Bild Information: Parkstone GC in Poole/England (Foto: DGV)

Europameisterschaft in England

EM Damen 2019
 

Vom 24. bis 27. Juli wird die 32. Europameisterschaft der Damen im englischen Poole an der Kanalküste bei Bournemouth ausgetragen.  

Poole/England – Kurz nach den Team-Europameisterschaften steht für die Damen der nächste Höhepunkt im internationalen Turnierkalender auf dem Programm. An der südenglischen Kanalküste treffen sich die besten Spielerinnen des Kontinents, um den Titel der Einzeleuropameisterin auszuspielen.
Erst seit 1986 wird dieser Titel von der European Golf Association (EGA) vergeben und Schwarz-Rot-Gold hat schon einige Mal am Ende triumphiert.
Den Titel bei der Premiere sicherte sich Martina Koch, die auch 1990 gewinnen konnte. Weitere Siege landeten 1994 Martina Fischer, 2001 Martina Eberl und 2010 Sophia Popov.
2019 wird die EM im Gedenken an die Vorjahressiegerin Celia Barquin ausgetragen. Die 22-jährige Spanierin war in den USA kurz nach ihrem großen Sieg einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen.

Deutsche im Feld

Michael Terwort, Co-Trainer von Damen-Bundestrainer Stephan Morales hat fast schon traditionell die Betreuung des deutschen Teams übernommen. Unter den 144 Teilnehmerinnen sind auch sieben Deutsche.
Aline Krauter (Stuttgarter GC) geht als erste Deutsche in diese Titelkämpfe und startet um 9.10 Uhr. Polly Mack (Berliner GC Stolper Heide) folgt um 9.30 Uhr.
Die Berlinerin Alexandra Försterling startet um 12.30 Uhr, unmittelbar gefolgt von Viktoria Hund vom Hamburger GC. Um 13.40 Uhr geht Ava Bergner (Frankfurter GC) auf die Runde, Sarina Schmidt (GC München Valley) teet um 14.30 Uhr auf. 20 Minuten danach ist es Miriam Emmert (Hamburger GC), die aus deutscher Sicht die Nachhut bildet.
Einige Athletinnen des National Team Germany fehlen auf der Meldeliste, weil schon die Vorbereitungen auf die Qualifying School zur LPGA in den USA beginnen. Leonie Harm legt nach ihrem anstrengenden Turniermarathon eine Pause ein.

Der Platz

Die Geschichte des Parkstone Golf Clubs geht auf das Jahr 1909 zurück. Lord Wimborne baute damals auf einer Fläche von 30 Hektar auf seinem Anwesen im Luscombe Valley die ersten Bahnen.
Der Parkstone GC hat einen der bekanntesten und schönsten Golfplätze an der Südküste Englands und wird sowohl von der Golf Monthly, als auch von der Golf World zu den 100 besten Golfplätzen in Großbritannien und Irland gezählt.
Obwohl der Platz nur wenige Meter von der Küste entfernt liegt, erwartet die Athletinnen kein echter Links Course. Parkstone ist ein gereifter Heidelandkurs mit Seen, imposanten Kiefern und einer Vielzahl von Wildtieren. Er bietet einen Panoramablick über Poole Harbour bis nach Brownsea Island und über die Küstenlinien der Isle of Purbeck.
„Das ist ein sehr guter, leicht hügeliger Platz. Die Spielerinnen haben ständig Hanglagen und müssen teilweise blinde Schläge meistern. Um die Grüns herum  spielt sich dieser Platz durch große, kurz gemähte Wellen und seine False Front  fast wie ein Links Course“, schätzt Michael Terwort den 5.646 Meter langen Par-72-Platz für diese Titelkämpfe als durchaus anspruchsvoll ein.

Große Namen

Spätere Tour-Proetten haben sich schon auf der Trophäe verewigt, darunter Caroline Hedwall und Carlota Ciganda. Neben diesen Namen auf dem Pokal zu stehen, ist nicht die einzige Motivation, alles für den Sieg zu geben: Die Siegerin erhält eine Einladung zur Women's British Open, die in der Woche nach der EM in Woburn ausgetragen wird.
Hoffnungen auf den Titel und damit auf die Women´s British Open machen sich neben den Deutschen einige bekannte Namen des Welt-Amateurgolfs.
Albane Valenzuela, Vize-Europameisterin 2017 aus der Schweiz und derzeit Nummer fünf im World Amateur Golf Ranking (WAGR), wird allerdings nicht in England antreten, weil sie eine Einladung zur Evian Championship erhalten hat.
Alessia Nobilio ist damit die bestplatzierte Spielerin des Feldes. Die Italienerin hatte vor einem Jahr bei der EM die Bronzemedaille gewonnen. Die aktuelle Nummer sechs des WAGR holte in dieser Saison sowohl in Italien, wie auch in Spanien bei den dortigen Internationalen Amateurmeisterschaften den zweiten Platz. Jüngst stärkte Nobilio ihr Selbstvertrauen mit einem Sieg bei der Italienische Zählspiel-Meisterschaft.
Linn Grant steht im WAGR  auf Rang 11 und gibt ihr Debüt bei diesem Turnier. Mit der Mannschaft Schwedens hat sie bei der Team-EM schon Gold geholt.
Emma Spitz (Österreich), Caterina Don, Angelica und Benedetta Moresco (alle Italien) sind weitere Namen, die im Endklassement weit vorne zu erwarten sind.
Gastgeber England bietet gleich 23 Athletinnen auf. Bislang holten drei Engländerinnen den Titel. Die vierte Spielerin der Dreilöwen-Mannschaft könnte Lily May Humphreys sein, die eine beeindruckende Titelsammlung in diesem Jahr aufweisen kann: In Irland und Wales gewann Humphreys die Zählspielmeisterschaften, zudem sicherte sich die Engländerin den Titel beim Annika Invitational.

Der Modus

Nach vier Zählspielrunden wird am Samstag feststehen, wer den Titel gewonnen hat. Nach drei Runden wird es einen Cut geben. Nur die besten 60 und alle Schlaggleichen werden zur Finalrunde zugelassen.

 

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