Vizeeuropameister im Crossgolf!
Die Team-Europameisterschaft im Crossgolf wurde am Wochenende vom 20. und 21. September mit einem Treffen der Spieler in der mit Graffiti gestalteten Garage des Hotels Graffalgar in der Innenstadt von Straßburg eingeläutet. Das deutsche Team bestand aus Michael Pauels, Mäx Jaskulski, Thorsten Kramer, Toby Gebauer, Rasti Dominik, Marcel Rödel, Mario Prell, Julian Born, Norman Dick, Emme Brüsau, Stefan Hagendorf und Carsten Stückmann.
Das Turnier wurde um das europäische Parlament herum gespielt, wobei die Region recht weit gefasst war. Das Spielen der insgesamt 15 Bahnen (14 Spielbahnen und eine Bonusbahn, bei der man den Score durch das Treffen des Ziels verringern konnte) dauerte insgesamt neuneinhalb Stunden und es wurden etwa 18 Kilometer Fußweg zurückgelegt. Gespielt wurde aus einem spielbahnabhängigen Mix aus individueller Wertung, Scramble und Foursome, wobei jeweils zwei Spieler einer Mannschaft mit denen von zwei oder drei anderen Teams unterwegs waren.
"Die Spielbahnen waren abwechslungsreich, die Ziele sehr anspruchsvoll", berichtet Carsten Stückmann, Mitglied des Crossgolf-Communityrats, der sich “ein wenig” um die Belange und Organisation des Crossgolfs in Deutschland kümmert. "Bei der Bahn mit dem kleinen grünen Eimer ist es insgesamt nur drei Spielern überhaupt gelungen, die Bahn zu beenden, indem sie den Ball in den Eimer spielen konnten."
Auch die kleinen runden Marken an einem Laternenmast oder der Mülltonnenumhausung oder ein kleines Treppenschild in einer Reihe von anderen Schildern an einer Wand wurden nicht von allen Spielern getroffen.
Highlights waren der Schlag auf die Brücke mit dem "Strasbourg Love Europe"-Zeichen von dem darunter gelegenen Weg mit dem Ziel, den Buchstaben O des Schriftzugs zu treffen. Oder eine Bahn, bei der zunächst über den Kanal am Europäischen Parlament geschlagen werden musste, um den Ball dann in einem kleinen Loch am Rand des zur anderen Seite hin abfallenden Wegs unter einer Überführung zu spielen. Oder die Bahn, bei der der Abschlag über die Ecke eines Turnhallendachs auf den dahinter liegenden Parkplatz gespielt werden musste, um dann in der Ecke eines Gebäudeeingangs eine Farbdose zu treffen.
"Allgemein war es immer wieder schwierig, den Ball durch teilweise enge gepflasterte oder asphaltierte Wege zu spielen", so Stückmann weiter. Insbesondere, weil Straßen oder Grünflächen teilweise als Aus galten, wenn der Ball nicht mehr mit dem bespielbaren Bereich in Kontakt stand. Oder aber – wie bei der Turnhallenbahn – geparkte Fahrzeuge im Weg standen oder die geschlagenen Bälle abgelenkt hatten.
Nach dem Turnier trafen sich die Teams dann im “WOW” mitten in der Innenstadt, wo gegen 0.30 Uhr das Ergebnis bekannt gegeben wurde: Frankreich, der Seriensieger der Europa- und Weltmeisterschaften der letzten Jahre, wurde Dritter, Deutschland Vizeeuropameister und die Schweiz wurde Europameister.
Nächstes Jahr findet die Weltmeisterschaft in Winterthur in der Schweiz statt. Wer für Deutschland daran teilnimmt, entscheidet sich im dritten Qualifikationsturnier am 4. Oktober 2025 im Landschaftspark Nord in Duisburg. Das Turnier ist offen. Wer teilnehmen möchte, ist herzlich willkommen. Infos zur Veranstaltung und zu Crossgolf im Allgemeinen gibt es unter: crossgolf.org








