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Sofia Maier-Borst (GC St. Leon-Rot) schliesst die Zählspiel-Qualifikation als schlagbeste deutsche Spielerin ab und steht auf dem geteilten dritten Platz des Gesamtklassements. | © LEADERBOARD_PHOTOGRAPHY

Stark: Mädchen mit Platz fünf in der Quali

Die Mannschafts-Europameisterschaften haben ihren ersten wichtigen Höhepunkt erreicht: die Zählspiel-Qualifikation ist abgeschlossen. Das deutsche Nachwuchs-Team hat sich im Verlauf des zweiten Zählspiel-Tages eine stabile „Mittelfeld-Position“ innerhalb der top-platzierten acht Mannschaften sichern können - es bestand zu keinem Zeitpunkt die Gefahr, durchgereicht zu werden. Andererseits bestanden nur wenig Chancen, in der Qualifikationsphase noch an die Spitzenplätze heranzukommen, denn Frankreich (729; -11) und England (733; -7) spielten an diesen beiden ersten Turniertagen schlichtweg in ihrer eigenen Liga. Doch das kann sich nun ändern, denn der Modus des Turniers wechselt mit dem dritten Tag in den Lochspiel-Modus. Und da werden die Karten bekanntlich neu gemischt.

 

Platz drei war in Reichweite

Das Junior Team Germany hat sich in dieser entscheidenden Phase der Qualifikation weiter nach vorne orientieren können und zwischenzeitig die Lücke bis zum dritten Platz schließen können. Das dort stehende - am ersten Tag so stark gestartete - tschechische Team wurde im Tagesverlauf klar durchgereicht, kann sich aber dennoch deutlich im Flight A halten. Die schlaggleich und doch auf Platz vier gestarteten Schweden, Deutschland und auch die italienische Mannschaft kämpften über den langen Nachmittag hinweg um die einzelnen Schläge und die daraus resultierenden Platzierungen. 

 

Am Ende kann sich Italien dank einer im entscheidenden Moment starken Noa Zocco mit einem Schlag Vorsprung gegen Schweden durchsetzen und holt mit 747 Schlägen (+7) den dritten Rang. Schweden bleibt mit 748 Zählern (+8) auf Platz vier. Das deutsche Team hadert insbesondere mit Bahn 17 und verliert hier so kurz vor Schluss ganze sieben Schläge. Mit 751 Zählern (+11) bleiben die jungen Bundesadler jedoch voll in ihrem Soll. Und zugegeben - wäre es Platz vier geworden, blieben die Viertelfinal-Gegner dennoch genau dieselben. 

 

Übrigens: Auch die Plätze sechs bis acht waren verhältnismäßig sicher vor einem jähen Erwachen. Die Differenz zwischen Rang acht - also dem letzten Qualifikationsplatz für Flight A - und Platz neun lag letztendlich bei zwölf Schlägen. Tschechien (754, +14) steht auf Rang sechs. Irland (758; +18) sichert sich Rang sieben und Spanien (760; +20) spielt sich auf Platz acht. 

 

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Einzelbetrachtung

Als echte Bank in der Zählspielphase machte ausgerechnet die amtierende Deutsche Lochspielmeisterin - Sofia Maier-Borst - auf sich aufmerksam. Mit Runden von 74 (Even Par) und 71 Schlägen (-3) steht die St. Leon-Roter Spielerin an der Spitze des deutschen Teams. Durch ihre starke zweite Runde spielt sie sich zudem in der Einzelwertung noch von Rang zwölf auf den geteilten dritten Platz (145; -3). Richtig stark waren auch Sophie Renner (Stuttgarter GC Solitude) und Laetitia Leisinger (GC St.Leon-Rot) unterwegs. Mit ihren jeweils 150 Schlägen (+2) liegen sie nur knapp über dem Platzstandard. Bemerkenswert zudem die 73 (-1) von Renner, die erst im April die Scottish Girls Open Championship gewann.

 

Mit nur einem Schlag mehr beendet Maya Burmann (GC St.Leon-Rot) die Qualifikationsphase (151; +3). Die erneut spät gestartete Sophie Bingel (G&LC Berlin-Wannsee) spielt eine disziplinierte zweite Runde, gabelt jedoch an Bahn 17 ein Doppelbogey auf. 155 Schläge (+7) sind es am Ende für sie. Antonia Steiner (GC Hubbelrath) spielt an diesem zweiten Turniertag eine starke Front Nine, muss jedoch zum Ende der Runde einige Schlagverluste verkraften. Fakt ist jedoch: Bahn 18 liegt ihr: Zum zweiten Mal in den zwei Turniertagen beendet sie ihre Runde mit einem Birdie. Sie hakt diesen Turnierauftakt mit insgesamt 158 Schlägen (+10) ab.
 

Die Viertelfinals

In den Viertelfinal-Begegnungen tritt das bestplatzierte Team der Zählspiel-Qualifikation gegen die Mannschaft auf Platz acht an. Platz zwei trifft auf Platz sieben und so weiter. In diesem Sinne ergeben sich für den nunmehr dritten Turniertag die folgenden Paarungen:

  • Frankreich vs. Spanien
  • England vs. Irland
  • Italien vs. Tschechische Republik
  • Schweden vs. Deutschland

Für die deutsche Mannschaft geht es ab 07:50 Uhr an den Abschlag - dann werden die beiden Vierer-Matches ausgespielt. Die Einzel-Matches folgen ab dem frühen Nachmittag.

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