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Vereinfachung des Handicap-Systems

Vorgabensystem
 

Entscheidende Schritte der EGA zeichnen sich ab: Der Deutsche Golf Verband (DGV) setzt sich mit Nachdruck und klarer Position seit geraumer Zeit bei der European Golf Association (EGA) intensiv für eine Flexibilisierung des Handicap-Systems ein.

Die EGA hat nun angekündigt, die turnusgemäße Überarbeitung des Systems für die Spielsaison 2016 für grundlegende Änderungen der Bestimmungen zu nutzen.

Immer wieder wird von Golfspielern und Verantwortlichen für den Spielbetrieb die Frage diskutiert, ob das europaweit einheitliche und auch in Deutschland angewendete Vorgabensystem den Bedürfnissen der heutigen Golfgemeinschaft gerecht wird. So treten von Jahr zu Jahr unterschiedliche Interessen verschiedener Gruppen von Golfspielerinnen und Golfspielern immer deutlicher zutage: Einerseits bedarf der ambitionierte Wettkampfgolfspieler klarer Regelungen, damit er sich fair mit anderen um Preise und Platzierungen bewerben kann, andererseits wünscht sich der Freizeit- und Gelegenheitsspieler ein einfaches und besonders verständliches System.

„Der DGV wird bei der EGA mit seinem Vorstoß für flexiblere Regelungen erkennbar deutlich gehört“, so Alexander Klose, DGV-Vorstand Recht und Regularien, „auch wenn noch ein wenig Arbeit vor uns liegt, bin ich doch zuversichtlich, dass wir mit der nächsten turnusgemäßen Regularienanpassung durch den Europäischen Golfverband den besonderen Bedürfnissen, der größten Gruppe von Golfspielern, nämlich denen mit höheren Vorgaben, aber auch den wettspielorientierten Spielern sehr viel besser gerecht werden.“

Hans Malmström (Schweden) hält als Vorsitzender des zuständigen Vorgabenausschusses der EGA fest: „Die aktuell in der Prüfung befindlichen möglichen Anpassungen für ein Handicap-System ab 2016 sollen mit eher geringfügigem Aufwand verbunden sein, aber deutlich flexiblere Regelungen für die große Mehrheit aller Golfer mit sich bringen.“ Diskutiert wird ein System, in dem eine Heraufsetzung des Handicaps nach einem schlechten Wettspielergebnis bei höheren Handicaps nicht erfolgen würde, wohl auch nicht durch eine Vorgabenüberprüfung zum Jahresende. Eine solche Regelung würde dann im höheren Handicap-Bereich auch die Anwendung von Pufferzonen überflüssig machen sowie das CBA insgesamt in Frage stellen und damit vorgabenwirksames Spiel attraktiver gestalten. Auch die Bezeichnung von Vorgaben als „aktiv“ und „inaktiv“ steht auf dem Prüfstand.

Erst jüngst konnte der DGV seine klare Position auf einer Regionalkonferenz der EGA, die sich ausschließlich mit der Vereinfachung von Vorgabenregularien befasst hat, deutlich machen und hat von den weiteren anwesenden Golfverbänden der „Central Zone“ dazu Unterstützung erfahren. Die Tagung in Wien knüpfte an zwei vergleichbare Treffen in Kopenhagen und Rom an, auf denen die skandinavischen beziehungsweise südeuropäischen Golfverbände eine Reform des Handicap-Systems für 2016 ausführlich diskutierten. Es ist nun Sache der Führungsgremien des Europäischen Golfverbandes, die Ergebnisse der Treffen auszuwerten und in grundlegend überarbeitete Entwürfe neuer Regularien umzusetzen. Das Präsidium des DGV wird hier im Interesse der Mitglieder und vieler Golfspielerinnen und Golfspieler konsequent auf eine Umsetzung drängen.

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