SLR-Teams ganz cool in der Hitze von Frankfurt
Heiß ging’s her in der 1. Bundesliga Süd der Frauen: Nicht nur die Außentemperaturen von knapp 40 Grad trieben den Spielerinnen den Schweiß auf die Stirn, auch die Ergebnisse waren enorm eng. Dass sich die Frauen aus dem GC St. Leon-Rot als erste Mannschaft fürs Final Four (1./2. August, GC München-Riedhof) qualifiziert haben, zeichnete sich ab: Nach zwei Siegen und einem zweiten Platz konnten sich die Mädels von Trainer Sebastian Buhl in DGL-Runde vier in Frankfurt mit einem weiteren Triumph (-9) das Riedhof-Ticket schon vor dem letzten Aufeinandertreffen in München sichern und verteidigen ihre Tabellenführung.
Dennoch lief für Trainer Sebastian Buhl (sein Tipp fürs WM-Spiel der deutschen Fußballer am Montag gegen Paraguay - 3:1) in Frankfurt nicht alles glatt: „Der böige Wind und die sehr versteckten Fahnen haben uns am Sonntag vor große Herausforderungen gestellt, die wir ungünstig gelöst haben. Unterm Strich sind wir große Schritte in der Entwicklung unseres gesamten Teams weiter vorangekommen, darauf sind wir sehr stolz.“
Denkbar eng wurde es im Frankfurter GC für die Gastgeberinnen: Am Ende mussten sie sich mit nur einem Schlag mehr als die Konkurrentinnen aus Stuttgart (Even) mit dem dritten Platz begnügen. „Unsere Damen haben eine starke Leistung gezeigt. Schade, dass es am Ende nur für Platz drei gereicht hat und der zweite Platz denkbar knapp mit einem Schlag verpasst wurde. Auf die Leistung kann die Mannschaft trotzdem absolut stolz sein“, resümierte Christoph Kucharsky, Sportvorstand des gastgebenden FGC.
Doch nicht nur Platz zwei wurde am vierten Spieltag verpasst, die Chance auf den Titel ist ebenso dahin. Denn die Stuttgarterinnen sicherten sich mit Rang zwei am vorletzten Spieltag das zweite Riedhof-Ticket in der 1. Bundesliga Süd. „Wir sind sehr happy und hatten heute einen guten Tag. Das Final Four ist vorzeitig in trockenen Tüchern, das ist natürlich auch fein. Somit können wir den Spieltag in München gut für die Vorbereitung nutzen“, so Solitude-Coach Heiko Burkhard (sein Tipp fürs WM-Spiel der Deutschen am Montag gegen Paraguay - 1:0). Die beste Runde des Tages lieferte Stuttgarts Vivienne Bühle mit einer 6 unter Par ab.
In der Gesamt-Tabelle liegt rund vier Wochen vor dem Saisonfinale St. Leon-Rot (19) vor den Damen aus Stuttgart (17), dem Münchener GC (10), den Frankfurterinnen (9) sowie dem 1. GC Fürth (5). Der Absteiger der Saison 2026 steht zwar noch nicht fest, allerdings dürfte es für das Team aus Mittelfranken mehr als schwer werden, die Klasse zu halten: Sie müssten im Münchener GC schon gewinnen, Frankfurt müsste den letzten Platz belegen – und selbst dann käme es auf die Schläge an.
Bei den Männern SLR vor Habsberg
Bei den Männern in der 1. Bundesliga Süd hat das Team von St. Leon-Rot den Dämpfer vom vergangenen Spieltag offenbar gut verkraftet. Denn nach zwei überzeugenden Siegen zum Saisonstart hatte es beim GC Am Habsberg nur Rang vier belegen können. Doch in Frankfurt waren Souveränität und Sicherheit zurück. Team SLR sicherte sich nach zwei Einzelrunden (Vierer wegen Hitze gestrichen) Platz eins (-29).
„Wir wollten ein Zeichen setzen und zeigen, wo wir hinwollen. Das haben wir geschafft“, so Trainer Marco Schmuck. Zeitgleich mit dem fünften und letzten Spieltag findet die Open Championship in Royal Birkdale statt, bei der St. Leon-Rots Tim Wiedemeyer als frisch gebackener Europameister ans Tee geht. Es besteht trotzdem die Möglichkeit, dass er in München dabei ist: Wenn er den Cut nicht schaffen sollte, wird er schnellstmöglich nach Hause fliegen und sein Team unterstützen.
St. Leon-Rot liegt mit 17 Punkten an der Tabellenspitze, dahinter folgen mit je 14 Zählern die Teams aus Frankfurt und Habsberg. DGL-Runde fünf am 18./19. Juli in München wird also spannend. „Der Spieltag lief für uns nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt hatten“, sagte Frankfurts Sportvorstand Christoph Kucharsky. Bei ihrem Heimauftritt konnten sich die Hessen lediglich Rang drei erkämpfen (-1). „Aber die Ausgangslage bleibt klar: In München haben wir es weiterhin selbst in der Hand, das Final Four zu erreichen“, so Kucharsky.
Das will auch Peter Wolfenstetter mit seinen Männern vom GC Am Habsberg. Sie sicherten sich im Frankfurter GC Platz zwei (-8) vor den Gastgebern. „Wir wollen den Flow aus den vergangenen drei Wochen mitnehmen. Wir haben bei uns zu Hause gewonnen, hier in Frankfurt sind wir Zweiter geworden – und waren damit immer vor Frankfurt. Diese Stimmung wollen wir hochhalten.“ Die Spannung raus ist hingegen beim GC Augsburg. Die Schwaben wurden in Hessens Hitze erneut nur Letzter (+38) und konnten insgesamt nur fünf Punkte sammeln. Der Abstieg ist damit besiegelt. Und auch der Münchener GC ist raus aus dem Titelrennen: Die Mannschaft aus Bayerns Landeshauptstadt hat vor dem Heimspieltag keine Chance mehr, das Final Four im benachbarten GC München-Riedhof zu erreichen.
MGC-Trainer Arne Dickel (sein Tipp fürs WM-Spiel der Deutschen am Montag gegen Paraguay - 4:1): „Unsere Bilanz fällt leider enttäuschend aus. Erneut ist es uns nicht gelungen, unser volles Potenzial auf den Platz zu bringen. Das ist natürlich ärgerlich, weil wir wissen, was in dieser Mannschaft steckt. Insgesamt haben wir uns an diesem Wochenende unter Wert verkauft. Mit unserem Abschneiden in Frankfurt steht leider fest, dass wir unser großes Saisonziel, die Quali fürs Final Four, nicht mehr erreichen können. Das ist natürlich enttäuschend. Trotzdem werden wir den Kopf nicht hängen lassen. Wir wären nicht das Team MGC, wenn wir uns damit zufrieden geben würden. Am letzten Spieltag wollen wir noch einmal alles investieren und aller Voraussicht nach erstmals in dieser Saison mit unserem kompletten Team antreten.“










