Bild Information: Weltmeister Allen John (Foto: privat)

Allen John gewinnt die Weltmeisterschaft der Gehörlosen

Weltmeisterschaft
 

Das war kein Sieg! Das war ein Triumphzug! Allen John hat bei der Weltmeisterschaft der Gehörlosen Golfer in Dänemark einen nie gefährdeten Turniersieg eingefahren. An allen vier Wettkampftagen kam der Spieler des GC St. Leon-Rot mit der Tagesbestleistung aller 55 Teilnehmer vom Platz des Royal GC Kopenhagen.  

Kopenhagen/Dänemark – Mit Runden von 72, 71, 72 und 74 Schlägen sicherte sich Allen John mit einem Vorsprung von sagenhaften 21 Schlägen gegenüber dem Briten Paul Waring den Titel. Am Finaltag schaffte es Eric Brumm immerhin, mit einer 74 für diesen Tag gleichzuziehen. Vorher hatte der US-Amerikaner aber schon 35 Schläge mehr in den ersten drei Runden gebraucht, so dass er nie in den Kampf um die Medaillen eingreifen konnte.

Auf dem anspruchsvollen Platz war 2015 ein Turnier der Challenge Tour ausgetragen worden. Der Siegerscore war damals auch deutlich über Par. Dies gibt der Leistung von Allen John, insgesamt mit +1 das Turnier abzuschließen, einen besonderen Hintergrund.

„Ich habe richtig gutes Golf gespielt. Der Platz verlangt einem alles ab, weil viel Wasser rechts und links ist. Die Grüns waren sehr onduliert und die Fahnen meist nicht leicht gesteckt. Der Wind war böig und daher schwierig einzuschätzen. Daher war es schwierig, Birdiechancen zu kreieren“, beschreibt der Champion die Schwierigkeiten in Kopenhagen.

„Die Bahnen 17 und 18 habe ich auf vier Runden insgesamt acht unter Par gespielt. Ich wusste immer, dass ich da noch mal meine Stärke ausspielen kann, indem ich mit langen Drives die Bahn abkürze“, machte sich das starke Spiel mit den Hölzern bezahlt.

In Runde 3 hatte Allen John auf Bahn 14 nach einem Pull in den Bunker eine sehr unglückliche Lage, musste daher einen echten Kunstschlag zeigen. Dieser gelang perfekt und so hätte der neue Weltmeister fast noch ein Birdie gespielt. Es lief einfach.

Die letzte Runde war mit einem Vorsprung von 14 Zählern eine echte, mentale Herausforderung. Im Gefühl des sicheren Sieges konzentriert zu bleiben, war das Ziel. Aber auf der Frontnine lief es nicht gut. Plötzlich gelang nichts mehr und so lag Allen John früh deutlich über Par. Auf Tee 10 sammelte sich der Routinier aber neu und spielte danach deutlich besser, weil die Schläge ins Grün nun sehr gut kamen. „Das war ein gutes Comeback innerhalb der Runde“, kommentierte Allen John diesen krönenden Abschluss einer rundum gelungenen Weltmeisterschaft. „Es fühlt sich super an, Weltmeister zu sein“, jubelte der SLR-Spieler über den Triumph.

Mit dem Final Four und seinem Start bei der Omega Masters in der Schweiz stehen noch zwei weitere Höhepunkte im Kalender des Golfers aus der Kurpfalz.

stebl´

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