Bild Information: Nicolai von Dellingshausen siegt am vierten Extraloch für Hubbelrath (Foto: DGV/stebl)

Berlin-Wannsee & Hubbelrath gewinnen Final Four

KRAMSKI DGL
 

Der G&LC Berlin-Wannsee und der GC Hubbelrath sind die neuen Deutschen Mannschaftsmeister. Beim Final Four der KRAMSKI Deutschen Golf Liga (DGL), das am 22. und 23. August im Licher GC stattfand, haben die Berliner Damen im Endspiel mit 5,5:3,5 gegen den Münchener GC gewonnen. Die Herren des GC Hubbelrat siegten im Stechen am vierten Extraloch gegen den Hamburger GC.

Die beiden Meister aus 2014 wurden jeweils Dritte: Bei den Damen holte der GC St. Leon-Rot (7:2-Erfolg über Hubbelrath) Bronze und bei den Herren der GC Mannheim-Viernheim (8,5:3,5 über St. Leon-Rot). Am Finaltag ließen sich knapp 2.000 Zuschauer das Saisonhighlight der KRAMSKI DGL in Lich nicht entgehen. Etwa die Hälfte war bereits zu den Halbfinals gekommen.

Berlin-Wannsee macht kurzen Prozess

Im Überraschungsfinale der Damen, denn mit dem G&LC Berlin-Wannsee und dem Münchener GC hatten sich die Underdogs gegen die Favoriten aus St. Leon-Rot bzw. Hubbelrath durchgesetzt, führten die Berlinerinnen nach den Vierern mit 2,5:0,5. Die jungen Hauptstädterinnen waren vormittags zu stark für den MGC. Zwar konnten die Münchnerinnen noch drei Einzel für sich entscheiden, doch Alexandra Försterling, Hendrika Labsch und Tina Fischoeder ließen nichts mehr anbrennen und trugen weitere drei Punkte zum Titelgewinn von 5,5:3,5 bei.„Das Final Four war für mich eine Gefühls-Achterbahn und ich finde es wirklich krass, dass wir diese Meisterschaft gewonnen haben. Wir sind hier als das Team angereist, mit dem niemand ernsthaft gerechnet hat“, sagt Försterling und erklärt weiter: „Unser Teamgeist hat uns viel Stärke gegeben und war meiner Meinung nach auch ausschlaggebend.“

Herren-Finale an Dramatik kaum zu überbieten

Genauso klar, wie sich die Hamburger im Halbfinale gegen den Titelverteidiger GC Mannheim-Viernheim deutlich mit 9:3 durchgesetzt hatten, wollten sie es auch am Finaltag in den Vierern gegen den Meister von 2013 machen: Am Vormittag spielten die Falkensteiner stark auf und gewannen drei von vier Partien, ein Match wurde geteilt. Somit führten sie zum Start der entscheidenden Einzel mit 3,5:0,5 Punkten. Doch dann kam alles anders: Hubbelrath kämpfte um jeden Punkt in den Einzeln und erzwang schließlich das Stechen. Erst am vierten Extraloch sollte die Entscheidung zwischen Nicolai von Dellingshausen und Niklas Adank fallen. Zuvor hatte European-Tour-Spieler Maximilian Kieffer sein Match gegen Philipp Westermann mit einem Birdie für Hubbelrath gewonnen, anschließend teilten von Dellingshausen und Adank sowie Max Mehles und Brian Schnoor die Punkte, spielten sie jeweils ein Birdie. Max Kieffer sagte: „Ich musste mein allerbesters Golf spielen und bin zum ersten Mal Deutscher Mannschaftsmeister geworden. Ich freue mich sehr, mit diesem Team gewonnen zu haben.“ Das Spiel hätte keinen Sieger und keinen Verlierer verdient, darin waren sich viele Beteiligte einig.

Bronze geht an St. Leon-Roter Damen und GC Mannheim-Viernheim

Die Spiele um Platz 3 gingen deutlich an die Meister von 2014, die sich von ihren Niederlagen am Vortag wieder erholt hatten. Die Damen des GC St. Leon-Rot zeigten von Anfang an, dass sie sich mit nichts anderem als Bronze zufrieden geben würden und ließen den Hubbelratherinnen mit 7:2 keine Chance. Gleiches Bild bei den Herren: Der GC Mannheim-Viernheim gab in den Vierern ein Match an St. Leon-Rot ab und am Ende hieß es 8,5:3,5.

Marcus Neumann, Vorstand Sport des Deutschen Golf Verbandes, war insbesondere von den Finalpartien begeistert: „Es war einfach der Wahnsinn. Heute sind so viele unglaublich lange Putts reingegangen, wir haben Spitzensport auf höchstem Niveau gesehen. Ich freue mich, dem Licher Golf-Club ein herzliches Dankeschön zu sagen. Es war eine fantastische Veranstaltung!“

Eine ausführliche Berichterstattung zum Final Four sowie Bildergalerien unter www.deutschegolfliga.de

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