Schwarz-Rot-Gold: Henseleit triumphiert
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Schwarz-Rot-Gold 2019 - Deutsche on Tour: Woche 49

Die Superlativen gehen aus!

Esther Henseleit (Foto: Tristan Jones/LET) holt sich in ihrem ersten Profijahr nicht nur ihren ersten Sieg auf der LET, sondern gewinnt gleich auch die Order of Merit. Dies war vor der Spielerin des National Team Germany bislang nur Laura Davis und Carlota Ciganda gelungen.

Beim letzten Turnier der Saison machte Esther Henseleit den Deckel drauf. Schon einige Male hatte sie am Turniersieg geschnuppert, musste dann aber jeweils doch Spielerinnen noch den Vortritt lassen, die einen außergewöhnlichen Lauf hatten. Nun also im 17. Turnier die neunte Top-Ten-Platzierung und der erste Sieg.

Dabei war die Norddeutsche, die in der KRAMSKI Deutschen Golf Liga presented by Audi für den Hamburger GC antritt, nach Runden mit 69, 70 und 71 Schlägen mit sieben Schlägen Rückstand auf die Führende vom geteilten zweiten Platz in den Finaltag gestartet.

Am Finaltag der Magical Kenya Ladies Open lieferte Esther Henseleit ihr Meisterstück ab und blieb ohne Bogey. Acht Birdies machten die 64 perfekt und damit mit gesamt -14 den Sieg beim Saisonfinale der LET.

DGV-Sportvorstand Marcus Neumann war nach dem Finaltag sehr zufrieden mit dem Verlauf des Turniers und der Saison: „Alle Deutschen im Cut, dreimal die Top Ten und dann zur Krönung diese Ausnahmerunde von Esther Henseleit. Was da in Kenia abgelaufen ist, war so begeisternd, absolut einmalig. Glückwunsch an Esther und alle anderen, die in dieser Saison so hervorragend gespielt haben. Das deutsche Frauengolf ist beeindruckend. Das Macht ganz viel Lust auf die Zukunft des Golf Team Germany!“

Auch Bundestrainer Stephan Morales jubelte: „Esther gehört an die Spitze der Order of Merit, weil sie in ihrem ersten Profijahr so gleichmäßig gut gespielt hat. An einem solchen Tag, wenn die Führende nicht ihren besten Tag erwischt, muss man es erstmal schaffen, mit einer solchen Vehemenz durch die Tür zu gehen, die vielleicht gerade mal einen kleinen Spalt geöffnet wird. Großartig, was Esther da abgeliefert hat!“ Für den Bundestrainer war neben dem Sieg von Henseleit aber auch das Gesamtergebnis der deutschen Damen sowohl in Kenia, wie auch über die gesamte Saison ein Grund, überaus zufrieden zu sein, denn vier Deutsche in der Order of Merit in der Top Ten und in Kenia auch drei Spielerinnen mit dem Bundesadler auf dem Shirt unter den besten zehn Athletinnen, zudem alle Deutschen im Cut, ist eine mehr als außergewöhnliche Bilanz.

Christian Lanfermann, Coach des Hamburger GC und seit Jahren eng mit dem jungen Star am Golfhimmel befasst, hatte die Finalrunde live im Fernsehen verfolgt und kräftig mitgefiebert: „Ich bin unfassbar stolz auf Esther. Man hat gesehen, dass sie sich heute durch nichts aus der Ruhe bringen ließ. Sie hat soviel Professionalität an den Tag gelegt und genau das gemacht, was sie vorher im Interview angekündigt hatte, einfach viele Birdies zu spielen. Dass sie das kann, hat Esther schon häufig bewiesen, aber es fehlte ab und zu noch das nötige Glück. Heute hat alles sensationell gepasst und ich freue mich riesig, dass sie ihr Märchen so krönen konnte.“

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