Bild Information: So sehen Sieger aus: Philipp Katich mit dem Siegerpokal in Frankreich (Foto: DGV)

Katich holt großen Titel in Frankreich

Golf Team Germany
 

Philipp Katich vom GC St. Leon-Rot sichert sich mit einer dominanten Leistung seinen bislang größten Titel und gewinnt die Trophée Michel Carlhian, die Internationale Französische Meisterschaft der Jungen U18.  

La Ferte St Aubin / Frankreich - Was für ein großartiges Osterfest für das Junior Team Germany in Frankreich. Am Finaltag der French International Boys und French International Girls, zwei Turnieren mit ganz langer Tradition und großem Prestige, waren mit Philipp Katich und Nina Lang noch Athleten aus den Kadern nach Bundestrainer Christoph Herrmann und Sebastian Rühl vertreten.
Philipp Katich hatte in Frankreich schon in der Zählspielqualifikation für einen Paukenschlag gesorgt, als er als geteilter Erster ganz locker den Cut machte.
Jungen-Bundestrainer Christoph Herrmann war restlos zufrieden mit dem Auftreten seiner Burschen: „Wir sind mit vier Spielern des GTG im Cut. Schon im Zählspiel hat Philipp Katich stark gespielt. Auf der anspruchsvollen Anlage von Golf des Aisses hat er mit seinen Längen echte Vorteile.“
Der Youngster selbst analysierte nach der Qualifikation nüchtern, dass er gut vom Tee gekommen ist und sein Spiel in gutem Shape war. „Ich werde aggressiv dran bleiben und gute Drives hauen“, kündigte Philipp Katich an, dass mit ihm weiter zu rechnen sein würde.

Überragende Woche

Der Athlet des GC St. Leon-Rot spielte eine überragende Woche und nutzte seine Länge vom Tee gnadenlos aus. In der Runde der besten 32 gewann der deutsche Jugendnationalspieler glatt mit 4&2 gegen den Franzosen Hugo Lari.
Im Achtelfinale ging es für Philipp Kartich gegen Alexandre d´Aurelle de Paladines hoch her. Die ersten beiden Bahnen ging an den Franzosen, anschließend aber gab der Deutsche keinen Stich mehr ab. Nach dem Ausgleich auf Bahn 10 ging der Youngster aus der Talentschmiede SLR auf Bahn 16 erstmals in Front und siegte am Ende mit 2auf.
„Heute hat mich Philipp sehr beeindruckt. In packenden Lochspielen hat er mit wirklich unfassbaren Drivelängen auch den Platz bezwungen“, war Christoph Herrmann am Abend des ersten Matchplaytages mehr als happy, dass nach längerer Durststrecke mal wieder ein Deutscher den Sprung in die Top acht geschaffte hatte. Doch das war noch nicht alles!
„Wenn ich morgen so weiter mache und die Drives so auf die Bahn bügele, habe ich nur noch Wedges in der Hand. Grüns treffen, schlau spielen, keine dummen Fehler machen, dann sieht es für morgen sehr gut aus“, war Katich sehr fokussiert.

Viertelfinale

Im Viertelfinale geriet Philipp Katich nie in Rückstand. Gegen Luca Civello reichte es nach einem ganz starken Auftritt für einen 3&1-Sieg.
Im Halbfinale waren für den Kurpfälzer sieben Birdies nötig, um gegen den starken Norweger Baard Skogen mit 2auf zu triumphieren und den Finaleinzug zu feiern. Nach zwölf Bahnen sah Katich mit einer 4auf-Führung schon wie der sichere Sieger aus, musste dann aber auf dem 16. Grün den Ausgleich hinnehmen. Bärenstark, wie der SLR-Athlet nochmals das Momentum auf seine Seite zog und im Stile eines ganz Großen die beiden letzten Bahnen zum 2auf-Sieg holte. Auf der 17 hatte Philipp Katich einen schweren Bunkerschlag, meisterte aber auch diese Aufgabe mit Bravour. Auf dem 18. Grün lochte der Deutsche einen sehr langen Putt über eine Welle ganz cool zum Birdie.

36 Loch Finale

Das Finale gegen Matteo Cristoni war auf 36 Löcher angesetzt. Wäre nach 18 Löchern Schluss gewesen, hätte Philipp Katich einen 6&5-Kantersieg gelandet. Zwingend, praktisch fehlerfrei, brachte der 17-Jährige seine Bälle in gute Positionen und notierte fünf Birdies auf den ersten 13 Bahnen. Cristoni gelang erst auf der 20. Bahn sein erster Lochgewinn, mit der nach der zwischenzeitlichen 7auf-Führung der Rückstand des Italieners aber nur minimal verringert wurde. Schon auf Bahn 23 erhöhte der Bundesadler wieder mit einem Birdie und legte auf Bahn 24 mit einem Eagle direkt nach.

Hoher Sieg

Kurz danach war das Match mit einem haushohen 9&8-Sieg für den Deutschen beendet. „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll! Der Platz hat mir gut gelegen und ich konnte meine langen Drives voll auskosten. Wenn man so gut drauf ist wie ich, dann wird es für den Gegner schwer. Diese Woche habe ich mir mit einer Zeit, in der es nicht so gut lief, hart erarbeitet. Ich freue mich riesig“, strahlte der Champion nach dem Finale.
Coach Christoph Herrmann geriet nach dem Finale regelrecht ins Schwärmen: „Ich habe heute den Tag sehr genossen! Philipp hat absolut überragend gespielt und das Finale vom ersten Schlag an beherrscht. Das war ein ganz großartiger und souveräner Auftritt! Er hat nie nachgelassen und seinem Gegner keine Chance gelassen. Es war eine große Freude, hier heute dabei sein zu können und das zu erleben. Wir sind alle sehr ergriffen und stolz!“
Mit diesem Titel avanciert Philipp Katich auch bei der Deutschen Lochspielmeisterschaft in dieser Woche zu einem heißen Kandidaten auf den Titel. Im Frankfurter GC wird im Matchplay-Modus vom 25. bis 28. April zum zehnten Mal in Folge die Saison der großen Turniere eingeläutet.

Große Namen in der Siegerliste

Bei der seit 1926 ausgetragenen „French Boys“ gab es zuvor sieben Deutsche, die sich die Krone aufsetzen durften. Aber auch heutige Weltstars wie Sergio Garcia oder Nicolas Colsaerts waren bei einem der prestigeträchtigsten Jugendturniere überhaupt erfolgreich.

Weitere gute Leistungen

Neben Philipp Katich zeigten auch andere Athleten in Schwarz-Rot-Gold starke Leistungen. Patrick Schmücking vom GC Wiesbaden hielt sich in der ersten Matchplay-Runde tapfer, unterlag am Ende eines engen Matches aber dem Schweizer Loic Ettlin mit 1down.
Luc Breuer lag nach fünf Bahnen gegen Enrique Dimayuga schon 3down zurück. Der Brite musste dann aber erleben, dass der Aachener stark konterte und nach der 14 nur noch 1down zurück lag. Am Ende musste sich der mehrfache Deutsche Jugendmeister aber doch mit 2&1 geschlagen geben.
Felix Krammer machte es in seinem ersten Match besonders spannend. Zunächst gewann Eliot Anger zwei Bahnen, ehe der Münchener auf Bahn 6 schon wieder ausgleichen konnte. Anschließend ging es hin und her, so dass es fast logisch war, dass nach 18 Bahnen noch keine Entscheidung gefallen war. Auf dem ersten Extraloch sicherte sich der Franzose aber doch den Sieg und stieg ins Achtelfinale auf.
Ebenfalls im Cut war Linus Lang. Für den Münchener war in der ersten Matchplay-Runde das Turnier beendet, als er mit 2&1 gegen Benjami Reuter aus den Niederlanden unterlag.

Hanseat um U16-Trophée

Tiger Christensen hatten den Cut der U18 zwar verpasst, durfte nach der Zählspielqualifikation aber um die Trophée Pierre Massie der besten U16-Spieler kämpfen. Das Nordlicht vom Hamburger GC spielte stark und schaltete zunächst Antoine Lemee mit 2&1 aus.
„Ich fühle mich ganz gut und habe Vertrauen in mein Spiel. Ich werde in den nächsten Runden versuchen, geduldig zu bleiben und den Gegnern nicht viel zu geben“, war der Youngster aus dem Norden guten Mutes, noch weit zu kommen.
Im Viertelfinale ging Théo Boulet früh mit zwei Lochgewinnen in Führung, hatte anschließend gegen das zwingende Spiel des Tigers aber keine Chance mehr. Mit 5&3 schaltete der Falkensteiner den Franzosen aus.
Im Halbfinale begann Tiger Christensen mit einen Birdie stark, konnte gegen Martin Couvra anschließend aber keine weiteren Birdies nachlegen. Der Franzose sicherte sich mit 3&1 den Finaleinzug.

Ergebnisse French Girls 2019

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