Vier Pros verraten: Die größten Fehler auf der Driving Range
Besser golfen wollen wir doch fast alle. Dafür verbringen wir, wenn es nötig ist, viele Stunden auf der Driving Range. Doch wie funktioniert ein optimales Training dort? Vier US-Pros geben auf der Plattform golf.com Antworten – wir fassen das Wichtigste zusammen. Einig sind sie sich in einem Aspekt alle: Es gibt keinen Ersatz für ein zielgerichtetes Training. Unter Druck greift der Golfer auf das zurück, was er am besten kennt. Wer also schlechte Gewohnheiten mit auf den Platz nimmt, wird sie dort kaum los. Die Driving Range ist der Ort, um daran zu arbeiten. Entscheidend ist dabei nicht, wie viele Bälle Sie schlagen, sondern wie.
Struktur statt Wiederholung
Viele Amateure trainieren nach dem immer gleichen Muster: Korb holen, Bälle schlagen, fertig. Doch effektives Training braucht Struktur. Der US-Coach Martin Chuck empfiehlt, jede Einheit gedanklich in drei Teile zu gliedern: Technik, Kreativität und Überprüfung. Zunächst wird an einem konkreten technischen Aspekt gearbeitet, anschließend werden unterschiedliche Flugkurven oder kreative Schläge ausprobiert, zum Abschluss folgt eine Art Test oder Challenge. Ob dafür insgesamt 30 Minuten oder mehr Zeit zur Verfügung stehen, ist zweitrangig – entscheidend ist die klare Aufteilung.
Konzentration schlägt Dauer
Auch Alison Curdt rückt den Fokus klar auf die Qualität. Ihrer Erfahrung nach bringt eine kurze, hochkonzentrierte Einheit oft mehr als langes, unaufmerksames Training. Wer 20 Minuten bewusst arbeitet, erzielt meist bessere Ergebnisse als jemand, der eine Stunde lang gedankenlos Bälle schlägt.
Zeit nach Spielbereichen aufteilen
Einen etwas klassischeren Ansatz verfolgt Tim Cooke. Er empfiehlt, Trainingseinheiten nach Bereichen zu strukturieren: etwa 30 Minuten für den vollen Schwung, 30 Minuten für das Putten und weitere 30 Minuten für Chips und andere Schläge rund ums Grün. Wer merkt, dass ein Bereich schwächelt, darf dort Zeit „ausleihen“ – allerdings ohne die eigenen Stärken komplett zu vernachlässigen.
Entscheidend ist, was man trainiert
Für John Dunigan ist die Frage nach der Trainingslänge zweitrangig. Wichtig sei, woran konkret gearbeitet werde. Sein Rat: einen verlässlichen Standardschlag entwickeln, den Driver so stabil spielen, dass der Ball im Spiel bleibt, sauberen Ballkontakt bei Eisen- und Annäherungsschlägen trainieren und rund ums Grün – also mit kurzen Eisen und Wedges – Präzision aufbauen. Besonders beim Putten empfiehlt er gezieltes Üben aus mittleren und kurzen Distanzen. Rund ums Grün gehe es weniger um spektakuläre als um solide Schläge.









