Bild Information: Starke Leistung: Matthias Schmid vom GC Herzogenaurach (Foto: DGV/stebl)

Nur zwei Deutsche im Cut

Golf Team Germany
 

Anton Albers vom Hamburger LGC Hittfeld und Matthias Schmid vom GC Herzogenaurach sind bei The Amateur Open Championship in Portmarnock im Cut. Alle übrigen Deutschen sind nach der Zählspielqualifikation ausgeschieden.

Portmarnock/Irland - Dieses Ergebnis nach der Zählspielqualifikation war ganz und gar nicht nach dem Geschmack von Uli Eckhardt. Nur ein Athlet seines Teams und nur zwei Spieler aus Deutschland haben den Sprung in die Matchplays der 124. The Amateur Open Championship geschafft. Entsprechend war das Zwischenfazit des Bundestrainers auch eher nüchtern: „Das ist etwas zu wenig, da muss man auch nichts schönreden! Matthias Schmid hat heute sehr gut gespielt. Alle anderen aus dem Team sind leider ausgeschieden, müssen die Segel streichen und morgen zurück nach Deutschland reisen. Das war nicht das, was wir uns erhofft hatten.“
Weil so viele Teilnehmer um so wenige Plätze in den Matchplays spielen, sei das ein brutales Turnier, führte Uli Eckhardt aus.
„Fehler werden hier einfach bestraft. Leider haben wir nicht fehlerfrei gespielt. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir jemals so viele hohe Hausnummern im Team hatten. Wir hoffen, dass wir das nächste Woche bei der Einzel-EM in Österreich besser machen und uns dann für Team-EM in Fahrt bringen“, blickte der erfahrene Coach schon auf die nächsten Saisonhöhepunkte voraus.

Birdieserien

Matthias Schmid knallte auf Portmarnock am zweiten Wettkampftag zwei Serien mit jeweils drei Birdies auf den Links-Course. Insgesamt unterschrieb der Spieler, der in der KRAMSKI Deutschen Golf Liga presented by Audi für den GC Herzogenaurach antritt, eine Runde mit 69 (-3) Schlägen und kletterte damit im Klassement um 69 Plätze auf Rang 13.
Am ersten Tag war der Start des Bayern misslungen und nach der Frontnine lag Schmid schon bei +4. Auch auf The Island gelang dem Nationalspieler eine Dreierserie mit Birdies, allerdings kassierte er direkt anschließend auf den beiden abschließenden Bahnen nochmals zwei Bogeys, so dass er mit einer 74 (+3) nicht ganz zufrieden sein konnte.
„Die beiden Bogeys gestern am Ende hatten mir für heute ein mulmiges Gefühl hinterlassen, denn ich habe mir richtig viele Chancen erarbeitet und da wäre mehr möglich gewesen. Heute bin ich aber gut gestartet, habe gleich gute Drives gehauen und gute Annährungen gespielt. Ein paar Putts sind auch gefallen und so lag ich schnell bei drei unter Par. Nach weiteren drei Birdies zum Turn, wo ich auch einen langen Putt gelocht habe, wusste ich, dass ich weit Cut bin und habe es eher sicher zu Ende gespielt. Gerade im Zählspiel kann so viel passieren, weil das Rough hier sehr hoch steht“, machte Matthias Schmid gleich auch seine Taktik für die Matchplays aus. Ziel sei es, viele Fairways und Grüns zu treffen, um sich Chancen zu erarbeiten.

Albers in der Top Ten

Anton Albers hat mit einer super Leistung die Top Ten erreicht. Dieses Zwischenfazit ist ab morgen zwar schon wieder ohne Bedeutung, aber immerhin kann der Hanseat hoffen, in der ersten Matchplay-Runde nicht gleich auf einen der Top-Favoriten zu treffen.
Albers brachte auf The Island nur zwei Birdies unter und unterschrieb am Ende eine 74 (+3). Insgesamt blieb der Hittfelder damit unter Par und geht von Rang neun in die Matchplays.

Bitteres Aus

Ganz besonders bitter war das Aus für Alexander Herrmann. Der Spieler des Stuttgarter GC Solitude hatte am ersten Tag nach einem unglücklichen Start mit vielen guten Schlägen seinen Score stabilisiert und hielt sich auf Portmarnock mit einer 75 (+3) gut im Rennen um den Cut.
Auf The Island erlebte Herrmann direkt auf Bahn 1 die ganze Härte von Links-Golf. Der Abschlag mit einem Eisen 2 landete links vor einer Düne. Das Eisen 9 aus dem Rough über die Düne hatte genau die Linie, die der Athlet des National Team Germany gehen wollte, aber niemand im Flight hatte den Ball verfolgen können. „Das war kein schlechter Schlag. Beim provisorischen Schlag passiert genau dasselbe. Das war ein sehr bitterer Start. Danach habe ich aber nicht aufgegeben und habe eine aggressivere Marschroute gewählt. Auf Bahn fünf habe ich einen Driver auf das Grün geschlagen, auf Bahn sechs den Driver  20 Meter vor das Grün und danach gute Drives geschlagen. Das hat gut funktioniert und ich habe drei Birdies gemacht. Auf der Backnine habe ich dann sehr solide gespielt und auf den Par-3-Bahnen 13 und 16 starke Putts zum Par gelocht. Auf Bahn 17 zwar ins Wasser gehauen, aber trotzdem das Par gehalten. Ich habe es also die ganze Zeit am Leben gehalten, nur an der 18 war es dann doch nach dem Teeschuss vorbei, der etwas nach rechts verzogen war. Das war bitter, aber ich habe alles gegeben und habe sehr viel gutes Golf gespielt. Das will ich in die nächsten Turniere mitnehmen“, ging der Blick von Alexander Herrmann auch schon voraus.

Auch Max Mehles durfte bis zur letzten Bahn auf den Sprung in den Cut hoffen. Der Hubbelrather begann auf Portmarnock mit einem Birdie und brachte sich mit zwei Birdies auf den Bahnen 16 und 17 wieder über die Cutlinie, nachdem er zuvor fünf Bogeys kassiert hatte. Die Hoffnungen auf den Cut lösten sich mit dem Bogey auf Bahn 18 aber doch wieder in Luft auf und so ist auch der ehemalige Nationalspieler nicht mehr im Rennen.

Anton Albers trifft in der Runde der besten 64 am dritten Wettkampftag ab 9.54 Uhr auf den Österreicher Gerold Folk, während es Matthias Schmid ab 10.35 Uhr mit dem Engländer Sam Done zu tun bekommt.

Endstand Zählspielqualifikation

RANG NAME     ENDSTAND ZS
T6 Anton Albers GERMANY   -1
T11 Matthias Schmid GERMANY Even
T77/MC Alexander Herrmann GERMANY +5
T77/MC Max Mehles GERMANY   +5
T92/MC Thomas Rosenmüller GERMANY +6
T138/MC Lukas Buller GERMANY +8
T138/MC Jannik de Bruyn GERMANY +8
T138/MC David Rauch GERMANY   +8
T235/MC Timo Vahlenkamp GERMANY +13

 

Livescoring So lief Tag 1

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