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Oh je: Ernie Els erlebte vor zehn Jahren beim Masters seinen ganz persönlichen, sportlichen Tiefpunkt. | © Golfsupport.nl/Roy Miller

Sechs Putts aus einem halben Meter

7. April 2016: In Augusta scheint die Sonne, es weht ein leichter Wind durch die Magnolien und Ernie Els startet in Runde eins des Masters. Was ihm auf dem ersten Loch passiert, wird die Golfwelt so schnell nicht vergessen. Das Malheur geht als vielleicht größtes Missgeschick in die Tour-Geschichte ein. Der Südafrikaner, immerhin vierfacher Major-Sieger, erlebt auf Grün eins sein Waterloo.

 

Els hat einen Par-Putt aus etwa 60 Zentimetern. Kann man mal verfehlen, wenn man nervös ist. Oder einfach nur Pech hat. In seinem Fall kamen eine Menge Pech und leider auch Spott über die Social-Kanäle dazu, denn: Els verpasste nicht nur einen, zwei oder drei Putt aus kürzester Distanz. Er brauchte sage und schreibe sechs Schläge, um den Ball endlich im Loch zu versenken. Es war der höchste Score auf dieser Bahn in der Geschichte des Masters. Damit waren sämtliche Chancen auf ein gutes Ergebnis mit einem Finger-Schnipp dahin.

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„Es ist wirklich schwer zu erklären. Ich kann es nicht erklären. Es ist irgendwie einfach so, dass man einfach nicht das tun kann, was man normalerweise ganz leicht tut“, so Els später im Interview. Ursache: Yips. Eine plötzliche Verkrampfung der Hände oder Unterarme, die eine kontrollierte Bewegung vor allem bei kurzen Golfschlägen unmöglich machen. Diese unkontrollierbaren Muskelzuckungen im Treffmoment hatten den Südafrikaner schon vorher oft zum Verzweifeln gebracht. Auch diesmal stand er ungläubig auf dem Grün.

 

Auch Bernhard Langer hatte viele Jahre damit zu kämpfen und erklärte in einem Interview einmal, dass er nicht wusste, ob er es jemals werde überwinden können. Diesmal traf es Els, Spitzname The Big Easy, brutal vor der gesamten Öffentlichkeit und vor laufender Kamera. Man konnte fast Mitgleid bekommen, denn es waren obendrein die meisten Schläge, die ein Golf-Pro auf der Tour jemals aus rund einem halben Meter brauchte.

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