Bild Information: Fiona Liddell liefert starke Leistungen ab (Foto: privat)

Liddell steht im Achtelfinale  

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Die erste Runde Matchplay sorgt bei der 116. Ladies British Open Amateur Championship dafür, dass fast alle Deutschen ausscheiden. Einzig Fiona Liddell schafft zwei Siege und ist weiter im Wettbewerb.

Newcastle/Nordirland – Der dritte Wettkampftag der Ladies British Open Amateur Championship hatte es aus deutscher Sicht in sich. Am Abend vor dem Achtelfinale ist nur noch Fiona Liddell im Rennen. Alle übrigen Deutschen haben die Segel gestrichen.
Im ersten Match des Tages traf die ehemalige Jugendnationalspielerin auf Emma Spitz. Die Österreicherin hat international schon etliche Erfolge gefeiert, darunter auch den Titel der „British Girls“ und darf nie unterschätzt werden. Hochklassig ging es direkt mit Birdie gegen Birdie los. Nach einem Spitz-Dreiputt auf Grün 2 und einem Birdie auf Bahn 3 lag die Westfälin früh mit 2auf in Front. Das Birdiefestivial ging allerdings schon auf Bahn 4, dieses Mal für Austria.
Die aufregende Anfangsphase ging munter weiter. Auf Bahn 5 erhöhte Liddell mit einem Par und lochte auf dem sechsten Grün einen wahren Monsterputt aus rund 20 Metern zum Birdie zur 3auf-Führung.
Schon auf Bahn 8 konnte die Deutsche, die schottische Wurzeln besitzt, mit ihrer starken Leistung auf 4auf davonziehen. Emma Spitz zeigte sich davon aber nicht beeindruckt und begann noch auf der Frontnine mit der Aufholjagd. Mit 3auf für Schwarz-Rot-Gold kreuzte das Match auf die Backnine.
Mit einem Birdie stellte die Wienerin schon auf Bahn 12 den Anschluss wieder her und bei nur noch einem Loch Rückstand schien das Momentum nun auf Seiten der Österreicherin.
Danach stabilisierte sich Fiona Liddell wieder und brachte auf den Bahn 15 und 16 jeweils Birdies unter. Mit 2auf ging es dormi auf das 17. Tee. Ein sicheres Par reichte hier für die College-Studentin von der Baylor University, um mit 2&1 in die Runde der besten 32 aufzusteigen.
„Ich habe gut geputtet. Auf diesem Platz geht es kaum ohne Bogey, daher war ich echt zufrieden“, war die 21-Jährige happy.

Sieg auch gegen Dänin

Am Nachmittag traf Liddell auf die Dänin Marie Lund-Hansen. Auch in diesem Match gelang der Spielerin des GC Schloss Vornholz ein Blitzstart. Das Birdie auf Bahn 2 reichte schon für den zweiten Lochgewinn, nachdem Lund-Hansen auf Bahn 1 ihren Drive verzogen hatte.
Birdie gegen Birdie wurde Bahn 3 geteilt. Auf Bahn 4 baute Fiona Liddell ihre Führung schon auf 3auf aus, indem sie ein ganz starkes Up-and-down spielte.
Bahn 8 war das erste Loch, das an die Skandinavierin ging. Mit 2auf ging es für die Deutsche auf die Backnine.
Wieder war der Start auf die zweiten Neun nicht optimal und so konnte Marie Lund-Hansen weiter verkürzen. Doch die Antwort kaum sofort: „Auf Bahn 11 habe ich den Ball abgemastet und Marie hat mir den Birdie-Putt geschenkt.“
Mit einem Birdie verkürzte die Dänin ihrerseits umgehend wieder. Beide Spielerinnen zeigten weiter großes Golf und beeindruckende Schläge. Auf Bahn 15 sammelte Fiona Liddell ein weiteres Birdie und erhöhe damit wieder auf 2auf. Im Stile einer großen beendete die Deutsche mit einem Birdie auf Bahn 17 das Match zum 3&1-Sieg.
In der Runde der besten 16 geht es für die zweifache U18-Meisterin Schottlands am Freitag ab 9.20 Uhr gegen die Schwedin Beatrice Wallin.

Führung noch abgegeben

Sophie Hausmann lieferte sich mit  Amelia Williamson ein offenes Match und lag nach 16 Bahnen in Führung. Dabei hatte die Hubbelratherin auf den Bahnen drei bis neun einige Löcher liegen lassen und es so der Engländerin ermöglicht, überhaupt ein Siegchance zu erhalten. „Gut war, wie Sophie dann zurückgekommen ist. Schade, dass sie am Ende die Bahnen 17 und 18 abgegeben hat“, kommentierte Bundestrainer Stephan Morales die knappe 1down-Niederlage seines Schützlings.
„Ich habe mich auf der Frontnine schnell aus der Bahn bringen lassen, mich auf der Backnine aber richtig gut gefangen. Es ist natürlich extrem ärgerlich, noch zu verlieren, wenn man nach der 16 in Führung liegt. Ich kann zwar einiges Gutes mitnehmen, aber am Ende war es einfach ein verlorenes Match“,  war Sophie Hausmann etwas niedergeschlagen.

Aus am zweiten Extraloch

Helen Kreuzer geriet gegen Gioia Carpinelle vom Start weg in Rückstand, glich diesen aber sofort aus und ging nach weiteren Lochgewinnen auf den Bahnen 5 und 9 mit eigener 2auf-Führung in die Backnine. Die Schweizerin glich jedoch wieder aus und nachdem es all square auf die 14 gegangen war, geriet die Frankfurter Bundesliga-Spielerin in Rückstand, konnte diesen aber auf Bahn 18 mit einem starken Birdie wieder ausgleichen. Es ging ins Stechen. Auf dem ersten Extraloch fiel der Birdieputt zum Sieg von Helen Kreuzer unglücklich nicht. Auf dem zweiten Extraloch machte die Schweizerin dann mit einem bemerkenswerten Zweiputt aus ganz schwieriger Lage den Sack zu.
„Insgesamt war ein super Turnier mit sehr schwierigen und windigen Bedingungen. Ich habe das erste Mal Linksgolf gespielt und dann gleich eine Runde unter Par hinzulegen, ist eine unglaubliche Erfahrung. Der Platz von Royal County Down ist überragend schön und es macht einfach Spaß, hier zu spielen“, war die Frankfurterin trotz der Ausscheidens regelrecht begeistert von dieser 116. Auflage des prestigeträchtigen Turniers.

Nicht ins Match gefunden

Die Titelverteidigerin hatte eine mehr als undankbare Aufgabe in der ersten Matchplay-Runde. Linn Grant aus Schweden ist eine erfahrene Spielerin, die sich richtig in ein Match reinfuchsen kann. So passierte es, dass Leonie Harm schnell in Rückstand geriet und nachdem sie die Tür einmal für die Gegnerin einen Spalt geöffnet hatte, nicht mehr den Schlüssel fand, um den Weg in die nächste Runde für die Schwedin zu verschließen. Nach dem Turniermarathon, den die Spielerin des GC St. Leon-Rot mit dem Höhepunkt der U.S. Womens Open gerade hinter sich gebracht hatte, fehlten vielleicht die letzten Körnchen, um ein solches Match doch noch zu drehen. Am Ende war der Sieg der Schwedin mit 5&4 sogar recht deutlich.
Auch Polly Mack hatte in ihren ersten Match gegen Emily Toy einen schweren Stand. Die Engländerin kaufte der Spielerin des Berliner GC Stolper Heide früh den Schneid ab, indem sie einige längere Putts zu Birdies verwandelte.
„Damit hatte ich so nicht gerechnet. Das hat mich mental dann etwas mitgerissen. Ich habe einfach nicht so gut gespielt wie an den Tagen zuvor, habe nicht nah genug an die Fahne gehauen und auch keinen längeren Putt gelocht“, war die College-Studentin selbstkritisch. Mack kam nie richtig in dieses Match rein, lag nach acht Bahnen schon 4down und unterlag letztlich mit 4&3, weil auf der Backnine nicht genug Birdies gelingen wollten.
Sarina Schmidt musste der Leistung ihrer Gegnerin Respekt zollen. Valentina Albertazzi lag schnell klar unter Par und lag nach acht Bahnen schon mit 3auf in Führung. Mit dem ersten Lochgewinn konnte Schmidt zwar verkürzen, lochte aber zu wenige Putts, um das Blatt ernsthaft wenden zu können. Die Spielerin des GC München Valley zeigte aber Kampfgeist, als sie sich nach einem 4down-Rückstand nach zwölf Bahnen nochmal auf 2down herankämpfen konnte. „Leider habe ich es dann nicht weiter durchgezogen“, war die amtierende Internationale Deutsche Amateurmeisterin enttäuscht, am Ende mit 3&2 unterlegen zu sein.

 

Livescoring So lief Tag 2

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