Bild Information: In Führung: Thomas Rosenmüller (Foto: DGV/stebl)

Fünf Deutsche bei EM vorne dabei

EM Herren 2016
 

Auch Tag 2 der Europameisterschaften der Herren läuft aus deutscher Sicht fast ideal. Jeremy Paul gibt in Estland seine Führung an Thomas Rosenmüller weiter, fünf Deutsche stehen in der Top 12.

Tallinn/Estland – Wind, Wind und Regen. Gemischt mit Regen, Regen und Wind: So präsentiert sich Estland am zweiten Tag der Herren-EM.

Normal sieht das Klassement bei solchen Bedingungen vorne immer sehr britisch aus. 2016 haben die Spieler um Jungen-Bundestrainer Ulli Eckhardt aber offenbar ihren Frieden mit den Elementen geschlossen, denn nachdem gestern Jeremy Paul auf Platz 1 stand hat, hat nun Thomas Rosenmüller den Platz an der Sonne übernommen. Der Spieler des GC München-Eichenried brachte schlaggleich mit dem Schotten Craig Ross den besten Score des Tages ins Clubhaus und schaffte dabei das Kunststück, nur ein Bogey zu kassieren. Bei seiner 67 (-5) gelangen Rosenmüller drei Kleinstserien á zwei Birdies in Folge. „Ich habe heute sehr gut gespielt und bin immer geduldig geblieben. Speziell auf der Backnine habe ich sehr gute Schläge mit den Wedges gemacht und auch Grüns mit zwei Schlägen erreicht, so dass die Birdies fast fallen mussten. Ich fühle mich gut und freue mich auf die nächsten Tage, auch wenn das Wetter hier eine Katastrophe ist“, freute sich der Bayer, der schlaggleich mit drei weiteren Akteuren auf T1 steht, über die gelungene Runde.

Nur zwei Schläge hinter der Spitze hat sich Max Schmitt positioniert. Der Youngster des GC Rheinhessen brachte heute satte sechs Birdie auf seine Karte und verpasste den Sprung an die Spitze nur wegen eines Triplebogeys auf Bahn 6. Hier hatte Schmitt gestern noch ein Birdie notiert. Wieder konnte sich der Spieler des Junior Team Germany voll auf seinen Putter verlassen. „Das war nach dem Rückschlag auf der 6 auch sehr wichtig. Ich habe mich danach sehr gut zurück gekämpft“, hat Max Schmitt Nervenstärke bewiesen. Schlaggleich, nun ebenfalls auf Platz 8 rangiert Jeremy Paul. Der Viernheimer brachte heute seine Wedges nicht so zwingend an den Stock und da auf den Grüns nicht wirklich viel gelingen wollte, kam „Jere“ mit einer 73 (+1) vom Platz. „Das war etwas frustrierend, aber ich bin ja immer noch in einer sehr guten Position und werde morgen geduldig spielen, um wieder anzugreifen“, ließ der Spieler des National Team Germany den Kopf nicht hängen.

Stark angefangen und stark aufgehört hat Michael Hirmer. Seine 68 (-4) lässt den Bayern um 55 Plätze im Klassement auf Rang 12 klettern. Sechs Birdies standen nur zwei Bogeys entgegen. „Ich mag den Platz und finde, dass er richtig Spaß macht“, strahlte der Spieler des National Team Germany, der einer soliden Auftaktrunde nun eine famose zweite Runde hatte folgen lassen.

Ebenfalls auf T12 steht nach der zweiten Runde Raphael Geißler. Wie schon am ersten Tag hatte der Youngster des GC St. Leon-Rot sehr solide gespielt und nach verpatztem Start geduldig auf seine Chancen gewartet. Seinem Doppelbogey auf Bahn 1 ließ Geißler eine danach blitzsaubere Runde folgen, bei der ihm noch vier Birdies gelangen. Erneut war eine 70 (-2) der Lohn für das ruhige und konzentrierte Spiel. „Ich kam wieder nicht gut ins Spiel, habe danach aber echt gut gespielt. Jetzt schaue ich, was die kommenden Tage noch bringen“, lauert Geißler auf seine Chance, noch weiter nach vorne zu kommen.

Seine zweite 77 unterschrieb Yannik Paul, weil auf dem Platz im Gegensatz zur Range nicht viel zusammen passt. „Ich habe auf der Range die Bälle beeindruckend gut getroffen und habe mich richtig gut gefühlt. Auf dem Platz gingen die Putts nicht rein und dann nimmt so eine Runde ihren Lauf. Das ist gerade etwas frustrierend, aber es kommen auch wieder bessere Tage“, nimmt Paul es sportlich, dass er bei dieser EM wohl keine Aussichten mehr auf eine vordere Platzierung haben wird.

Jungen-Bundestrainer Ulli Eckhardt war von den Ergebnissen seiner Schützlingen sehr beeindruckt: „Die Jungs haben sich super geschlagen und das bei diesen harten Bedingungen! Wir versuchen, uns weiterhin da oben festzusetzen und wollen ein Wort um den Sieg mitreden. Bis jetzt bin ich hochzufrieden und freue mich auf die zweite Hälfte des Turniers!"

 

stebl´

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