Bild Information: Geregelter Ablauf: Abstand halten und Spaß haben (Foto: GCC Motzener See)

Es geht wieder los

Corona
 

Die Freude, in drei Bundesländern wieder auf die Golfplätze zu dürfen, ist groß.

Endlich! Das Ende der Zeit, in der Corona den Zugang zu Golfplätzen versperrt hat, neigt sich dem Ende zu. In Rheinland-Pfalz, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern darf seit dem 20. April wieder gespielt werden. Unter strengen Auflagen und in Brandenburg auch erst, nachdem das zuständige Gesundheitsamt explizit eine Genehmigung erteilt hat, aber immerhin, es geht wieder los. Seit dem 22. April darf auch in Berlin gespielt werden und für die nächsten Tage – so wurde offiziell angekündigt, ist auch in Bremen der Spielbetrieb zugelassen. Die Wartezeit ist vorüber.

Erste Erfahrungen

Die ersten Erfahrungen sind überall, wo seit Montag wieder gespielt wird, gleich: Die Menschen sind froh, glücklich und zufrieden. Die Vorgaben werden eingehalten und der Ablauf funktioniert.

Peter Wenzel, Direktor des Lindner Hotel & Sporting Club Wiesensee in Westerburg berichtet darüber, dass die Telefone seit der Mitteilung über die Lockerung der Maßnahmen am vergangenen Freitag nicht mehr still gestanden haben: „Am Samstagnachmittag waren wir dann für den Rest der folgenden Woche ausgebucht.“

Der Club im Westerwald hatte in der Vorbereitung auf Tag eins die Handlungsrichtlinien des Landesgolfverbandes und des DGV vollständig umgesetzt und die Mitglieder per Newsletter auf die veränderten Platz-, Haus- und Verhaltensregeln hingewiesen. Der Platz am Ufer des Wiesensees wurde entsprechend vorbereitet und für den Rest der Woche ein Starter fest eingeplant. Insgesamt konnten 130 Mitglieder und Gäste schon am ersten Tag wieder den Schläger schwingen, wobei die Nachfrage mindestens doppelt so hoch war.

„Alle haben vorbildlich und ruhig die mittlerweile gängigen Abstandsregeln eingehalten. Die Leute waren sehr glücklich, dass es endlich wieder losgeht“, zeigte sich Peter Wenzel vom Verhalten der Gäste begeistert, denn es hatte überhaupt keine Probleme mit der Einhaltung der Sonderregelungen gegeben.

Mainzer GC

Durchweg positiv sind die Erfahrungen in Mainz. Stefan Kirstein, der Geschäftsführer des Clubs in Budenheim, berichtet nur positiv über die Wiedereröffnung: „Der Tag ist sehr gut verlaufen. Der Andrang ist unbeschreiblich groß, die Leute sind aber wahnsinnig diszipliniert und sich der Verantwortung und Vorbildfunktion bewusst.“

Der Mainzer GC hatte die ruhige Zeit genutzt, um viele Dinge vorzubereiten, sodass dann nach der offiziellen Verkündung nur noch der Feinschliff und die Umsetzung folgte.
298 Spielerinnen und Spieler konnten in 2er-Flights zwischen 8 und 19.24 Uhr starten. „Insgesamt hatten wir Samstag und Sonntag über das Online Buchungsportal ca. 1.300 Buchungen. Wir sind die ganze Woche ausgebucht. Aber es verteilt sich sehr gut und die Menge ist nicht spürbar“, berichtet Stefan Kirstein.

Die Nachfrage sei aber gerade durch die Nähe zu Hessen viel höher gewesen: „Gefühlt wollten 20.000 Hessen eine Startzeit buchen. Ich denke, wir mussten mindestens in der gleichen Menge Startzeit-Anfragen absagen, wie wir angenommen haben. Wir haben ja vorrangig für Mitglieder geöffnet. Diese konnten wir ganz gut bedienen.“

Personell hat der Mainzer GC für den Ansturm dauerhaft einen Marshall eingesetzt. Ergänzend dazu wurde allerdings Personal für das Telefon gebraucht. Bei aller Euphorie gibt es auch in Mainz noch Einschränkungen. So sei die Range noch geschlossen, da man den Andrang dort nicht kontrollieren könne. Es ist aber geplant, schon am kommenden Wochenende auch die Übungseinrichtungen zu öffnen. Wer trainieren will, muss sich seine Box vorbuchen. Die Umkleiden sind geschlossen und am Counter gelten Abstandsregeln, für die Gesundheit der Mitarbeiter wurde ein Spuckschutz installiert.

Bei aller Freude über das bisher so vorbildliche Verhalten der Mitglieder und Gäste hat der Mainzer GC als Strafe bei Verstößen gegen die Sicherheitsregeln eine Platzsperre von 14 Tagen angekündigt.

In Budenheim ist die Freude darüber, dass es wieder losgeht, riesig: „Endlich ist es soweit! Wir freuen uns darüber sehr und wünschen uns für die umliegenden Anlagen, die Kollegen und alle Golfer eine rasche, einheitliche Regelung. Ergänzend dazu freuen wir uns über alle Golfneulinge, welche in den letzten Wochen über unsere Anlage spazieren gegangen sind und hoffentlich im Sommer 2020 diesen tollen Sport mal ausprobieren wollen. Ich glaube der Golfsport ist gut, um gesund zu bleiben und dem Virus den Kampf anzusagen!“

GC Rheinhessen

Immanuel Comtesse hatte mit seinen Mitarbeitern wenig Zeit, im GC Rheinhessen alles ablauffähig herzurichten, denn bis zum Freitag waren noch alle in Kurzarbeit. Die nun nötigen Updates in der Clubverwaltung und andere technischen Prozesse kosteten Zeit. Als dann die Technik stand, ging es aber doch sehr schnell. Innerhalb von einer Stunde waren alle Startzeiten ausgebucht.

„Wir sind sehr auf Mitglieder zugeschnitten und so können am Wochenende auch nur Mitglieder bei uns spielen. Wir hatten aber Anrufe aus ganz Deutschland“, berichtet der Clubmanager des GC Rheinhessen. Der Appell an die Mitglieder, Abstand zu halten, wird voll angenommen.

Berliner Golf & Country Club Motzener See

Am Motzener See erteilte das Gesundheitsamt am Montag die Genehmigung, den Platz wieder zu öffnen. Clubmanagerin Kerstin Keil freute sich darüber sehr: „Die Mitglieder haben sich gefreut, alle haben gestrahlt.“

Als am vergangenen Freitag gegen 20.00 Uhr die Nachricht kam, dass die Golfplätze öffnen dürfen, wurden rasch aktuelle Platzregeln erlassen und dann begann auch schon der Run auf die Startzeiten. Zunächst wurden Zeiten zurückhaltend vergeben und nur in der Zeit von 9 bis 16 Uhr durften jeweils 2er-Flights auf die Runde des 18-Loch-Platzes gehen.
84 Golfer hatten so am ersten Tag das Privileg, spielen zu können. Etwa 500 weitere Anfragen konnten nicht berücksichtig werden. Inzwischen ist vor den Toren Berlins aber auch der 9-Loch-Kurs wieder geöffnet und bis 18 Uhr darf gestartet werden.

Alle, die zur Anlage des BGCC Motzener See gekommen waren, haben sich sehr gut verhalten und exakt auf die Regeln geachtet, die vorab per Newsletter verschickt worden waren. Ein Starter und ein Marshall auf dem Platz begleiten das Spiel. Vor dem Club-Sekretariat wurde an der Anmeldung ein Einbahnstraßensystem installiert. Dies hat sich bestens bewährt.

Ein Verstoß gegen die Regeln hätte sofort ein Spielverbot für einen Tag zur Folge, bei Wiederholung auch für länger. „Aber dazu kam es bisher nicht und das möchten wir natürlich auch gerne vermeiden“, ist Kerstin Keil in diesem Punkt zuversichtlich. Kerstin Keil hat auch eine positive Aussicht: „Ich freue mich für unsere Mitglieder, unter Einschränkungen dem Lieblingssport nachgehen zu können. Mit ist lieber, die Menschen laufen über den Golfplatz als dass sie Zeit in Geschäften verbringen. Das ist gesünder!“

 

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