BMW Int. Open

Ein Top 5 und Cut-Rekord eingestellt: Die Deutschen ziehen Bilanz


26. Juni 2022 , Daniel Dillenburg


Feierte in München sein zweitbestes Karriereergebnis: Nicolai von Dellingshausen.
Feierte in München sein zweitbestes Karriereergebnis: Nicolai von Dellingshausen. | © Stuart Franklin/Getty Images

Bei der BMW International Open im Golfclub München Eichenried stehen insbesondere die heimischen Spieler im Vordergrund. Wir haben die Resümees aller Deutschen im Cut.

17 Deutsche spielten bei der diesjährigen BMW International Open mit. Darunter Major-Sieger Martin Kaymer sowie der viermalige European-Tour-Sieger Marcel Siem. Auch wenn der letzte Heimerfolg weiterhin bis ins Jahr 2008 zurückgeht – Haotong Li gewann das Event im Stechen gegen Thomas Pieters -  als Kaymer in München triumphierte, kann in dieser Woche ein positives deutsches Fazit gezogen werden. Acht Deutsche qualifizierten sich für die beiden Finalrunden am Wochenende – Einstellung des Rekords aus 1993.

Etwas überraschend scheiterte Matti Schmid am Cut, nachdem er im vergangenen Jahr als Amateur begeisterte und geteilter 14. wurde. Für die deutschen Fans im Golfclub Eichenried war es trotzdem eine nahezu ideale Woche. An allen vier Tagen gab es genügend Spieler, denen sie die Daumen drücken und von denen sie im Anschluss an ihre Runde ein Autogramm ergattern konnten. Der Stimmungshöhepunkt ereignete sich am ersten Tag, als Maximilian Kieffer an Loch 11 zum Albatros einlochte.


Der beste Deutsche war Nicolai von Dellingshausen, der dank einer 68 (-4) am Finaltag seine zweite Top-5-Platzierung auf der DP World Tour feierte. Mit einem Gesamtergebnis von 17 unter Par wurde er geteilter Fünfter. Die beste Finalrunde aus dem deutschen Lager spielte Marcel Schneider, der sich mit einer 66 (-6) auf den geteilten 15. Rang bei -13 verbesserte. Ein erfreuliches DP-World-Tour-Debüt gab Timo Vahlenkamp, der den Cut überstand und den 36. Rang mit zwei Landsmännern teilte.

Nicht umsonst sprach Hurly Long von einem „unfassbar coolen Turnier“. Doch nicht nur sein Resümee nach vier Turniertagen vor heimischen Fans fiel positiv aus. Wir haben die deutschen Stimmen zur BMW International Open gesammelt:

Nicolai von Dellingshausen, T5 (-17, 64-73-66-68):

„Ich bin total glücklich gerade, obwohl es schwierig war da draußen. Ich war sehr nervös., ber möchte mich bei allen für die Unterstützung bedanken. Ich habe sehr, sehr gutes Golf gespielt und bin entsprechend glücklich mit meinem Spiel.“

Bester Deutscher des Finaltags: Marcel Schneider.
Bester Deutscher des Finaltags: Marcel Schneider. | © Stuart Franklin/Getty Images


Marcel Schneider, T15 (-13, 71-69-69-66):

„Ich bin schwach ins Turnier gestartet. Am Donnerstag habe ich wild gespielt, konnte aber unter Par bleiben, um dann am zweiten Tag den Cut zu schaffen. Da wurde das Spiel schon deutlich besser – bis auf das Spiel auf den Grüns. Die dritte Runde war eigentlich ganz solide. Da habe ich mich gut zurückgekämpft nach einem schwachen Start. Mit der Ausgangsposition vor dem Finale wollte ich dann nochmal alles rausholen. Ich habe geplant, total aggressiv zu spielen, weil ich auch nichts zu verlieren hatte. Dass der Plan aufging, war natürlich schön.“

Maximilian Kieffer, T26 (-11, 68-66-71-72):

„Es war eine sehr schöne Woche auf jeden Fall. Es hat Spaß gemacht mit den Zuschauern. Die Stimmung war toll und das Wetter geil. Ich habe natürlich zwei super Runden gespielt, aber dann am Wochenende nicht mehr so. Im Großen und Ganzen kann ich trotzdem viel positives mitnehmen.

Yannik Paul, T32 (-10, 69-69-69-71):

„Die BMW International Open ist eines meiner Lieblingsturniere. Die Atmosphäre ist richtig cool, es ist sehr gut organisiert und das Turnier, das am nächsten an meinem Zuhause ist. Entsprechend waren viele Freunde und Familie von mir hier. Deswegen genieße ich die Woche immer sehr. Ich hätte natürlich gerne etwas weiter vorne gespielt, aber ich habe trotzdem eine geile Zeit gehabt.“

Ist ein großer Fan vom Heimevent in München: Hurly Long.
Ist ein großer Fan vom Heimevent in München: Hurly Long. | © Stuart Franklin/Getty Images


Hurly Long, T36 (-9, 68-69-73-69):

„Es ist ein unfassbar cooles Turnier. Definitiv eines der coolsten, die ich je gespielt habe. Die BMW Open habe ich erst einmal gespielt – 2018 in Lärchenhof. Damals war ich nicht allzu erfolgreich. Diese Woche war sehr, sehr cool, vor allem mit Marcel [Siem, Anm. d. Red.] heute. Es waren viele Leute dabei, obwohl wir nicht so weit oben auf dem Leaderboard waren. Das war ein ganz, ganz tolles Turnier und vielen Dank an alle, die gekommen sind.“

Timo Vahlenkamp, T36 (-9, 69-69-72-69):

„Ich bin sehr zufrieden, bei meinem ersten DP-World-Tour-Turnier den Cut geschafft und mich jetzt nochmal solide nach vorne gearbeitet zu haben. Mit viel Selbstbewusstsein geht es jetzt hoffentlich nach Italien, auf die Challenge Tour.“

Martin Kaymer, T36 (-9, 66-72-70-71):

„Im Großen und Ganzen war ich mit meinem Spiel sehr zufrieden – mit dem Ergebnis leider nicht ganz so. Spielerisch hat vieles funktioniert, vor allem nach den zwei Wochen ohne viel Training. Es war eine sehr anstrengende Woche. Aber insgesamt war es eine Woche, die ich positiv in Erinnerung behalte. Es ist einfach ein Turnier, das immer sehr gut besucht ist. Wir Deutschen bekommen immer sehr viel Unterstützung. Ich hätte gerne heute noch eine Chance gehabt, vorne mitzuspielen. Aber dafür habe ich leider Freitag und Samstag nicht gut genug gespielt. Aber es war eine tolle Woche und ich bin immer froh, hier in München spielen zu können und hoffe, dass es auch in Zukunft so bleiben wird.“

Einer der Publikumslieblinge: Marcel Siem.
Einer der Publikumslieblinge: Marcel Siem. | © Stuart Franklin/Getty Images


Marcel Siem, T53 (-7, 69-69-72-71):

„Das Spiel war die ersten beiden Tage gut. Nur das Putten war leider extrem schlecht. Ich habe heute das erste Mal probiert, mit Sonnenbrille zu lesen. Das hat wirklich gut funktioniert auf den Back Nine. Das war mein erstes Mal. Bei mir war es immer so, dass ich bei dunkelgrünen Grüns gut gelesen habe und bei hellgrünen Grüns Probleme hatte. Das war diese Woche echt verhext. Ich habe mich jedes Mal verlesen. Die Back Nine waren also gut und wenn ich daran anknüpfen kann, dann wird das schon.“