Bild Information: Die geprüften Stege und Brücken fügen sich harmonisch in die Umgebung ein (Bild: Verlag Par)

Geprüfte Stege und Brücken

Golf&Natur
 

Mit umgesetzten Maßnahmen aus dem Arbeitsschutz punktet die Golfanlage Wulfsmühle und gehört nun seit Oktober zum Kreis der Clubs mit der DGV-Auszeichnung eines Silber-Zertifikates.

Der Golfplatz Wulfsmühle liegt in einem Naherholungsgebiet an Hamburgs nördlicher Stadtgrenze. Schon beim Bau wurden 35 Hektar Ausgleichsfläche geschaffen, drei Hektar Wald aufgeforstet und 15 Hektar  Pinnau-Ufer renaturiert. Beim Neubau der Deiche wurden die für die Gegend typischen Kopfweiden gesetzt und ein Amphibienschutzgebiet mit dazugehörigen Krötentunneln angelegt. Auf den zum Spiel genutzten Flächen werden nur 10 Hektar intensiv bearbeitet. Zahlreiche Wasserhindernisse und Bachläufe machen das Golfspiel interessant, sie bilden einen mehr als 10 Hektar großen Biotopverbund. Dieses Refugium zieht die heimischen Vögel an, und  der artenreiche Fischbestand mit Karpfen, Barsch und Hecht findet in den Seen an Bahn 4 und 16 ideale Lebensbedingungen.

Ideale Voraussetzungen und Herausforderung zugleich, um am Umweltprogramm Golf&Natur teilzunehmen. Zu den Schwerpunkten zählen seit 2009 neben dem Entwicklungskonzept für Bachläufe  die Veröffentlichung und Umsetzung eines Sicherheitskonzeptes. Beachtung fand erfreulicherweise die Projektwoche „2010 Golf“ in der Grundschule Tangstedt, in der die Schüler die Tier- und Pflanzenwelt auf dem Platz erkundeten und Nisthilfen, Spatzenreihenhäuser sowie 10 Fledermausherbergen und 5 Schmetterlingshotels an geeigneten Orten aufbauten.  Dafür wurde der Golfanlage in diesem Jahr das Zertifikat Bronze verliehen.

So wichtig wie Golfscores und Tore im Sport ist auch der Bereich „Club-Steuerung“. Leider bleibt den meisten Mitgliedern dieser Unternehmensteil verborgen.  Das Sekretariat kennt man noch, aber welches Clubmitglied wüsste auf Anhieb, wo der Betriebshof liegt? Das ist jener Ort, an dem das Greenkeeper-Team wirkt, wo die Mähmaschinen parken, wo die Pflegepläne am Rechner entstehen. Der Betriebshof ist das Kernstück der Anlage, wo auch einige der Maßnahmen aus dem Golf&Natur -Programm umzusetzen sind.  

Mit einem externen Sicherheitsbeauftragten machte sich das Management der Wulfsmühle an die Aufgabe von Arbeits- und Umweltschutz, um den gesetzlichen und betrieblichen Auflagen zu entsprechen. Dabei ging es zunächst um die Lagerung und den Umgang mit Gefahrstoffen (Treibstoff, Dünger, Reinigungsmittel). Zum anderen schreibt der Gesetzgeber einiges vor: Prüfpflichtige Geräte und Anlagen sind in zeitlich vorgegeben Abschnitten zu checken, die Prüf-Dokumente und -Protokolle sind von offiziellen Sachverständigen zu testieren. Mit den verschiedensten Feuerlöschern mag das sogar dem Laien verständlich sein, doch auch Stege und Brücken unterliegen solchen Sicherheitsstandards. Mitte Oktober wurde durch den DGV-Umweltberater, Dr. Gunther Hardt, und dem Beauftragten der Auditierungsfirma DQS, Reinhardt Buchholz (Dipl.Ing.), der Golfanlage Wulfsmühle das begehrte Zertifikat Silber verliehen.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, wissen jedoch, dass die Wulfsmühle mit ihrer reichhaltigen Tier- und Pflanzenwelt einer nachhaltigen Pflege und eines besonderen Schutzes bedarf“, meinte Christina Druve, Betreiberin und Geschäftsführerin der Anlage. Spaß hat man an der Aktion „Rettet den Spatz“, deren Bestand in den letzten 25 Jahren um 85 Prozent gesunken ist. Im April brachte Spatzenfreund, Hobbygolfer und Fussball-Legende Uwe Seeler am ersten Abschlag ein HSV-Spatzenhochhaus an.
-EJ Heine-

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