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Golftraining im Dezember: So nutzen Sie den Winter für mehr Konstanz auf dem Platz | © GO LOW

So nutzen Sie den Dezember für mehr Konstanz auf dem Platz

Der Dezember ist der unterschätzte Erfolgsfaktor für konstantes Golf. Trainingsexperte Luca Sommer sagt: “Jetzt ist der perfekte Moment, um Technik, Körperspannung und mentale Stärke gezielt zu trainieren – ohne Turnierdruck, aber mit maximalem Entwicklungspotenzial.” In diesem Beitrag zeigt er Ihnen, wie Sie mit klarer Struktur und alltagstauglichen Übungen die Basis für Ihr bestes Golfjahr legen.

Der wichtigste Monat für Ihre Technikentwicklung: Dezember

Gerade in der kalten Jahreszeit lohnt es sich, gezielt an der Golftechnik zu arbeiten. Der Dezember bietet optimale Bedingungen, um die Grundlagen zu festigen, neue Bewegungsmuster einzuüben und körperlich golfgerecht zu trainieren – ganz ohne Turnierdruck. Für ambitionierte Freizeitgolferist jetzt der ideale Zeitpunkt, das Fundament für eine konstante Saison zu legen.

Technik festigen: Das Fundament aus dem November

Bevor neue Elemente im Schwung aufgebaut werden, geht es darum, das Set-Up und die Haltung zur Selbstverständlichkeit zu machen:

 

  • 1–2 Mal pro Woche sollten Griff und Ballposition kontrolliert werden
  • Ziellinie bewusst aufbauen und ausrichten
  • Top-Position im Spiegel halten, um Körperspannung und Balance zu prüfen
  • Ziel: Ihre Ansprechposition und der Schwungbeginn müssen sich automatisieren – das spart Schläge, vor allem unter Druck.

Rückschwung im Fokus: Rotation, Körperspannung, Balance

Der Rückschwung ist einer der entscheidenden Bausteine für einen sauberen und wiederholbaren Golfschlag. Viele Freizeitgolfer machen dabei jedoch ähnliche Fehler:

 

Häufige Probleme im Rückschwung:

 

  • Das Gewicht wird zu stark auf die rechte Seite verlagert
  • Die Rotation erfolgt aus den Armen statt aus dem Rumpf
  • Die Körperspannung geht verloren, was zu Instabilität führt
  • Der Oberkörper kippt – statt sich um die Wirbelsäule zu drehen

 

Was ist stattdessen wichtig?

 

Ein guter Rückschwung entsteht durch eine kontrollierte Rotation des Oberkörpers um die Wirbelsäule, während das Körpergewicht mittig bleibt. Die Kraft und Spannung bauen sich dabei im rechten Bein, genauer gesagt an der Innenkante und Ferse, auf.

 

Bildhafte Vorstellung:

 

Stellen Sie sich vor, links und rechts neben Ihnen hängen Gewichte. Beim Rückschwung hebt sich die rechte Seite, die linke senkt sich leicht – aber das Gewicht bleibt zentriert unter dem Körper. So entsteht ein Gefühl von “Aufladung”, ohne dass Sie kippen oder instabil werden.

 

Effektive Übung: Slow-Motion-Rückschwung mit Kontrolle

 

  • Kamera oder Spiegel aufstellen
  • Schwingen Sie langsam bis in die Top-Position
  • Pausieren Sie bewusst und spüren Sie die Spannung
  • Fokus auf: Rotation aus dem Rumpf, stabile Hüfte, Druck im rechten Bein
  • Empfehlung: 3x pro Woche, je 10 Wiederholungen
  • Ziel: Die richtige Bewegung bewusst fühlen und als neues Bewegungsmuster abspeichern

Technik auf die Range übertragen: Vom Spiegel ins Spiel

Sobald das Bewegungsmuster sitzt, geht es darum, es unter realen Bedingungen anzuwenden.

 

Schrittweiser Übergang:

 

  • Technik-Verinnerlichung: Zehn Bälle nur mit Fokus auf Rückschwung und Körperspannung. Danach Zehn Bälle mit vollständigem Schwung
  • Videoaufnahme: Kontrollieren Sie Ihre Bewegung regelmäßig visuell

Zwei praxisnahe Range-Übungen für Dezember

Zielspiel mit 5 Schlägern und 5 Distanzen

 

  • Wählen Sie 5 Schläger (z.B. PW, 9i, 7i, 5i, Hybrid)
  • Definieren Sie 5 Distanzen (z.B. 50 m bis 150 m)
  • Je ein Ball pro Schläger auf das passende Ziel
  • Scoring: 1 Punkt = Linie gehalten,  1 Punkt = Ziel getroffen, 1 Punkt = Sweetspot-Treffer
  • Ziel: Fokus, Präzision, Variation

 

9-Löcher-Training (Indoor oder Outdoor)

 

  • Simulieren Sie 9 reale Spielsituationen
  • Immer mit Pre-Shot-Routine, 1 Ball, Score notieren
  • Alternativ: Golf-Simulator nutzen
  • Ziel: Spielintelligenz, Entscheidungsfähigkeit, mentale Vorbereitung

Körpertraining: golfspezifisch und effizient – auch zu Hause

Ein starker Schwung beginnt mit einem stabilen Körper. Der Fokus im Dezember liegt auf Mobilität, Rumpfstabilität und Hüftkontrolle.

 

Effektive Übungen:

 

  • Katzen-Kuh mit Rotation: Für mehr Beweglichkeit in der Wirbelsäule
  • Mini-Band Sidesteps: Hüftkontrolle und Spannung in den Beinen
  • Plank mit Armheben: Starker, stabiler Rumpf – auch unter Bewegung
  • Empfehlung: 2–3 Sessions pro Woche – ganz ohne Geräte

Mentaltraining & Kurzspiel: kleine Routinen, große Wirkung

Putting-Drills für Zuhause:

 

  • Gate Drill: 10/10 sauber durch das Tor
  • Perlen-Putten; Tempo-Drill: Bälle in definierter Zone stoppen

 

Mentale Routinen:

 

  • Visualisieren Sie täglich 5 perfekte Schwünge – abends, mit Gefühl
  • Schreiben Sie Ihre Pre-Shot-Routine auf und üben Sie sie 3x pro Woche
  • Integrieren Sie strategisches Denken (z.B. Fade/Draw bewusst wählen)

GO-LOW-Fazit: Der Dezember entscheidet über Ihre nächste Saison

Das Wintertraining ist mehr als nur “etwas in Schwung bleiben”. Wer im Dezember gezielt an Rotation, Technik und Stabilität arbeitet, startet mit einem echten Vorteil in die Saison. Nutzen Sie diesen Monat, um Ihr Spiel auf ein neues Level zu bringen – Schritt für Schritt, mit Struktur und einem klaren Fokus.

 

Ihre Takeaways:

 

  • Der Rückschwung entscheidet über Balance, Timing und Treffmoment
  • Fehler wie Gewichtsverlagerung oder fehlende Körperspannung sind vermeidbar
  • Technik, Körper und mentale Stärke lassen sich gezielt trainieren – auch zu Hause
  • Range-Übungen mit klarer Struktur bringen Ihre Technik aufs Spielfeld
  • Wer jetzt investiert, spielt im Frühjahr stabiler, konstanter und mit mehr Selbstvertrauen

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