am ersten Tag erst ein enges Match gewonnen und am Nachmittag mit einem 8&6-Kantersieg über Chiara Noja einige Kraft gespart.
Vom Start weg ging Paula Schulz-Hanßen in Führung, konnte diese aber nicht ausbauen und musste bald schon Ausgleich und einen ersten Rückstand hinnehmen.
Nach einem Bogey auf Bahn neun und einem Birdie der Norwegerin stand es nach zehn Bahnen 3auf für das Nordlicht. Zwar konnte die Deutsche noch einmal verkürzen, aber nicht mehr richtig Druck aufbauen. Mit der 3&2-Niederlage verpasste der Bundesadler den Sprung ins Viertelfinale, durfte sich aber dennoch über den geteilten 9. Platz freuen. „Heute konnte ich meine Leistung leider nicht so wie erwünscht abrufen. Nichtsdestotrotz bin ich sehr zufrieden mit dem Turnier und freue mich auf nächstes Jahr“, warf Schulz-Hanßen schon einen Blick sehr weit voraus.

Zwei in Runde zwei

Noch eine zweite Deutsche überstand die erste Runde Matchplay schadlos. Chiara Noja vom GC Prenden setzte sich gegen Ellie Szeryk aus Kanada deutlich mit 4&3 durch, hatte anschießend gegen die starke Norwegerin Mia Lussand aber keine Chance, weil sie aufgrund einer Verletzung den Schläger nicht mehr festhalten konnte. Die Skandinavierin marschierte anschließend bis ins Halbfinale. Dort scheitere sie an Isabella Holpfer. Die Österreicherin hatte mit viel Glück in der ersten Runde Christin Eisenbeiß bezwungen.

Große Aufholjagd

Die Falkensteinerin lieferte in diesem Duell Deutschland versus Austria eine faszinierende Aufholjagd ab. Nach 12 Bahnen führte Holpfer scheinbar sicher mit 4auf, aber auf die 18. Bahn ging es mit nur noch 1auf für die Alpenländerin. Auf Bahn 18 gelang Christin Eisenbeiß dann ein starkes Birdie, aber dies reichte nicht, da auch der rot-weiße Bundesadler ein Birdie notieren durfte. „Doof gelaufen. Ich bin trotzdem ganz zufrieden und gehe mit gutem Karma und guten Erfahrungen nach Hause“, fiel die Bilanz der Hamburgerin eher positiv aus. Auch Esther Poburski, die als Co-Trainerin der Mädchen-Nationalmannschaft die Athletinnen in Schottland betreute, meinte nach dem Match: „Noch ein Loch mehr und Christin hätte das Match gedreht. Das war Golf auf ganz hohem Niveau und sie hat sich gut verkauft. Für diese Leistung muss sich niemand verstecken!“
Maja Obermüller war parallel zu Christin Eisenbeiß in die Matchplays aufgestiegen – und schied ebenfalls in der ersten Runde aus. Die Spielerin des GC Mannheim-Viernheim zog gegen Marloes van den Brink aus den Niederlanden ebenfalls erst auf dem 18. Grün den Kürzeren, schied dabei aber mit 2down aus.
Chiara Horder vom GC München Valley hatte es mit Ester Fagersten zu tun. Die Schwedin spielte stark und ließ der amtierenden Deutschen Lochspielmeisterin letztlich keine Chance. Mit 3&1 setzte sich die Nordeuropäerin durch.
Lisa Schumacher vom 1. GC Fürth hatte es in der Runde der besten 64 Spielerinnen mit der nominell stärksten Gegnerin zu tun. Alessia Nobilio aus Italien ist nicht nur die in der Weltrangliste am besten positionierte Teilnehmerin dieser Jubiläumsauflage der British Girls, sondern hatte auch die Zählspielqualifikation auf Platz eins abgeschlossen. Schumacher hielt sich tapfer, unterlag am Ende aber doch mit 3&2.

 

So lief die Zählspielqualifikation Ergebnisse Matchplay

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