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Thriller m Einzel: Tim Wiedemeyer
Thriller m Einzel: Tim Wiedemeyer | © EGA

Thriller um Wiedmeyer: Herren unterliegen Schweden trotz engagierter Leistung

Der Traum von einer Medaille war für das deutsche Team bereits im Viertelfinale geplatzt – trotz eines engagierten Auftritts gegen Dänemark. Statt Halbfinale ging es für die Herren bei der Team-EM im Killarney Golf & Fishing Club im Südwesten Irlands in die Platzierungsrunde. Ein Charaktertest, wie Bundestrainer Christoph Herrmann die neue Ausgangslage beschrieb.

 

Statt um Gold, Silber oder Bronze zu spielen, galt es nun, das Rennen um den fünften Rang mit voller Überzeugung anzugehen. „Es war nicht einfach, nach dem Viertelfinal-Aus um Platz fünf zu spielen, weil das Halbfinale unser Ziel war“ , so Herrmann. „Unser Fokus war dennoch, hellwach zu sein, professionell aufzutreten und um das neue Maximalziel zu kämpfen. Das ist uns sehr gut gelungen.“ Mit Schweden wartete ein Gegner, der ebenfalls nicht gewohnt ist, sich in der Platzierungsrunde wiederzufinden – ein Beleg für die hohe Leistungsdichte dieses Wettbewerbs.

Der Vierer sticht

Der Auftakt gegen die Skandinavier gelang: Tom Haberer (GC Hubbelrath) und Finn Kölle (GC St. Leon-Rot) präsentierten sich in starker Form und siegten im Vierer deutlich mit 5&3 gegen Alfons Bondesson und Daniel Svard. Der erste von drei nötigen Punkten – in der Platzierungsrunde werden ein Vierer und vier Einzel gespielt – war damit eingefahren.

 

In den Einzeln wendete sich das allerdings zunächst das Blatt. Sowohl der formstarke Peer Wernicke als auch Yannick Malik (beide GC Hubbelrath) mussten klare Niederlagen einstecken. Wernicke unterlag Simon Hovdal mit 4&2, Malik verlor gegen Jakob Melin mit 5&4.

 

Als Wolfgang Glawe gegen Albert Hansson mit einem überzeugenden Auftritt den zweiten Punkt für Deutschland sicherte, schien ein Gesamtsieg in Reichweite. Denn Tim Wiedemeyer (GC St. Leon-Rot), der in der Vorwoche mit Rang 17 bei der BMW International Open auf sich aufmerksam gemacht hatte, lag gegen Hugo Thyr 2 auf bei noch zwei zu spielenden Löchern. Doch im Lochspiel ist mitunter alles möglich – und das bekam Wiedemeyer zu spüren. Der Münchener verlor drei Bahnen in Folge und musste sich auf dem 19. Loch geschlagen geben. Das Endergebnis: 3:2 für Schweden.

Dritter Punkt zum Greifen nah

„Der dritte Punkt war zum Greifen nah, aber leider hat es nicht geklappt“, resümierte der Bundestrainer. „Schade, dass Tim keine Lochteilung mehr gelang. Mental war das nach dem Viertelfinale ohnehin schon eine Herausforderung für die gesamte Mannschaft, das macht es nicht besser. Der Gegner hat zur falschen Zeit lange Putts gelocht – das hat Kraft gekostet. Es hat sich gegen uns gedreht. Unsere Aufgabe ist es nun, uns dagegenzustemmen. Am Samstag geht es gegen Frankreich, ein weiterer Hochkaräter. Hoffentlich mit dem besseren Ende für uns.“

 

Team-EM der Herren: Scoring

 

Finale: Dänemark trifft auf Italien

Auch im Halbfinale ging es dramatisch zu: Gastgeber Irland führte nach den Foursomes bereits 2:0, doch Dänemark drehte das Match in den Einzeln und sicherte sich mit einem Sieg auf dem 20. Loch den Finaleinzug gegen Italien.

 

Italien setzte sich im zweiten Halbfinale überraschend deutlich mit 5,5:1,5 gegen England durch. Nach einem ausgeglichenen Foursome punkteten Riccardo Fantinelli, Giovanni Binaghi, Andrea Gagliardi und Fillippo Ponzano in den Einzeln. Letzterer setzte sich deutlich mit 4&2 gegen Luke Poulter, Sohn der Ryder-Cup-Legende Ian Poulter, durch. 

 

Startzeiten & Paarungen – Deutschland vs. Frankreich

Samstag, 13. Juli, Killarney Golf & Fishing Club

  • 10.58 Uhr
    Hugo Le Goff / Alexis Leray (FRA)
    vs.
    Peer Wernicke / Yannick Malik (GER)

  • 11.08 Uhr
    Louis Anceaux (FRA)
    vs.
    Tim Wiedemeyer (GER)

  • 11.16 Uhr
    Oscar Couilleau (FRA)
    vs.
    Wolfgang Glawe (GER)

  • 11.24 Uhr
    Ugo Malcor (FRA)
    vs.
    Finn Koelle (GER)

  • 11.32 Uhr
    Paul Beauvy (FRA)
    vs.
    Tom Haberer (GER)

 

Austragungsort

Der Killarney Golf & Fishing Club liegt malerisch im Killarney National Park am Ufer des Lough Leane und zählt zu den renommiertesten Golfanlagen Irlands. Der Killeen Course war bereits mehrfach Schauplatz der Irish Open und des Curtis Cup.

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