Bild Information: Bester Deutscher in England: Matthias Schmid vom GC Herzogenaurach (Foto: DGV/stebl)

Schmid bester Deutscher bei EM  

Golf Team Germany
 

Matthias Schmid vom GC Herzogenaurach schießt sich als bester Deutscher bei der Europameisterschaft in England auf Platz sieben. Mit seiner 63 am zweiten Tag sorgt der ehemalige Jugend-Nationalspieler für das Glanzlicht dieser kontinentalen Titelkämpfe. Den Titel sichert sich Alfie Plant (England) nach einem spannenden Stechen.

Tadworth/England – Am südlichen Rand der britischen Hauptstadt London konnten deutsche Athleten nicht in den Endkampf um die Titelvergabe eingreifen. Die beiden Italiener Lorenzo Scalise und Luca Cianchetti lagen nach vier Runden schlaggleich mit dem Engländer Alfie Plant bei -15.

Zunächst wurden die drei in ein Zählspiel-Play-Off über drei Löcher geschickt. Hier schied Luca Cianchetti mit +1 aus. Im Sudden death hatte anschließend der Brite am zweiten Loch die besseren Nerven und lochte zum Birdie und Titelgewinn.

Den besten Start in dieser Europameisterschaft hatte aus deutscher Sicht Hurly Long. Der Mannheimer, der mit Rang 17 bei The Amateur Championship als bester Spieler mit dem Bundesadler auf der Brust abgeschnitten hatte, brachte sechs Birdies auf seine Karte und musste nur zwei Bogeys notieren. Damit lag Long vor Tag zwei auf Rang 9, hatte gegenüber dem Leader aus Italien allerdings vier Zähler Rückstand.

Alexander Herrmann und Max Schmitt waren ebenfalls gut gestartet und lagen mit jeweils „drei unter“ auf Rang 16. Herrmann brachte sieben Birdies zustande, während Schmitt nur drei Birdies notieren durfte, dazu aber noch zwei Eagle schoss.

Am zweiten Tag katapultierte sich Matthias Schmid mit einer famosen 63 (-9) weit nach vorne und lag plötzlich in der Top Five in Reichweite der Spitze. Die 63 blieb bei dieser Europameisterschaft unerreicht.

Alexander Herrmann brachte erneut einen soliden Score ins Clubhaus und festigte mit seiner 68 (-4) seinen Platz in der Top Ten.

Max Schmitt unterschrieb eine 70 und hatte nach zwei Tagen auf Rang 19 vier Schläge Rückstand auf die Spitzenreiter. Für Hurly Long reichte eine 72 nicht, um seine gute Platzierung zu sichern. Von Rang 26 ging der Viernheimer in die beiden Finalrunden.

Alexander Herrmann schaffte als einziger, am dritten Tag den dritten Score unter 70 ins Clubhaus zu bringen. Der Lohn war vor der Finalrunde Rang fünf mit nur zwei Zählern Rückstand auf die drei Führenden. Matthias Schmid dagegen fiel mit seiner zweiten 73 auf Rang 17 zurück. Hurly Long rückte mit einer 70 wieder fünf Plätze nach vorne und ging von T21 ins Finale.

Am Finaltag war es wieder Mattihas Schmid, der Schwarz-Rot-Gold besonders hoch hielt. Nachdem der Franke erst einen Doppelbogey mit einem Eagle kompensiert hatte, zündete er auf der Zielgerade den Turbo. Auf fünf der letzten sechs Bahnen knallte „Matti“ fünf Birdies auf den Platz und sprang damit im Endklassement mit einem Gesamtscore von -12 auf Rang sieben.

Der Athlet sah selber noch Luft nach oben, denn die Drives waren in dieser Woche einige Male nicht optimal getroffen. „Durch gutes Kurzes Spiel und gute Putts habe ich meinen Score aber trotzdem immer zusammengehalten. Hier und da habe ich ein langes Eisen an den Stock gehauen und so einige Eagles und Birdies machen können. Für mich war es wichtig zu zeigen, dass ich auch in Europa ganz vorne mitspielen kann. Diese EM hat mir sehr viel Spaß gemacht“, fällt das Fazit von Matthias Schmid sehr positiv und zuversichtlich aus.

Alexander Herrmann vom Stuttgarter GC Solitude begann den Finaltag ungewohnt unsicher und lag nach fünf Bahnen schon bei fünf über Par. Stark aber, wie Herrmann sich wieder zurück kämpfte und am Ende mit einer 72 (Even) seinen einzigen Score unterschrieb, der nicht unter 70 war. Im Endklassement taucht Alexander Herrmann mit -10 auf Rang 13 auf.

Bogeyfrei kam Hurly Long über die Finalrunde. Der Junior von Trainer Ted Long brachte drei Birdies auf seine Karte und unterschrieb eine 69. Damit klettert Long bei einem Endscore von „neun unter“ auf Rang 17.

Sehr konstant und stetig besser präsentierte sich Marc Hammer. Nach zweimal 71 und einer 70 kletterte der Viernheimer mit einer 69, seiner besten Runde dieser Meisterschaft, noch auf Rang 26. Von dem Links Course des Walton Heath GC war Hammer sehr angetan, da dieser in perfektem Zustand war. „Mit meinem Spiel und dem Turnier insgesamt bin ich ganz zufrieden. Ich habe viermal unter Par gespielt, was gut ist“, freute sich der Youngster aus dem National Team Germany. Das Lange Spiel war an den ersten Tagen sehr gut, nur wollte der Putter nicht heiß werden. Am Finaltag ging vom Tee nicht jeder Schlag auf die Bahn, so dass Marc Hammer alles aufbieten musste, um einige Pars zu retten. Das Lange Spiel war ansonsten erneut stark und versöhnlich stimmte den Mannheimer, dass am Finaltag endlich auch der Putter sein Freund wurde. „Zum Schluss habe ich noch ein paar dumme Fehler gemacht. Wenn ich die nächstes Mal weglasse, ist alles gut“, geht Hammer zuversichtlich aus diesen Titelkämpfen.

Max Schmitt ist nach seinem erfolgreichen Ausflug auf die European Tour wieder zurück im Kreise der Amateure. Nach Runden von 69, 70, 75 und einer hart erkämpften 68 am Finaltag belegt der Andernacher Rang 32.

Claudio Consul vom Düsseldorfer GC spielte bei dieser EM eine gute Rolle. 72, 70, 69 und 74 Schläge bringen ihn im Endklassement auf Rang 47.

Raphael Geißler gelang auf dem Old Course des Walton Heath GC keine Runde unter 70. 17 Birdies reichen bei Scores von 70, 74, 70 und 72 Schlägen für Rang 52 im Endklassement.

Thomas Rosenmüller musste aus gesundheitlichen Gründen nach zwei Runden aufgeben. Schon während dieser beiden Runden ging es dem Eichenrieder alles andere als gut, so dass er sich mit den Betreuern beriet und dann auch dazu entschloss, vorzeitig abzureisen.

Silke Lüdike, die beim Kader als Mental-Coachin fungierte, hat in England viele Eindrücke und neue Erkenntnisse gewonnen. Diese werden die weitere Arbeit mit Spielern, aber auch mit den Trainern beeinflussen. „Beeindruckt bin ich von der Entwicklung der einzelnen Spieler. Dankbar bin ich für die Zusammenarbeit im Trainerteam, die für mich wieder einmal sehr positiv und konstruktiv war. Jetzt freue ich mich auf zwei freie Tage zu Hause mit meiner Familie und dann geht es auch schon zur Vorbereitung auf die Team-EM der Jungen in La Manga“, wird Lüdike auch beim nächsten Saisonhöhepunkt beim den Jungen des Junior Team Germany mitwirken.

Endstand

RANG NAME     ENDSTAND
1 Alfie Plant ENGLAND   -15/2.EH
T7 Matthias Schmid GERMANY   -12
T13 Alexander Herrmann GERMANY   -10
T17 Hurly Long GERMANY -9
T26 Marc Hammer GERMANY -7
T32 Max Schmitt GERMANY -6
T47 Claudio Consul GERMANY   -3
T52 Raphael Geißler GERMANY -2
MC Yannik Paul GERMANY +2
MC Alexander Matlari GERMANY   +2
Gesamtergebnis

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