US-Star kündigt überraschendes Comeback an
Dreieinhalb Jahre nach ihrem Abschied vom Profigolf sorgt Michelle Wie West für eine Überraschung: Die Siegerin der US Womens Open 2014 wird ihr Comeback in der neu gegründeten WTGL geben. Die technologiegestützte Teamliga entsteht in Partnerschaft mit der LPGA Tour und soll im kommenden Winter starten.
Ihr bislang letztes Turnier auf der LPGA Tour bestritt die heute 36-Jährige bei der US Womens Open 2023 in Pebble Beach. Nach Runden von 79 und 79 Schlägen verpasste sie den Cut. Bereits 2022 hatte Wie West ihren Rücktritt vom regelmäßigen Tourleben angekündigt, um mehr Zeit mit ihrer Familie zu verbringen.
„Als Investorin beim Los Angeles Golf Club und Fan von TGL freue ich mich sehr über die Chance, durch WTGL wieder an Wettkämpfen teilzunehmen”, erklärte Wie West in einer Pressemitteilung. Sie sehe in dem neuen Format eine kraftvolle Plattform für das Damengolf. Besonders der Team-Aspekt und die innovative Umgebung im SoFi Center reizten sie, erneut gegen die Besten der Welt anzutreten.
Die WTGL orientiert sich am Konzept der TGL und setzt auf schnelles Team-Matchplay im SoFi Center in Palm Beach Gardens, Florida. Neben Wie West haben bereits zahlreiche Topstars zugesagt, darunter die Weltranglistenerste Jeeno Thitikul, die Weltranglistendritte Charley Hull, die dreifache Major-Siegerin Lydia Ko, Lottie Woad, die zweimalige Major-Championesse Brooke Henderson, Rose Zhang und Lexi Thompson. Das Feld bringt bislang gemeinsam 66 LPGA-Titel mit.
Eine Teilnahme von Nelly Korda ist bislang nicht bestätigt. Sie hatte das neue Format zuletzt als „verpasste Chance“ bezeichnet, da Männer und Frauen nicht gemeinsam antreten.
Zwischen Familie, Business und Golf
Wie West, die insgesamt fünf LPGA-Titel gewann und mehrfach im Solheim Cup für die USA spielte, beendete ihre Karriere auch aufgrund anhaltender Verletzungsprobleme. Zudem wollte sie sich stärker ihrer Familie widmen. Seit 2019 ist sie mit Jonnie West verheiratet und das Paar hat zwei Kinder.
Ganz vom Golf entfernt war die Stanford-Absolventin jedoch nie. Sie engagierte sich unter anderem als Investorin, Markenbotschafterin und Turnier-Gastgeberin und setzte sich verstärkt für Diversität und Nachhaltigkeit im Golfsport ein.








