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Auf Kurs Titelverteidigung: Jennifer Sräga
Auf Kurs Titelverteidigung: Jennifer Sräga

Sräga auf Kurs Titelverteidigung

Das Wetter hat es in diesem Jahr fast zu gut gemeint mit den Teilnehmern der Deutschen und Internationalen Meisterschaften der Golfer mit Behinderungen im Golfclub Mannheim-Viernheim. Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke begrüßten die Spielerinnen und Spieler am ersten Abschlag des renommierten und hervorragend präparierten Parkland-Platzes in Baden-Württemberg.

 

Trotz der durch die drückende Hitze besonderen und kräftezehrenden Bedingungen konnten einige Spieler und Spielerinnen erstklassiges Golf demonstrieren. Bei den Männern zeigte Jonas Rother seine Klasse. Der Nationalspieler vom GC Hof Hausen konnte nach dem Abiturstress sein Trainingspensum wieder nach oben schrauben – und überzeugte mit einer stabilen 73 (+1).

 

„Die Grüns waren sehr schnell“, analysierte der EM-Teilnehmer von 2024. „Für mich war das noch etwas ungewohnt, weil ich in diesem Jahr noch nicht auf solchen Grüns gespielt habe. Aber ich habe gut gekämpft und bin insgesamt zufrieden mit der Runde.“

Abifeier vor dem Finale

„Durch das Abitur, zu dessen Feier ich jetzt auch gleich muss, habe ich Anfang des Jahres etwas weniger gespielt. Seitdem ich wieder regelmäßig trainieren und spielen konnte, habe ich aber auch in der DGL sehr gut performt. Insgesamt bin ich zufrieden, aber da geht noch ein bisschen mehr.“

 

Die Führung bei eins über Par teilt sich der Hesse mit Frederik Brokfelt-Christiansen. Der Däne aus dem Mølleåens Golf Klub ist mit seinem Auftakt größtenteils zufrieden. „Mein Spiel war heute in Ordnung“, kommentierte er. „Ich habe einige Fehler gemacht und hatte nicht das Gefühl, mein bestes Golf zu spielen. Auf den ersten neun Löchern habe ich ein paar Bogeys gemacht und konnte diese Schläge nicht mehr ganz aufholen. Trotzdem habe ich noch eine solide Runde gespielt, und das ist okay.“

 

Dabei wählte der geteilte Führende auf den teilweise engen Spielbahnen eine eher defensive Strategie. „Der Platz gefällt mir wirklich gut. Besonders die Bahnen im Wald mag ich sehr. Das Layout ist interessant, weil man vom Abschlag nachdenken muss und nicht einfach überall den Driver auspacken kann. Durch die Wärme fliegt der Ball sehr weit, deshalb habe ich den Driver heute überhaupt nicht gebraucht.“

 

Das Duo führt mit acht Schlägen Vorsprung vor Vincent Helly aus Frankreich.

Sräga auf Kurs Titelverteidigung

Ebenfalls nur sporadisch nahm Jennifer Sräga das Holz 1 aus der Tasche. Auch die Titelverteidigerin hatte großen Respekt vor den engen Spielbahnen des Traditionsclubs. Die Nationalspielerin knüpfte zur Eröffnung phasenweise an jene Form an, die sie vor wenigen Wochen bei ihrem sensationellen G4D-Open-Titel in Wales gezeigt hatte.

„Ich habe ein paar unnötige Fehler gemacht“, erklärte Sräga. „Aber im Großen und Ganzen habe ich sehr stabil gespielt. Der Platz ist schmal und verlangt Präzision. Ich habe heute sehr oft nur zum Hybrid gegriffen und eher defensiv gespielt, um keine unnötigen Risiken einzugehen. Die Grüns hier sind perfekt. Ich liebe schnelle Grüns und komme damit sehr gut zurecht.“

 

Nach einer 81 (+9) liegt die 26-Jährige souverän in Führung. Ihr Vorsprung auf die Niederländerin Mascha Bos beträgt vor der Finalrunde bereits elf Schläge.

Mester-Debüt mit gemischten Gefühlen

Zwei ehemalige paralympische Athleten waren in der Gruppe vertreten, die um 9.48 Uhr vom ersten Abschlag ins Rennen ging. Mathias Mester, mehrfacher Weltmeister und Silbermedaillengewinner bei den Paralympics 2008 im Speerwurf, feierte seine IAM-Premiere an der Seite von Dirk Passiwan, unter anderem EM-Silbermedaillengewinner im Rollstuhlbasketball. Beide verbindet eine große Leidenschaft für den Golfsport.

 

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„Es war eine interessante Premiere“, kommentierte Mester schmunzelnd seine 99. „Das Ergebnis hat leider nicht gepasst. Aber es ist auch kein Weltuntergang. Meine Drives waren heute wirklich gut. Damit bin ich sehr zufrieden. Das ist wahrscheinlich das Positivste, das ich mitnehme. Mein Caddie war außerdem überragend. Er hat mich super beraten und vor allem viele Bälle wiedergefunden. Es waren schon auch einige gute Schläge dabei, aber insgesamt habe ich leider nicht das gespielt, was ich mir vorgenommen hatte. Morgen ist ein neuer Tag.“

 

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