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Mit Project 44 unterstützt Max Kieffer Kinder in Nairobi und bietet ihnen Zugang zu Bildung. | © Project 44/Ohagen

Warum Max Kieffer in Kenia Häuser baut und Kindern die Schulbildung finanziert

Wenn Max Kieffer auf der Tour unterwegs ist, geht es normalerweise um Birdies, jede Menge Preisgeld und Weltranglistenpunkte. Doch eine ganz spezielle Begegnung während eines Turniers in Kenia hat den deutschen Golfprofi nachhaltig geprägt – und zum Start eines sozialen Projekts veranlasst, das heute mehreren Kindern eine echte Zukunftsperspektive ermöglicht.

 

Gemeinsam mit seinem damaligen Caddie Takashi Ohagen hat Kieffer Project 44 ins Leben gerufen. Die Initiative unterstützt Kinder in Nairobi vor allem mit einem Ziel: Zugang zu Bildung.

Ein Moment, der alles veränderte

Die Idee entstand während der Turnierwoche der Magical Kenya Open 2023. Nach der Runde gingen Kieffer und sein Caddie abends essen und trafen dabei auf Kinder, die auf der Straße leben. „Wir haben ihnen etwas zu essen gekauft und kamen in Kontakt. Ihre Situation hat uns dann weiterhin sehr beschäftigt“, erzählt Kieffer. Die Begegnung ließ die beiden nicht mehr los. Über einen Bekannten, der in Nairobi lebt, kamen sie schließlich mit Lilian in Kontakt. Sie kümmert sich heute um die Organisation vor Ort: Schulgebühren, Kontakte zu Schulen, Betreuung der Kinder. „Uns wurde klar, dass es am sinnvollsten wäre, den Kindern Schulbildung zu finanzieren“, sagt Kieffer. „Das ist die nachhaltigste Hilfe.“

Bildung statt kurzfristiger Hilfe

Heute unterstützt Project 44 mehrere Kinder in Nairobi. Finanziert werden unter anderem Schulgebühren, Bücher und Uniformen – Dinge, die für viele Familien vor Ort schlicht nicht bezahlbar sind. Auch infrastrukturell hat das Projekt bereits Wirkung gezeigt: Insgesamt wurden drei Häuser gebaut, um den Kindern sichere Lebensbedingungen zu ermöglichen. Eine zentrale Rolle spielen dabei die lokalen Partner Desmond und Lilian. „Ohne die beiden wäre das Ganze gar nicht möglich“, sagt Kieffer. „Es ist unglaublich wichtig, Menschen vor Ort zu haben, die sicherstellen, dass das Geld auch da ankommt, wofür es gespendet wurde.“

Ein prägender Kontrast

Die ersten Begegnungen mit den Kindern haben bei Kieffer einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Sie waren unglaublich freundlich, wir haben sofort viel gelacht und Spaß zusammen gehabt“, erinnert er sich. „Gleichzeitig waren wir dort, um ein Turnier der DP World Tour mit viel Preisgeld zu spielen. Dieser Kontrast zur Realität hat mich sehr geprägt.“ 

 

Reisen rund um den Globus gehören für Profisportler zum Alltag. Doch gerade diese Erfahrungen können den Blick auf die eigene Situation verändern. „Wenn man viel um die Welt reist und auch in Ländern wie Kenia unterwegs ist, wird einem bewusst, wie privilegiert man ist“, sagt Kieffer. „Viele Dinge, die für uns selbstverständlich sind, sind es für andere eben nicht.“

Ein Herzensprojekt, das wachsen soll

Für Kieffer und Ohagen ist Project 44 längst mehr als eine spontane Hilfsaktion. „Für Taka ist das auch ein Herzensprojekt“, sagt Kieffer. „Er ruft regelmäßig zu Spenden auf und besucht die Kinder persönlich, wenn er in Kenia ist.“ 

 

Die gemeinsame Vision ist klar: Noch mehr Kindern den Zugang zu Schule und Ausbildung ermöglichen. „In erster Linie geht es darum, dass die Kinder ihre Ausbildung abschließen und dadurch größere Chancen für ihre Zukunft bekommen“, erklärt Kieffer. „Es wird großartig sein, das mitzuverfolgen.“ 

 

Project 44 ist in den vergangenen Jahren organisch gewachsen – und soll genau so weitergehen. „Damals konnten wir durch viele Spenden sogar drei Häuser bauen“, sagt Kieffer. „Jetzt hoffen wir, dass wir noch mehr Kindern helfen können. Dafür brauchen wir natürlich weiterhin Unterstützung.“

 

(Text: Martin Angerer)

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