Golfregeln

Regeln für Spieler mit Behinderung


22. Dezember 2021 , Deutscher Golf Verband e.V.


Golfregeln für Golfspieler mit Behinderungen (Foto: Wirtz)
Golfregeln für Golfspieler mit Behinderungen (Foto: Wirtz)

Es gibt Golfregeln, die sind von Spielern mit einer bestimmten Art einer Behinderung nicht zu erfüllen. Um dennoch ein Spiel gemäß den offiziellen Golfregeln zu ermöglichen, werden diese in bestimmten Punkten angepasst.

Die Anpassung der Golfregeln für Golfspieler mit Behinderung ermöglicht es behinderten Golfspielern, ohne Benachteiligungen mit einem Golfspieler ohne Behinderung oder einem Golfspieler anderer Behinderung zu spielen. Der Fairplay-Gedanke im Golf soll allen Spielern die Möglichkeit geben, einen Nachteil, der durch körperliche oder geistige Einschränkung vorliegt, ausgleichen zu können.

So kann zum Beispiel ein blinder Spieler nicht sehen, ab wann er den Boden eines Bunkers berührt (und wenn er es spürt, liegt bereits ein Regelverstoß vor) und ein Spieler im Rollstuhl wird in manchen Bunkern gar keine Möglichkeit haben, seinen Ball zu spielen.

„Die angepassten Golfregeln für Spieler mit Behinderung" erlauben daher, für diese und einige weitere exakt definierte Gruppen von Spielern mit Behinderung, je nach der Art der Behinderung, Ausnahmen in Kraft zu setzen,

Es gilt jedoch nicht für jeden Spieler mit einer Behinderung automatisch der ganze Katalog an möglichen Anpassungen, sondern nur die für seine Kategorie der Behinderung aufgeführten Erleichterungen. Um sich für die Anwendung einer der Kategorien zu qualifizieren, benötigt ein Spieler einen amtlichen Behindertenausweis mit entsprechendem Eintrag.

Sollten diese Ausnahmeregelung für Spieler mit Behinderung für Turniere in Kraft gesetzt werden wollen, so muss dies generell in eine Rahmenausschreibung oder individuell in die Einzelausschreibung aufgenommen werden. Der Text der angepassten Golfregeln für Spieler mit Behinderung befindet sich in Teil III des „Offiziellen Handbuchs zu den Golfregeln“.