Bild Information: Die Aufholjagd hat Max Schmitt noch auf Rang sieben gebracht (Foto: golfsupport.nl/Frank Vuylsteke)

Aufholjagd von Max Schmitt

Golf Team Germany
 

Die European Nations Championship (ENC) ist in diesem Jahr vor allem ein Entwicklungsturnier für junge Spieler des Golf Team Germany. Dies gilt für die Herren, ganz besonders aber für die Mädchen, die alle zum Junior Team Germany zählen. Der Platz in Sotogrande fordert seinen Tribut, sobald ein Schlag nicht ganz optimal platziert ist. Die insgesamt hohen Scores sind dafür ein Beleg und so ist es auch kein Beinbruch, dass kein deutsches Team eine Medaille mit nach Hause bringt. Die Herren landen im Endklassement auf Rang sechs, die Damen können die Rote Laterne nicht mehr abgeben.

Sotogrande/Spanien – Der Finaltag lief für die Schützlinge von Michael Terwort auf dem Platz des Real Club de Golf Sotogrande ähnlich ab wie schon die drei Runden zuvor. „Mental war dies ein sehr anspruchsvolles Turnier, bei dem wir perfekte, aber auch extrem schwere Bedingungen hatten. Wir hatten hier auf den Grüns teilweise Landeflächen von nur einem bis vier Quadratmetern, um nicht einen Bergab-Putt bei zwölf Stimp und vier Prozent Gefälle zu haben oder einen Ball erneut 40 Meter auf ein erhöhtes Grün spielen zu müssen, der vorher mit Spinn wieder vom Grün gelaufen war. Die Mädels haben bravourös gekämpft und wertvolle Erfahrungen gesammelt“, was der Co-Trainer von Bundestrainer Stephan Morales nach dem letzten Putt nicht unzufrieden, obwohl der Bundesadler auf Rang elf steht.

Beste Spielerin aus Deutschland war Alexandra Försterling. Die Spielerin des GLC Berlin-Wannsee war von den drei Athletinnen die erfahrenste, unterschrieb auch am Finaltag eine 78 (+6) und landete am Ende auf Rang 19. Drei Birdies gelangen Försterling zum Abschluss dieses großen, internationalen Turniers, zwei davon auf den ersten vier Bahnen, so dass sich der Kreis schließt: an Tag 1 lag Försterling nach vier Bahnen bei „eins unter“, an Tag 4 ebenso.

Polly Mack lag heute lange so gut, dass erstmals für diese Meisterschaft ein Score unter 80 greifbar war. Auf der allerletzten Bahn musste die Spielerin des Berliner GC Stolper Heide dann aber noch einen Doppelbogey hinnehmen so dass, wie schon in der ersten Runde, erneut eine 80 (+8) im Klassement auftaucht. Damit schließt Mack das erste große Team-Event im Kreise der Nationalmannschaft in der Einzelwertung auf Rang 28 ab, einen Schlag und einen Platz vor Sarina Schmidt.

Die Münchnerin vom GC Valley hat am Finaltag zwar erstmals dem anspruchsvollen Platz zwei Birdies abgetrotzt, machte ihre Karte aber so bunt, dass am Ende eine 84 (+12) stand.

Herren auf Rang 6

Ein starkes Turnier haben die Herren von Bundestrainer Ulli Eckhardt absolviert. Auch wenn der Coach schon vorher betont hatte, dass ihm vor allem der Prozess der Entwicklung wichtig ist und das Ergebnis nicht im Vordergrund steht, so war Eckhardt am Ende doch auch einwenig stolz, dass die Burschen lange um eine Medaille mitgespielt hatten und im Endklassement einen sehr guten sechsten Platz belegen: „Wir haben ein solides Turnier gespielt und gezeigt, dass wir in Europa mithalten können. Alle Nationen haben sich auf diesem sehr anspruchsvollen Platz schwer getan. Wir haben viel gelernt!“

Die Aufholjagd von Max Schmitt beeindruckte dabei besonders, denn der Spieler aus Andernach ließ einer für ihn ungewohnt hohen 80 drei grundsolide Runden folgen, die ihn noch bis auf Platz 7 nach vorne spülten. Am Finaltag war die 73 (+1) der drittbeste Score aller Athleten des Feldes, wobei einzig der Brite Jack Singh Brar unter Par blieb.

Nach Bahn 14 lag Schmitt noch deutlich besser, denn vier Bogeys auf den vier finalen Bahnen verhagelten den Score noch deutlich. Zuvor hatte der Deutsche fünf Birdies bei nur zwei Bogeys gespielt und lag so bei „drei unter“. Das hätte sogar für Rang 4 gereicht.

Timo Vahlenkamp folgt als zweitbester Deutscher auf Rang 24. Die 79 (+7) vom Finaltag reicht nicht, um sich im Endklassement zu verbessern, wobei auch bei dem Westfalen, der inzwischen in Berlin beim GC Stolper Heide seine neue sportliche Heimat gefunden hat, auf den Bahnen 16 und 18 noch vier Zähler über Par auf die Karte rutschten.

Ebenfalls eine 79 unterschrieb Raphael Geißler. Der Youngster des GC St. Leon-Rot hatte sich nach seinem starken 72er-Auftakt ein insgesamt gutes Turnier erhofft. „So früh in der Saison unterlaufen aber noch kleine, taktische Fehler, die auf diesem Platz schnell passieren und dann sehr stark ins Gewicht fallen. Mein Spiel ist aber dennoch gut, vor allem auch nach der kleinen Verletzungspause. Ich bin zufrieden, dass ich schmerzfrei spielen konnte und die Dinge gesehen habe, an denen ich jetzt arbeiten kann. Ich bin zuversichtlich, dass ich eine starke Saison spielen werden“, war Geißler mit Rang 35 zwar nicht zufrieden, zog aber trotzdem ein positives Fazit.

Diese Platzierung teilt der SLR-Spieler sich mit dem sportlichen Nachbarn aus Mannheim-Viernheim. Marc Hammer hat am Finaltag drei Doppelbogeys notieren müssen, nachdem ihm zuvor kein einziges unterlaufen war. So summiert sich die Finalrunde auf 82 (+10) Schläge auf.

Die European Nations Championship hat durch Platz und Ambiente erneut ihre Ausnahmestellung im europäischen Turnierkalender unter Beweis gestellt.

Endstand Damen

RANG NAME     ENDSTAND
1 Chloe Salort FRANCE   +11
T19 Alexandra Försterling GERMANY +30
28 Polly Mack GERMANY +38
T29 Sarina Schmidt GERMANY +39
         
  Teamwertung      
1 Niederlande NETHERLANDS   +26
11 Golf Team Germany GERMANY +61

 

Endstand Herren

RANG NAME     ENDSTAND
1 Jack Davidson WALES   -5
T7 Max Schmitt GERMANY +11
T24 Timo Vahlenkamp GERMANY +19
T35 Marc Hammer GERMANY +22
T35 Raphael Geißler GERMANY +22
         
  Teamwertung      
1 Wales WALES   +13
6 Golf Team Germany GERMANY  

 

Vorbericht zur ENC

Tag 1

Tag 2

Tag 3

 

 

Leaderboard Damen Leaderboard Herren

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