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Tommy Fleetwood beim Drop unter Beobachtung | © golfsupport.nl/John Adams/ism

Wo bei Boden in Ausbesserung droppen?

Die Situation: 

Helga Habichdasnichtschöngemacht schlägt ihren Abschlag auf die rechte Fairway-Hälfte. Dort befindet sich ein zehn Meter breiter und 25 Meter langer Streifen Boden in Ausbesserung, der neu eingesät ist, weil eine Wasserleitung repariert werden musste.

 

Die Spieler sehen deutlich, wie der Ball über diesen Bereich fliegt und kurz vor dessen Ende landet. Als Helga mit ihren Mitspielern Stefan Siehtdasganzgenau und Horst Hallosogehtdasnicht an der Stelle ankommt, wo der Ball gelandet ist, liegt dort kein Ball. Es ist anzunehmen, dass er in den weichen Boden der Neueinsaat eingeschlagen ist und unter der Erde verschwunden ist. 

 

„Da darf ich droppen“, kommentiert Helga unnötigerweise, denn das steht bei Boden in Ausbesserung außer Frage. „Hier ist er verschwunden, dann droppe ich neben der Baustelle in gleicher Höhe, natürlich nicht näher zum Loch und innerhalb einer Schlägerlänge“, erläutert sie weiter ihre Pläne.

 

Dann nimmt sie einen neuen Ball und droppt ihn zügig an der von ihr beschriebenen Stelle. 

 

Während Stefan anmerkt, dass „kniehoch“ beim Droppen maximal „Unterkante Ball in Höhe Oberkante Kniescheibe“ oder mindestens „Oberkante Ball in Höhe Unterkante Kniescheibe“ bedeutet, dies aber korrekt erfüllt wurde (Warum erzählt er es dann?), schaut sich Horst die Sache an und schüttelt mit dem Kopf.

 

Was wird er Helga gleich sagen?

Die Lösung:

Er wird sagen, dass Helga noch einmal droppen darf. Nicht wegen eventuellen Missverständnissen mit der Kniescheibe, sondern weil ein Ball, der in Boden in Ausbesserung verloren ist, nicht möglichst nahe der Stelle gedroppt wird, an der er verloren wurde, sondern als an der Stelle liegend gilt, wo er die Grenze des Bodens in Ausbesserung überquert hat.

 

Das kostet Helga dann ungefähr 20 Meter Länge und ein bisschen ihrer guten Stimmung. 

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