Bild Information: DGV-Statistiken 2020

Kinder und Jugendliche interessieren sich wieder mehr für Golf

 

Traditionell veröffentlicht der Deutsche Golf Verband (DGV) zu Beginn des Jahres die Golferzahlen des zurückliegenden Jahres. Der grüne Sport verzeichnete zum 30. September 2020 einen Zuwachs von 1,4 Prozent auf jetzt 651.417 registrierte Mitgliedschaften in deutschen Golfclubs. Zugleich gibt es zum ersten Mal seit 2010 wieder mehr Golf spielende Kinder und Jugendliche als im Vorjahr. Präsentiert wurden auch erste Ergebnisse einer neuen Studie, derzufolge zusätzlich 1,533 Millionen Menschen in Deutschland in nicht organisierter Form Golf spielen.

„Der Golfsport bietet als Individualsport im Freien die perfekten Voraussetzungen für eine weitgehend Corona-sichere Sportausübung. Daher wurde der Golfsport von der Corona-Krise nicht nur wenig betroffen, sondern im Gegenteil, vielerorts hat unser Sport sogar erheblich gewonnen“, sagt Claus M. Kobold, der Präsident des DGV, anlässlich der Jahrespressekonferenz, die zum ersten Mal Online stattfand. „Offensichtlich haben viele Sportler, die ihre angestammte Sportart nicht mehr ausüben konnten, den Golfsport als sichere Alternative entdeckt“, führt Kobold Gründe für den Zuwachs von mehr als 8.700 registrierten Mitgliedschaften in den Golfclubs und Golfanlagen an. Eine ähnlich hohe Steigerung wurde zuletzt 2012 erzielt, damals mit einem Plus von 1,7 Prozent.

Erstmals seit 2010 wieder Zuwachs bei Kindern und Jugendlichen

„Endlich – aber eigentlich auch wie erwartet – machen sich im Bereich Kinder und Jugendliche die breitensportlichen Maßnahmen unserer Golfclubs, aber auch des DGV, in Zahlen positiv bemerkbar. Der negative Trend der vergangenen Jahre konnte gestoppt werden“, sagt DGV-Sportvorstand Marcus Neumann. Er ergänzt: „Wir haben die Kinder und Jugendlichen nicht nur halten können, sondern können Zuwächse insbesondere bei den 15- bis 18-Jährigen verzeichnen. Insgesamt machen sich die enormen Aufwendungen, wie beispielsweise mit dem bundesweiten DGV-Schulgolfprojekt Abschlag Schule oder etwa die Auswirkungen des Influencer-Camps bezahlt, das ja eben genau auf diese Zielgruppe abzielt“, blickt Neumann positiv auf die Zahlen.

Touristische und dicht besiedelte Regionen profitieren

„Es wurde 2020 zwangsläufig viel Urlaub in Deutschland gemacht und dabei die heimischen Golfplätze als lohnendes Ausflugsziel entdeckt“, begründet der DGV-Präsident, die bundesweit nicht einheitliche Tendenz. Gerade Golfanlagen in touristischen Regionen mit einer guten Golf-Infrastruktur, wie etwa Bayern und Schleswig-Holstein, konnten besonders viele neue registrierte Golfspieler aufnehmen. Aber auch dicht besiedelte Bundesländer, wie Nordrhein-Westfalen, profitierten von steigendem Golfinteresse.

Optimistische Erwartung an die Mitgliederentwicklung

Im Rahmen einer Befragung der DGV-angehörigen Golfanlagen Ende Oktober, an der sich 41 Prozent der Golfanlagen beteiligt hatten, hatte der DGV auch nach den Erwartungen bezüglich der Mitgliederentwicklung für das Jahr 2021 gefragt. 50 Prozent der Antwortenden gehen auch 2021 von einer positiven Mitgliederentwicklung aus, insbesondere in der Altersgruppe 26 bis 49 Jahre.

Erste Ergebnisse der neuen DGV-Nachfrageanalyse

Die positive Erwartung deckt sich auch mit den Ergebnissen der neuesten Studie des DGV, der Nachfrageanalyse Golf. Dazu wurden vom 16. November bis 4. Dezember 2020 10.000 in Deutschland lebende und deutschsprachige Menschen im Alter ab 14 Jahre  im Rahmen einer repräsentativen Online-Erhebung befragt. Jetzt liegen die ersten Ergebnisse vor. Demnach haben 1,533 Millionen Golfspieler in Deutschland keine DGV-registrierte Mitgliedschaft auf einer deutschen Golfanlage, fast 580.000 Personen mehr, als bei der letzten Befragung 2016. „Zusätzlich zu dem starken organisierten Sport, wächst auch der Markt der Menschen signifikant, die nicht organisiert Golf spielen. Hinzu kommt noch eine größere Anzahl von Personen, die eine Golf-Mitgliedschaft im Ausland haben. Die umfassenden Ergebnisse dieser Nachfrageanalyse, werden jetzt ausgewertet und dann im Rahmen eines DGV-Online-Hearings im April zunächst unseren Mitgliedern vorgestellt“, erklärt Claus M. Kobold.

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