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1990 war er Jugend-Clubmeister in Eichenried: Marcel Siem hat eine ganz besondere Beziehung zum Platz der BMW International Open. | © BMW Golfsport/Heigl

Siem und seine Eichenried-Erinnerungen

Mit wunden Fingern oder am Krückstock wird man kein Golfturnier gewinnen. Marcel Siem ist es egal. Er ist bereit, Opfer zu bringen. Runde eins der BMW International Open 2026 ist nicht unbedingt nach Wunsch gelaufen für den sechsfachen DP-World-Tour-Sieger. Dementsprechend emotional ging es für ihn und seine Fans zu. Auf dem Platz hätte Siem hier und da seinen Schläger manchmal am liebsten in den Wald geworfen. Bei der anschließenden Pressekonferenz nach Runde eins sprach er vor wenigen Journalisten beeindruckend ehrliche Worte.

 

„Die BMW International Open ist meine wichtigste Woche des Jahres. Ich komme so lange wieder, bis ich das Ding gewinne – und wenn es mit dem Krückstock ist. Jetzt geht es auf die Driving Range, bis die Finger wund sind – und dann versuche ich, morgen anzugreifen.“ Es sei bisweilen frustrierend, dass ihm inzwischen die Längen fehlten. Aber auch an Siem geht das Alter nicht spurlos vorbei. An einigen Bahnen habe er das Gefühl gehabt, dass er damals als 13-Jähriger den Ball weiter gehauen hätte. Es sind einige Erinnerungen, die er an seine Jugendzeit in Eichenried hat.

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Vor der 37. Auflage des einzigen DPWT-Events auf deutschem Boden war Siem zur Ehrentafel gegangen. Sein Name ist im Jahr 1990 verewigt, als er im Alter von zehn Jahren die Jugend-Clubmeisterschaft gewann. Die Herren Schmid (Matti) und Schott (Freddy) waren da noch lange nicht auf der Welt. „Damals hat meine Mutter das Clubrestaurant geleitet und ich durfte auf dem Putting-Grün mit Bernhard Langer, Nick Faldo und Greg Norman üben. Das war sehr cool“, erinnert sich Siem.

 

Nun ist Halbzeit bei der 37. BMW International Open. Der Lokalmatador musste am Freitagmorgen früh raus – und kämpfte bei optimalen Bedingungen darum, es ins Wochenende zu schaffen – ohne Krückstock. Und die Finger machten auch mit, denn: Auf seinen letzten sechs Löchern spielte Siem am Freitag drei Birdies. Es reichte nicht. Mit -3 lag er am Ende knapp unter der Cutlinie. Also muss er bis 2027 warten. Dann kann der Local Hero ein neues Eichenried-Kapitel aufschlagen – bis die Finger wund werden.

 

 

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