Bild Information: Sarina Schmidt kommt gut durch die Zählspielqualifikation (Foto: DGV/stebl)

Sechs Deutsche im Cut

Golf Team Germany
 

Sechs Deutsche, darunter auch Titelverteidigerin Leonie Harm, stehen bei der 116. Ladies British Open Amateur Championship in den Matchplays.

Newcastle/Nordirland – Am zweiten Tag der Ladies British Open Amateur Championship war das Wetter am Ufer der Irischen See gnädig. Der Wind hatte deutlich nachgelassen und auch der Regen spielte keine überragende Rolle. Dennoch gingen die Scores am zweiten Tag der Zählspielqualifikation nicht tiefer in den Keller.
Sarina Schmidt durfte schon zeitig am Mittag jubeln, denn ihre Par-Runde, soviel war da schon klar, reichte locker, um in die Matchplays aufzusteigen. Die Spielerin des Bundesliga-Aufsteigers GC München Valley begann mit einem Birdie und hörte mit einem Bogey auf. Dazwischen lagen noch je zwei Birdies und zwei Bogeys.
Am ersten Tag hatte Sarina Schmidt schon gut begonnen und erst zur Mitte der Runde einige Schläge eingebüßt. Am Ende sorgte ein stark herausgespieltes Birdie dafür, dass die Bayerin mit 75 (+2) Schlägen voller Zuversicht in die zweiten Runde starten konnte.
„Für den Wind gestern, war zwei über Par richtig gut. Auch heute bin ich echt zufrieden, denn ich habe gut geputtet und hatte richtig gute Eisenschläge“, darf Sarina Schmidt weiter davon träumen, nach dem Sieg bei den Internationalen Amateurmeisterschaften der Damen in Hamburg einen weiteren, noch größeren Titel gewinnen zu können.
Sophie Hausmann, die am ersten Tag zu den wenigen Athletinnen gehört hatte, die unter Par ins altehrwürdige Clubhaus des GC Royal County Down gekommen waren, begann zwar mit einem Birdie sehr vielversprechend, konnte dann aber nicht mehr nachlegen. Fünf Birdies, zwei davon auf den beiden abschließenden Bahnen, ließen den Score der Hubbelratherin auf 77 (+4) Schläge anwachsen. Dabei hatte Hausmann mehr Fairways und auch mehr Grüns getroffen, allerdings waren nur wenige echte Birdiechancen darunter, weil der Ball meist zwischen sechs und zwölf Meter vom Stock entfernt zur Ruhe kam.
„Ich wusste kurz vor Ende der Runde, dass ich nicht mehr viel riskieren mussten, denn einen Platzrekord konnte ich ohnehin nicht mehr schaffen. Ich habe mir dann gesagt, dass ich nicht übermütig einfach mein Spiel spielen werde. Natürlich habe ich mich über das Bogey-Bogey-Finish mit dem Dreiputt auf der 17 geärgert. Die 18 habe ich dann sehr defensiv gespielt. Ich bin deshalb auch gar nicht frustriert, denn da war heute eine Menge gute Golf dabei. Daher kann ich zuversichtlich ins Matchplay gehen. Der Platz mach einfach Lust, zu spielen.

Zweibester Score des Tages

Einen riesigen Satz im Klassement machte Helen Kreuzer. Der Neuzugang des Bundesligisten Frankfurter GC war am ersten Tag auf dem sehr selektiven Links Course nicht gut zurecht gekommen und lag mit 80 (+7) Schlägen weit hinten. Die zweite Runde verlief für die Hessin ganz anders. Zwar blieb die Scorekarte nicht ganz sauber, aber die beiden Bogeys konnte die College-Studentin mit satten fünf Birdies mehr als ausgleichen und kam so mit einer ganz starken 70 (-3) rein. „Heute hatte ich weniger Wind und damit ein bisschen einfachere Bedingungen. Ich habe viel besser geputtet und mehr Fairways getroffen. Das hilft hier“, freute sich Kreuzer, den Cut gemacht zu haben.
Fiona Liddell vom GC Schloss Vornholz konnte ihre 74 (+1) vom ersten Tag zwar nicht ganz bestätigen, schaffte aber mit einer 77 (+4) dennoch ebenso sicher den Einzug in die Matchplays wie Polly Mack. Die Berlinerin aus dem National Team Germany hatte am ersten Tag mit fünf Birdies geglänzt, konnte am zweiten Tag anfangs zwei weitere Birdies notieren, so dass sie nach acht Bahnen zwei unter Par lag. Danach sammelten sich aber noch vier Bogeys und auf Bahn 13 gar ein „Triple“, so dass die Spielerin aus der Talentschmiede von Gregor Tilch mit einer 78 (+5) zwar etliche Plätze im Klassement verlor, sich aber nun voll auf die Matchplays konzentrieren kann.
Für Titelverteidigerin Leonie Harm sah es nach der Frontnine gar nicht gut aus.  Mit drei über Par kreuzte die Schwäbin auf die Backnine und wusste, dass sie einiges nachlegen musste, um den Cut zu machen. Ganz stark, wie die Spielerin des GC St. Leon-Rot unter diesem Druck zu ihrem Spiel fand und auf den letzten vier Bahnen drei Birdies spielte. Sogar das Doppelbogey auf Bahn 16 wurde von Harm weggesteckt und wie wertvoll ihre Birdies auf den beiden letzten Bahnen werden würden, zeigte sich am Abend.

Alles Matchplay

Ab dem dritten Wettkampftag geht es im Matchplay weiter. Die besten 64 Spielerinnen treten im direkten Duell gegeneinander an. Sophie Hausmann wird die erste Deutsche sein, die rausgeht. Um 8.10 Uhr tritt die Hubbelratherin auf die Engländerin Amelia Williamson.
Um 9.54 Uhr wird es für Sarina Schmidt gegen Valentina Albertazzi aus Italien ernst. Acht Minuten später geht Polly Mack gegen Emily Toy (England) raus.
Um 10.34 Uhr hat Fiona Liddell mit Emma Spitz aus Österreich einen schwere Aufgabe.
Leonie Harm hat um 10.58 Uhr ebenfalls gegen Linn Grant aus Schweden einen echten Prüfstein in der ersten Matchplay-Runde zu bewältigen.
Um 11.22 Uhr ist Helen Kreuzer die letzte Deutsche, die rausgeht. Die Frankfurterin trifft auf Gioia Carpinelli aus der Schweiz.

Endstand Zählspielqualifikation

RANG NAME     ENDSTAND ZS
15 Sarina Schmidt GERMANY +2
25 Sophie Hausmann GERMANY +3
27 Helen Kreuzer GERMANY   +4
42 Fiona Liddell GERMANY   +5
47 Polly Mack GERMANY +5
51 Leonie Harm GERMANY +6
66/MC Alexandra Försterling GERMANY +7
85/MC Paula Kirner GERMANY +9
103/MC Celina Sattelkau GERMANY +11
123/MC Sophia Zeeb GERMANY +14
128/MC Ava Bergner GERMANY +15    
136/MC Miriam Emmert GERMANY +18    

 

Livescoring So lief Tag 1

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