Panorama

Ehrentag der Frisur: Kuriose Hairstyles im Zirkus Golf


30. April 2022 , Thomas Kirmaier


Na? Erkannt? Klar, das ist der junge Bernhard Langer in den frühen 80er-Jahren. Mit hübscher Frisur.
Na? Erkannt? Klar, das ist der junge Bernhard Langer in den frühen 80er-Jahren. Mit hübscher Frisur. | © Getty Images

Der 30. April ist der Ehrentag der Frisuren. Für uns Anlass, die auffälligsten Hairstyles der jüngeren Golfgeschichte aus dem Archiv zu kramen.

Mal kahl rasiert, mal Iro, mal lange Mähne: „Ich habe schon so gut wie alle Frisuren gehabt“, sagt Nick Bachem. Der deutsche Nationalspieler ist inzwischen als Pro auf der Challenge Tour recht erfolgreich. Seine blonde Mähne hat dem 22-Jährigen schon Vergleiche mit dem jungen Bernhard Langer beschert. Apropos Langer: Der trug in den frühen 80er-Jahren, noch vor seinem ersten Masters-Coup, eine beeindruckende Matte und wäre auch als blonder Engel aus Deutschland durchgegangen, wäre dieser Spitzname nicht schon für Fußball-Star Bernd Schuster reserviert gewesen. Aber so war es damals eben stylish.

Kuriose Frisuren gibt es haufenweise im Golfzirkus. Wir haben die schönsten Matten, sorry - Haarschnitte, zusammengetragen. Unvergessen die dunkle Lockenhaube, mit der Rory McIlroy in dessen jungen Jahren berühmt wurde. Sein Style wurde sogar nachgeahmt, indem Tourkollegen sich eine Perücke mit Rory-Locken haben anfertigen lassen. Frisurmäßig immer weit vorne dabei waren jahrelang auch die beiden US-Amerikaner Pat Perez und Charley Hoffman. Der eine mit dunkler, langer Mähne, der andere mit der Kopie in Blond hinten aus der Kappe raushängend unterwegs. Vorteil: Man hat die Jungs selbst in einem briefmarkengroßen Fernsehgerät sofort erkannt.

Haarstyles der Stars

Er hat die Haare schön - gehabt: Rory McIlroy 2009 in Paris. © Stuart Franklin/Getty Images
Haar-Kunst präsentierte Michelle Wie beim Solheim Cup 2017. © Stuart Franklin/Getty Images
Er ist haarpracht-technisch immer vorn dabei: Der Australier Cameron Smith ließ sich für Olympia in Tokio sogar den Ländercode (AUS) in seine Frisur rasieren. © golfsupport.nl
Sofort am Haar erkannt: der US-Amerikaner Charley Hoffman. © golfsupport.nl
Seine Matte ist auch berühmt: Amerikas Golf-Enfant-Terrible John Daly. © golfsupport.nl
Mann mit Zopf: Marcel Siem ist der deutsche Pro mit dem auffälligsten Haarschnitt. © golfsupport.nl
Sie hat schon immer eine markante Frisur: die Engländerin Laura Davies. © golfsupport.nl
Na? Erkannt? Der Mann mit der blonden Mähne ist Bernhard Langer in den frühen 1980er-Jahren. © Getty Images
Er gehört auch zu den Profis mit auffälligen Haaren: der US-Amerikaner Pat Perez. © golfsupport.nl
Irgendwo unter dieser Mähne versteckt sich US-Golf-Star Paula Creamer. © Bruce Sherwood/Getty Images

Deutsche Golfstars mögen es bis auf wenige Ausnahmen eher kurz und gepflegt. Klar, so spart man sich morgens viel Zeit im Bad. Vor allem dann gut, wenn man eine sehr frühe Startzeit hat. Kaymer, Jäger, Long, Kieffer, Schmid, Schneider, Paul – alle tragen hübsch Kurzhaarschnitt. Da sticht Marcel Siem hervor. Er trägt's gern länger und bindet die Mähne auch gerne mal zum Dutt zusammen.

Apropos Dutt: Das ist eine Art Haarknoten auf dem Hinterkopf und bei Frauen eine beliebte Option für die Golfrunde. So ist der Haarschmuck sauber aufgeräumt und stört nicht beim Schwingen oder Puttlinie lesen. Ohnehin haben Damen mehr Möglichkeiten, wenn es um Frisuren geht. Viele schwören auf den klassischen Pferdeschwanz, was den Fotografen tolle Motive mit wehenden Zöpfen ermöglicht. Manchen nutzen Tees, um Zöpfe zusammenzustecken. Prominentes Beispiel war einst Stil-Ikone Michelle Wie, die ihre lange Mähne beim Solheim Cup 2017 im Stars & Stripes Modus in Rot und Blau zusammengebunden hatte. Ein echter Hingucker und am Ehrentag der Frisuren immer eine Erwähnung wert.

Warum gibt es diesen kuriosen Feiertag überhaupt? Jährlich sollen am 30. April alle Frisuren besondere Anerkennung finden und der- oder diejenige, der/die für sie verantwortlich ist, besonders gelobt werden. Machen wir hiermit gern, denn Haare gehören eben zu uns Menschen – und das seit Jahrtausenden. Archäologen haben belegt, dass bereits im alten Ägypten aufwendige Frisuren mit Kämmen und Haarnadeln gesteckt wurden. Der Mode sind diesbezüglich kaum Grenzen gesetzt. Das gilt auch auf dem Golfplatz.