Bild Information: Nach seinem Platzrekord ein gefragter Mann: Matthias Schmid geht als Leader in die Finalrunde (Foto: DGV)

Schmid mit neuem Platzrekord an der Spitze

Golf Team Germany
 

Kann man mal machen! Matthias Schmid legt am dritten Tag der Europameisterschaft der Herren in Atzenbrugg bei Wien richtig los und startet mit vier Birdies in Serie zum neuen Platzrekord.

Atzenbrugg/Österreich – Donnerwetter! Matthias Schmid ging mit vier Schlägen Rückstand auf den Leader in den dritten Tag, übernimmt mit seinem achten Birdie auf dem 15. Loch die alleinige Führung und steht vor der Finalrunde als Führender mit zwei Schlägen Vorsprung vor den Verfolgern an der Spitze des Feldes, weil er mit 63 (-9) Schlägen einen neuen Platzrekord aufgestellt hat.
Neun Birdies bei ansonsten blitzsauberer Scorekarte: Das nennt man wohl einen Lauf, was der Athlet des Bundesligisten GC Herzogenaurach da auf den Platz des Diamond CC gezaubert hat.

Platzrekord

Der Platzrekord auf dem 6.819 Meter langen Par-72-Platz stand bisher bei 64 Schlägen und wurde am 9. Juni 2017 vom Briten David Horsey im Rahmen der Lyoness Open, also bei einem Turnier der European Tour aufgestellt.
Seit der dritten Runde der EM ist dieser Rekord Geschichte – und Matthias Schmid wird selbst zu einem neuen Teil der Golfgeschichte.
Auf den Bahnen 17 und 18 kreierte sich der 21-Jährige, der beim Golf- und Landclub Schmidmühlen begonnen hat, Golf zu spielen, weitere Birdiechancen, hätte seinen Score also fast noch weiter gedrückt.
Aber natürlich war der Athlet aus dem Kader von Bundestrainer Uli Eckhardt nach diesem beeindruckenden Auftritt restlos zufrieden: „Das war heute eine geile Runde. Ich bin gleich vom Start gut weggekommen, hatte sehr gute Eisenschläge und habe zwei gute Putts gelocht. Auf den beiden Par-5-Bahnen bin ich mit zwei Putts hingekommen. Das Ziel für heute war, vom Tee die Fairways zu finden, von da aus aggressiv weiter zu spielen und die Fahnen zu attackieren. So haben sich dann doch sehr viele Birdiechancen ergeben. Ich habe noch nicht einmal alles aus dieser Runde herausgeholt. Ich bin aber sehr zufrieden für heute. Für morgen ist das Ziel, wieder so gut vom Tee zu spielen und wenn man das schafft, kann man hier einfach aggressiv spielen und einen guten Score reinbringen. Genau das nehme ich mir auch für morgen wieder vor.“

Herrmann trotz guter Runde nicht im Cut

Den zweitbesten Score des Tages aus deutscher Sicht brachte Alexander Herrmann rein. Der Bayer, der in der KRAMSKI Deutschen Golf Liga presented by Audi für den Stuttgarter GC Solitude spielt, notierte satte sieben Birdies, musste sich aber mit einer 71 (-1) bescheiden, da auch sechs Bogeys auf die Karte rutschten. Mit der 71 verbesserte sich Herrmann zwar um 26 Plätze, verpasste aber dennoch den Sprung in die Finalrunde um zwei Schläge.

Der Jüngste klettert

Ganz cool in den Cut gespielt hat sich Laurenz Schiergen. Der Youngster aus dem Junior Team Germany kam Even Par von der Runde und hatte dabei nervenstark mit zwei späten Birdies seinen Score wieder ausgeglichen. Der Rheinländer von der Hummelbachaue macht im Klassement mit diesem grundsoliden Score einen Sprung um zwölf Plätze und geht von Platz 36 in die Finalrunde. Damit ist der jüngste Deutsche nur zwei Schläge hinter Marc Hammer.
Der Mannheimer ging mit -1 auf die Backnine und musste dort zunächst drei Bogeys hinnehmen. Am Ende sorgte ein Birdie auf der letzten Bahn dafür, dass Hammer seinen Score mit 73 (+1) Schlägen wieder gut gestalten konnte. Platz 23 vor der letzten Wettkampfrunde ist das Ergebnis des soliden Spiels.

Auch de Bruyn und Hirmer im Cut

Jannik de Bruyn gab mit einer 75 (+3) 17 Plätze ab, schaffte es aber auf Rang 36 sicher in den Cut. Auf der Frontnine musste der Höseler drei Bogeys notieren. Das erste Birdie, erzielt auf Bahn 12, brachte keine nachhaltige Wende, denn schon auf Loch 13 gab der Sportsoldat den einen Zähler wieder ab.
Nach vier Bahnen war für Michael Hirmer die Welt in bester Ordnung. Zwei frühe Birdies bescherten dem Bayern, der für den Stuttgarter GC spielt, einen schönen Zwischenstand von „zwei unter“. Danach lief es allerdings nicht so gut weiter und es sammelten sich neben einem Doppelbogey noch fünf Bogeys auf der Karte des Nationalspielers, zwei davon auf den beiden Abschlussbahnen. Mit seiner 77 (+5) fällt Hirmer um 36 Plätze zurück und liegt genau auf der Cutlinie.

Tagesfazit des Bundestrainers

Bundestrainer Uli Eckhardt stand am Abend noch ganz unter dem Eindruck des phantastischen Platzrekords von Matthias Schmid: „Natürlich wird heute alles von der 63 von Matti überstrahlt. Der macht genau da weiter, wo er bei The Amateur Championship aufgehört hat. Matthias Schmid spielt das mit einer großen Ruhe runter und reiht Birdie an Birdie. Das ist sehr beeindruckend. Ich freue mich auf morgen, vielleicht kriegen wir mal wieder einen deutschen Europameister. Das wäre schön. Aber wir nehmen alles, was kommt, denn Matti macht das echt super. Mich freut auch sehr, dass Laurenz Schiergen den Cut gemacht hat, denn der Junior hat eine tolle Leistung gezeigt. Mit fünf Deutschen im Cut muss man zufrieden sein. Wir sind guter Dinge, denn alle haben nochmal gut trainiert.“
Bislang gab es in der Geschichte erst einen Europameister aus Deutschland. 2008 hatte sich Stephan Gross in Dänemark den Titel geholt.

Livescoring So lief Tag 2

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