Bild Information: In Führung: Jeremy Paul (Foto Joosep Martinson/Estonian Golf Association)

Jeremy Paul bei EM in Führung

EM Herren 2016
 

Die Europameisterschaften der Herren hat aus deutscher Sicht sehr gut begonnen. Jeremy Paul geht als Führender in die zweite Runde dieser 30. Titelkämpfe, die vor den Toren der estnischen Hauptstadt Tallinn ausgetragen wird.

Tallinn/Estland – Sehr unwirtlich präsentierte sich Estland am ersten Tag der Herren-EM. Die Spieler der frühen Startzeiten hatten mit viel Wind und Regen zu kämpfen, bei den späteren Startzeiten waren die Grüns schon arg in Mitleidenschaft gezogen.

Dazu kam noch eine Gewitterunterbrechung von rund zwei Stunden. Dies alles konnte Jeremy Paul nichts anhaben. Der Spieler des GC Mannheim-Viernheim war so im Fluss, dass er auf dem 6.454 Meter langen Platz mit nur einem Bogey sehr sicher unterwegs war. Auf der Frontnine blieb der Spieler, der in Pulheim bei der BMW International Open die große Bühne des Golfsports bis zur buchstäblich letzten Minute auskosten konnte, am Ende sogar bei der Siegerehrung neben dem späteren The-Open-Champion Henrik Stenson, ohne Bogey und kam „vier unter“ auf Tee 10. Als die Unterbrechung kam, war Jeremy Paul noch nicht ganz durch, lag aber nach drei weiteren Birdies schon bei -6 für den Tag. Nachdem das Spiel wieder aufgenommen wurde, hatte der Viernheimer nur noch die 18 zu gehen und sicherte sich den Platz an der Sonne mit einem souveränen Par. „Ich habe heute gut gespielt und viele gute Wedges geschlagen. Das war entscheidend, weil man oft nach guten Drives nur noch ein Wedge ins Grün hat. So konnte ich mir etliche Birdiechancen erarbeiten und viele auch nutzen. Ich bin sehr zufrieden, aber das Turnier ist noch lang. Ich versuche morgen, da weiter zu machen, wo ich heute aufgehört habe. Ich werde mein Bestes geben“, sprüht Jeremy Paul vor Zuversicht, ohne aber diese Führung zu dem frühen Zeitpunkt des langen Turniers überzubewerten.

Jungen-Bundestrainer Ulli Eckhardt war aber nicht nur mit dem herausragenden Spieler des Tages zufrieden: „Wir haben daneben noch viel Kontakt nach oben. Weitere Runden von 69, 70, 70 und 72... so kann es morgen weiter gehen. Ich bin überzeugt, dass auch noch einige von denen, die heute noch nicht tief geschossen haben, morgen zurück kommen werden.“

Bei seiner EM-Prämiere hat Max Schmitt gleich überzeugend aufgespielt. Zwar kassierte der Youngster zwei Bogeys, aber denen setzte er starke fünf Birdies entgegen. Die 69 (-3) bringt den Spieler des GC Rheinhessen zunächst auf Rang 13. „Heute habe ich viele gute Schläge gemacht und etliche Putts gelocht. Da es meine erste Teilnahme an einer EM ist, bin ich im Großen und Ganzen zufrieden“, steckt noch einiges in dem Spieler, der mehrfach bewiesen hat, wie sehr er sich in ein Turnier hineinfuchsen kann.

Auf Rang 27 stehen mit 70 (-2) Schlägen gleich zwei Spieler des National Team Germany. Raphael Geißler vom GC St. Leon-Rot spielte auf der Frontnine blitzsauber und brachte zwei Birdies auf seine Karte. Die Backnine war dann etwas bunter, weil drei Birdies auch drei Bogeys entgegen standen.

Thomas Rosenmüller vom GC München-Eichenried fand sich etwas schwerer in das Turnier ein. Der Start verlief eher holperig, aber als er auf Bahn 4 nach einem verlorenen Ball noch das Bogey retten konnte, kam Rosenmüller besser zurecht und kreierte für sich etliche gute Birdiechancen. Noch besser hätte es laufen können, wenn die Grüns nicht so unter dem Regen gelitten hätten. „Davon habe ich mich aber nicht beeinflussen lassen. Insgesamt bin ich zufrieden und freue mich auf morgen“, blickte der Bayer zuversichtlich auf Tag 2.

Max Mehles hatte keinen guten Tag. Wieder waren die Abschlägen vom Tee nicht sicher: „Ich weiß auch nicht, woran es liegt. Ich habe viel daran gearbeitet und in den Proberunden lief es auch sehr gut. Der Rest des Spiels funktioniert gut.“ Mit seiner 77 (+5) hat der Hubbelrather auf Rang 132 ein gutes Stück Arbeit vor sich, in den beiden kommenden Runden Boden gut zu machen, um den Cut für die Finalrunde zu schaffen.

Schlaggleich hat auch Yannik Paul die erste Runde absolviert. „Das war für mich ein schlechter Tag. Das lange Spiel war gut, aber im kurzen Spiel und auf den Grüns lief es nicht. Drei Dreiputts und ein Vierputt waren unnötig, sogar auf diesen weichen Grüns. Jetzt brauche ich zwei richtig tiefe Runden, um ins Turnier zurück zu kommen“, analysierte der IAM-Champion von 2014 seinen Start in diese Europameisterschaften.

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